Dem Friedensauftrag nachkommen - Friedensbildung in Nordrhein-Westfalen stärken

07.03.22
BewegungenBewegungen, NRW, TopNews 

 

Von Netzwerk Friedensbildung NRW

Organisationen der Friedensbildung in NRW haben einen Katalog mit vier Forderungen zur Stärkung der Friedensbildung an die Landesregierung erstellt
Rund 20 Organisationen, Initiativen und Privatpersonen aus NRW stellen aus Anlass der Landtagswahlen im Mai Forderungen an die kandidierenden Parteien und die zukünftige Landesregierung NRW, um Friedensbildung zu stärken und im Bildungssektor sowie außerschulischen Räumen zu verankern.

Sie fordern:
1. Einrichtung und langfristige Finanzierung einer Servicestelle für Friedensbildung NRW
2. Schaffung einer Professur für Friedenspädagogik, die auch Aspekte einer Kultur des Friedens in Schule und vor Ort aufgreift
3. friedenspädagogische Anteile als verpflichtende Bestandteile der Lehrkräfte-
Ausbildung in allen drei Phasen
4. Stärkung zivilgesellschaftlicher Bildungsprojekte im Bereich Friedensbildung /
Sustainable Development Goals (SDGs) in außerschulischen Lernräumen
Friedensbildung ist, so die NRW-Landesstrategie, ein Schlüsselaspekt der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE).

„Trotz ihrer Bedeutung spielt Friedensbildung in NRW im Schulsystem nur eine untergeordnete Rolle. Um dem Bildungsauftrag der Landesverfassung und der Agenda 2030 gerecht zu werden, bedarf es in Nordrhein-Westfalen einer strukturellen Verankerung der Friedensbildung“, so Christine Schweitzer vom Bund für Soziale Verteidigung (BSV). Friedensbildung gilt als Teil einer umfassenden politischen Bildung und bezeichnet damit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

„Gerade angesichts des Kriegs in der Ukraine ist es wichtig, dass Schulen und Hochschulen das Thema „Frieden“ zum Unterrichtsgegenstand machen. Schülerinnen und Schüler werden viel zu oft mit Fernsehbildern allein gelassen“, erklärte Elisabeth Subasic von der Evangelischen Schüler*- und Schülerinnen*arbeit im Rheinland e.V. (ESR).

Die Initiator*innen des Aufrufs erwarten, dass nach den Landtagswahlen die neue Landesregierung Friedensbildung zu einer Aufgabe macht. Sie würde damit dem Beispiel mehrerer anderer Bundesländer (Baden-Württemberg, Saarland, Niedersachsen) folgen, die bereits Servicestellen oder ähnliches für Friedensbildung geschaffen haben.







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