10-jähriges Bestehen der Hambacher Forst Besetzung – Der Widerstand geht weiter

14.04.22
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Von Hambi bleibt

Am 14.04.2022 feiert die Hambacher Wald Besetzung ihr 10-jähriges Bestehen. Bis dahin war es ein langer Weg mit vielen Räumungen und ad hoc erfolgten Wiederbesetzungen. Nach den Großprotesten im September 2018 und der erfolgreichen Wiederbesetzung wurde der Wald zuerst durch ein Moratorium von der Rodung verschont und dann die Erweiterung des Tagebaus in Richtung Wald durch das Kohleausstiegsgesetz rechtlich verhindert. Nichtsdestotrotz hält die Waldbesetzung bis heute weiterhin an, sie ist Mahnmal für Klimagerechtigkeit geworden.

Eine Aktivistin aus der Besetzung sagt dazu: „10 Jahre Widerstand sind noch lange nicht genug. Wir haben einen Freiraum erschaffen, in dem wir zeigen können wie Utopien umgesetzt werden können, einen Ort des gemeinsamen Lebens im Widerstand. Solange sich die Schaufelräder von RWE drehen und die Pumpen weiter den Bäumen das Grundwasser wegnehmen, bleiben wir aktiv und hier, der Wald ist noch lange nicht gerettet und das Klima auch nicht!“

Der Widerstand im Hambacher Wald war auch immer schon mehr als ein lokaler Kampf gegen Braunkohleverstromung, die Forderung nach Klimagerechtigkeit impliziert eine Auseinandersetzung mit den Unterdrückungsmechanismen und eine Sichtbarmachung von Herrschaftsverhältnissen des Kapitalismus. Aus den oben genannten Gründen ist die Erhaltung des Freiraums notwendig und damit eine unerlässlicher Stütze um einen Systemwandel voranzutreiben und den Klimawandel einzugrenzen. 1,2 Grad Erderwärmung würden viele Teile der Welt schon unbewohnbar machen, deshalb ist Klimagerechtigkeit eine erforderliche Antwort und der Kampf gegen den Kapitalismus dafür grundlegend.

„Wir brauchen den Hambi um zu zeigen dass die Menschen gemeinsam sehr wohl eine Chance haben sich RWE und anderen ausbeutenden Wirtschaftsunternehmen in den Weg zu stellen und der Politik zu sagen dass sie so nicht weitermachen können. Der zwingend erforderliche Systemwandel ist nicht verhandelbar. Deswegen bleibt der Hambacher Wald weiterhin besetzt. Auf die nächsten 10 Jahre.“ sagt eine Aktivistin.

Die Proteste gegen RWE und die Braunkohle werden auch in Zukunft nicht weniger werden, genauso wenig die Forderungen nach Klimagerechtigkeit und den Systemwandel. Hambi, Lützerath, und anderswo bleiben widerständig.







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