Zum Entscheid des Freiburger Gemeinderates für eine ausschließlich vegetarische Ernährung in Kitas und Grundschulen

20.10.22
BewegungenBewegungen, Soziales, Umwelt, Baden-Württemberg, TopNews 

 

Kommentar von Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg e.V.

Wie der Gemeinderat am vergangenen Dienstag beschloss, wird in Freiburger Kitas und Grundschulen künftig ausschließlich vegetarische Kost auf dem Speiseplan stehen.Die Stadt Freiburg nimmt damit eine Vorreiterrolle ein und setzt ein wichtiges Zeichen für gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit und Mitgefühl. Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg e.V. begrüßt diese Entscheidung und weist die Kritik des baden-württembergischen Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft als unbegründet zurück.

Dieses hatte sich gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) ablehnend gegenüber dem Gemeinderatbeschluss geäußert, da zu einer ausgewogenen Ernährung Fleisch dazugehöre.

Dabei ist eine ausgewogene vegetarische Ernährung auch bei Kindern unproblematisch –dies bestätigt auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Wie bei jeder Ernährungsform ist es wichtig, sich ausgewogen zu ernähren und den Nährstoffbedarf zu decken. Dies gelingt sowohl bei einer vegetarischen, wie auch bei einer rein pflanzlichen Ernährungsweise. Auf die richtige Kombination der verschiedenen Lebensmittel kommt es an.

„Wir hoffen, dass auch andere Gemeinden dem Freiburger Beschluss folgen und Fleisch von den Speiseplänen streichen“, so Stephanie Kowalski, Tierärztin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei den Menschen für Tierrechte, „schließlich tut man damit den zukünftigen Generationen gleich in mehrerlei Hinsicht etwas Gutes: gesundes, klimaschonendes Essen mit einer Portion Mitgefühl.

Zwar wären diese positiven Effekte bei einer rein pflanzlichen Verpflegung noch weitreichender, dennoch sehen wir die Entscheidung des Gemeinderates als Schritt in die richtige Richtung.“







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