BBU: Bundesumweltministerin Schulze soll Wiederinbetriebnahme der Brennelementefabrik in Lingen verhindern

31.01.19
BewegungenBewegungen, Umwelt, Niedersachsen, TopNews 

 

Von BBU

Mit Nachdruck fordert der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) von Bundesumweltministerin Svenja Schulze die dauerhafte Stilllegung der umstrittenen Brennelementefabrik in Lingen (Niedersachsen).

Schon am Montag (28.01.2019) hatte der BBU eine entsprechende Forderung an den niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies gerichtet, der soll aber laut einem NDR-Bericht nicht zuständig sein. Udo Buchholz vom Vorstand des BBU kritisiert, dass das Kompetenzgerangel unerträglich ist. „Letztlich sind sowohl Frau Schulze als auch Herr Lies für den Schutz der Bevölkerung vor den Auswirkungen der Uranverarbeitung verantwortlich.“

In dem neuen Schreiben an die Bundesumweltministerin heißt es jetzt: „Es liegt offenbar in Ihrer Hand, die Wiederinbetriebnahme der Brennelementefabrik in Lingen umfassend und dauerhaft zu verhindern.

Dass dies rechtlich möglich ist, wurde ja bereits an anderer Stelle umfassend dokumentiert, so etwa bei der Bundestagsanhörung im Oktober 2018. Bitte setzen Sie sich konsequent für den Schutz der Bevölkerung in und um Lingen sowie in den Regionen, in denen Brennelemente aus Lingen zum Einsatz kommen, ein. Beenden Sie dauerhaft die Brennelementeproduktion in Lingen.“

 

Nach dem Brand in der Lingener Brennelementefabrik am Nikolaustag 2018 wurde die Anlage befristet stillgelegt. In einem Bericht des NDR vom 30 Januar 2019 heißt es dazu, dass die Anlage „voraussichtlich in dieser Woche wieder in Betrieb gehen“ soll.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Lingen-Brennelementefabrik-soll-wieder-laufen,aktuellosnabrueck1272.html

Mit Bezug auf den NDR-Bericht schreibt Buchholz an die Bundesumweltministerin: „Bitte teilen Sie mir zeitnah mit, ob die Prüfungen der Brandfolgen beendet und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind. Offenbar tauchen ja immer neue Fragen auf. So heißt es in dem NDR-Bericht auch, dass "der Arbeitsplatz, an dem das Feuer ausgebrochen ist, nicht mehr genutzt werden" dürfe. Was ist damit genau gemeint? Der konkrete Labortisch oder der ganze Laborraum? Und warum? Ist ggf. der ganze Raum dauerhaft kontaminiert?“

Weiterhin teilt Buchholz der Ministerin mit, dass der Elternverein Restrisiko Emsland, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) sowie über 350 weitere Initiativen und Verbände schon lange die dauerhafte Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen,sowie auch des AKW Lingen 2, fordern.

https://bbu-online.de/AK%20Energie/Aktuelles%20AK%20Energie/Lingen-Resolution%202018.pdf

Mahnwache am Tag X + 1 vor der Brennelementefabrik

Für den Fall der drohenden Inbetriebnahme der Lingener Brennelementefabrik wird es weitere Proteste geben. Schon jetzt ruft der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf zur Teilnahme an einer Mahnwache am „Tag X + 1“ auf. In einem Aufruf zur Teilnahme heißt es dazu: „Falls die Wiederinbetriebnahme der Brennelementefabrik zunächst nicht verhindert werden kann, wirdan dem Tag, nach dem wir erfahren, dass Framatome / ANF den Betrieb wieder aufgenommen hat (Tag X + 1), eine Mahnwache um 18 Uhr vor der Schranke des Betriebsgeländes stattfinden: Am Seitenkanal 1, 49811 Lingen (Ems).“ Für aktuelle Informationen wird auf die Facebookseite des AKU Schüttorf verwiesen:

Den Aufruf findet man unter https://bbu-online.de







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