Fahrradtour für Frieden und Abrüstung, für Klima- und Umweltschutz

29.07.20
BewegungenBewegungen, NRW, TopNews 

 

Von DFG-VK

Angesichts eines von vielen befürchteten neuen atomaren Wettrüstens und der anhaltenden Konfrontation zwischen Russland und der NATO will die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) NRW mit einer Friedensfahrradtour für Frieden und Abrüstung werben. Quer durch NRW führt die Tour, die am 1. August  in Aachen beginnen und am 9. August in Büchel (Eifel) enden wird. „Gemeinsam für eine andere Politik“ demonstrieren die Friedensradlerinnen und -radler  in 9 Städten und wollen mit Aktionen für die Ächtung aller Atomwaffen werben, Alternativen zur Militärpolitik von Bundeswehr und NATO aufzeigen sowie auf die Schnittstellen zu Klima- und Umweltschutz aufmerksam machen. Wegen Corona findet die Tour unter Beachtung notwendiger Sicherheitsvorkehrungen statt. Auch um den Zusammenhang zwischen Corona und der Friedensthematik geht es unterwegs. So werden Unterschriften unter den Appell „Geld für Gesundheit statt für Rüstung“ gesammelt. Die Tour erfährt Unterstützung vor Ort durch Ortsgruppen der DFG-VK, lokale Friedensbündnisse und andere Gruppierungen.

Startpunkt wird am 1. August in Aachen mit einer Auftaktkundgebung sein, bei der die stellv. Bürgermeisterin Hilde Scheidt die Radler*innen begrüßen wird. Joachim Schramm von der DFG-VK NRW wird auf die besondere Situation im Dreiländereck eingehen, wo im Umkreis von ca 100 km in allen drei Ländern (D, B, NL) US-Atombomben stationiert sind . Anschließend protestiert die Gruppe vor der RWTH Aachen gegen Rüstungsforschung. Auch bei der Lützow-Kaserne macht die Tour Halt.

In Euskirchen (BW-Kaserne) und in Köln-Wahn (DLR) weisen die Teilnehmer*nnen auf die zunehmende Ausweitung möglicher Kriegsschauplätze auf den Cyber-Raum und das Weltall hin, an der auch Deutschland beteiligt ist.

In Bonn wird die Radlergruppe zusammen mit örtlichen Friedensaktivist*innen am 6. August am Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima vor 75 Jahren der Opfer gedenken und gegen das neue atomare Wettrüsten protestieren. Im rheinland-pfälzischen Büchel, dem Zielort der Tour, werden die Aktivst*innen für den Abzug der US-Atombomben und gegen die Anschaffung eines neuen Atombombers für die Bundeswehr protestieren.

Um auf die Gefahren des Klimawandels und daraus entstehender Konflikte und Kriege aufmerksam zu machen, besuchen die RadlerInnen auch die Klimaaktivist*innen im Hambacher Wald.

Die Tour findet statt im 75. Jahr nach Ende des II. Weltkriegs und der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Dazu erklärte Joachim Schramm, NRW-Geschäftsführer der DFG-VK und Leiter der Fahrradtour: „Die Schrecken des Weltkriegs sollten gerade uns hier in Europa immer daran erinnern, uns für Verständigung und Abrüstung einzusetzen. Doch im Gegenteil beobachten wir in den letzten Jahren eine Zunahme der Spannungen und auch der Aufrüstung. Dabei spielen die Atomwaffen wieder eine besondere, erschreckende Rolle. Die Bundesregierung gibt dabei kein gutes Bild ab, mit ihrem Festhalten an den Atombomben in Büchel und dem Plan, für Milliarden Steuergelder neue Atombomber anzuschaffen.“ Gerade Corona habe gezeigt, wo die wirklichen Bedrohungen liegen, so Schramm weiter und betont, dass diese Bedrohungen nur durch internationale Zusammenarbeit und nicht durch gegenseitige Drohgebärden zu bekämpfen seien.

Den genauen Verlauf der Friedensfahrradtour NRW entnehmen Sie bitte dem unten stehenden Tourplan.

 

Mehr zu den Themen und zur FriedensFahrradTour 2020 der DFG- VK NRW unter: https://nrw.dfg-vk.de/aktionen/friedensfahrradtour-nrw

 

Friedensfahrradtour 2020 der DFG-VK NRW Tourplan                     

1. August

Aachen:

Ablauf: 10 Uhr Treffen, Marktplatz

11 Uhr Auftaktkundgebung

11:40 Uhr Protest RWTH

12:30 Uhr Protest Lützow-Kaserne, Trierer Str. 445

2. August

Nörvenich:

15:15 Uhr Kundgebung vor Luftwaffenstützpunkt Nörvenich, Oswald-Boelcke-Allee

3. August

Euskirchen:

12:00 Uhr Kundgebung „Zentrum für Cybersicherheit“, Freiher-von-Gersdorf-Kaserne, Kommerner Str: 188)

4. August

Köln:

16:00 Uhr Roncalli-Platz, Kundgebung und Performance „Hiroshima mahnt“

5. August

Köln-Wahn:

11:15 Uhr Infostop am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Linder Höhe

Bonn:

15:30 Uhr Fahrraddemo ab Rheinanlagen, Hans-Steger-Ufer

6. August

Bonn:

16:00 Uhr Marktplatz, Kundgebung und Performance „Hiroshima mahnt“

18:00 Uhr Hiroshima-Denkmal Bonn-Beuel, Teilnahme am Hiroshima-Gedenken der Bonner Friedensbewegung.

7. August

Koblenz:

15:15 Uhr Am Plan, Kundgebung mit Performance „Abrüsten statt Aufrüsten“

8. August

Cochem:

16:00 Uhr, Endertplatz, Kundgebung „Atomwaffen abschaffen“

9. August

Büchel:

11:00 Uhr, Zufahrt zum Atombomben-Stützpunkt,, Teilnahme am Fastenbrechen der Friedensaktivist*innen, Protest gegen Atomwaffen

 

Die Uhrzeiten können sich je nach Ankunft der Fahrradgruppe leicht verschieben

 







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