Webseite für bedrohte Miter*innen


Bildmontage: HF

03.06.20
BewegungenBewegungen, Soziales, Berlin, TopNews 

 

Von Wir-zahlen-nicht-Kommittee

Die Webseite www.wirzahlennicht.com des Wir-zahlen-nicht-Komitees ist ab sofort online. Das Komitee kämpft für einen Mieterlass während der Corona-Krise. Auf der Webseite können Mieter*innen eintragen, ob sie ihre Miete nicht mehr zahlen können oder wollen.

Durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus ist eine große wirtschaftliche Krise entstanden, die die Mehrheit der Bevölkerung vor enorme finanzielle Probleme stellt. Millionen von Menschen haben ihre Einkommen komplett oder zum Teil verloren.

Schon von der Corona-Krise war der Mietenwahnsinn ein bundesweites Problem. Während jetzt die Einkommen wegbrechen, sollen die Mieten jedoch weiter gezahlt werden. Das hat zur Folge, dass aktuell viele Mieter*innen ihre Mieten nicht zahlen können oder sich dafür verschulden müssen. Die Immobilienkonzerne können dagegen weiter Gewinn machen und Dividenden ausschütten.

Die Bundesregierung unter CDU und SPD hat das bisher wenig gekümmert. Ein neues Gesetz gewährt zwar den Aufschub der Mietzahlung bis Juni 2022. Die Verpflichtung zur Zahlung zuzüglich Zinsen bleibt jedoch bestehen. Dadurch werden Millionen von Mieter*innen in die Verschuldung getrieben.

Die ohnehin steigende soziale Ungleichheit vertieft sich durch die Corona-Krise noch einmal rasant. Wie in der Krise 2008, soll die Gesellschaft die Kosten tragen, während die Profite privatisiert werden.

„Die Maßnahmen der Bundesregierung sind für uns völlig inakzeptabel! Wir werden uns nicht in die Verschuldung treiben lassen für die Profite einiger weniger.“ sagt Michail Meier vom Wir-zahlen-nicht-Komitee.

Deshalb fordert das Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn und das Wir-zahlen-nicht-Kommitee einen Mieterlass mindestens für die Zeit des Lockdowns! Dabei geht es nicht um eine staatliche Übernahme der Mietkosten. Nicht die Gesellschaft, sondern die privaten Profiteure sollen die Kosten der Krise tragen.

„Um das zu erreichen, können wir uns nicht auf die etablierte Politik verlassen. Sie vertritt eindeutig die Interessen der Großunternehmen. Deshalb organisieren wir Mieter*innen uns nun selbst, unabhängig und basis-demokratisch“, so Michail Meier.

Auf www.wirzahlennicht.com können Mieter*innen ab sofort ihre aktuelle finanzielle Lage und ihren Willen zu einem Mietstreik anonymisiert angeben. Die Ergebnisse werden anschließend ausgewertet, die Mieter*innen vernetzen sich und wählen die geeigneten Mittel zur Durchsetzung ihrer Forderungen. Außerdem bietet die Webseite eine Vielzahl weiterer Informationen, Vorlagen und Anleitungen zur Selbsthilfe.

Wir rufen daher alle Mieter*innen dazu auf, sich auf unserer Webseite in die Abfrage einzutragen, die Webseite weiter zu verbreiten und sich in ihren Häusern in Verbdingung zu setzen.

Wir-zahlen-nicht-Komitee

www.wirzahlennicht.com

 







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