Demo "Ohne uns steht die Welt still"


Bildmontage: HF

02.03.20
BewegungenBewegungen, Feminismus, Hamburg, TopNews 

 

Von IL Hamburg

Das „Hamburger Bündnis zum internationalen 08. März Streik“ ruft Frauen sowie trans*, inter und nicht-binäre Personen zur Verweigerung der Haus- und Sorgearbeit am internationalen Frauenkampftag auf. Am Sonntag, den 08. März, lädt das Bündnis zur Demo „Ohne uns steht die Welt still“ ein.

Sie beginnt um 15 Uhr an den Landungsbrücken und endet gegen 18 Uhr mit einer Kundgebung am Neuen Pferdemarkt.

Bereits am Freitag, den 06. März, bietet ein Streikcafé im Arrivati-Park ab 12 Uhr eine Anlaufstelle für alle Streikenden. Für Samstag, den 07.

März, ist ein Aktionstag mit dezentralen Veranstaltungen geplant. Ziel des Streiks ist es, unbezahlte Arbeit sichtbar zu machen, Beziehungs- und Familienzusammenhänge zu politisieren und eine Aufwertung von Care-Berufen zu erstreiten.

 

Das „Hamburger Bündnis zum internationalen 08. März Streik“ besteht aus knapp 50 Organisationen, Gruppen, Vereinen und zahlreichen Einzelpersonen. Es ist Teil eines bundesweiten Netzwerkes, dessen Gruppen in über 40 Städten Aktionen zur Skandalisierung unbezahlter und schlecht bezahlter Care-Arbeit organisieren. „Wir fordern die gesellschaftliche Anerkennung und materielle Aufwertung der Care-Arbeit, bezahlter sowie unbezahlter. Wir stehen für eine Gesellschaft ein, in der wir alle nach unseren Bedürfnissen arbeiten und ein gutes sowie sicheres Leben führen können!“, sagt die Aktivistin Laura Kröger aus dem Hamburger Bündnis. „Außerdem sind wir solidarisch mit den Kämpfen von Geflüchteten, von trans*, inter und nicht-binären Personen weltweit und setzen uns gegen die Kriminalisierung von Sexarbeiter*innen ein. Leider gibt es auch immer noch sehr viel Gewalt gegen Frauen. Allein 2018 sind in Hamburg 9 Frauen und trans* Personen getötet worden“, ergänzt Katja Reuter.

Die feministischen Proteste in der Bundesrepublik Deutschland reihen sich in eine globale feministische Streikbewegung ein. Überall gehen Menschen am internationalen Frauenkampftag auf die Straße und legen die bezahlte sowie unbezahlte Arbeit nieder. Ihr Ziel ist es, diese sichtbar zu machen, aufzuwerten und die Gesellschaft zum Stillstehen zu bringen.

Allein in Spanien beteiligten sich 2018 mehr als 5 Millionen Arbeiter*innen. In Hamburg gingen im vergangenen Jahr über 7000 Personen auf die Straße.

Das Hamburger Bündnis ruft zum Bestreiken der Care-Arbeit auf. „Als Frauen gelesene Personen leisten noch immer drei Viertel dieser unbezahlten Arbeiten. Diese sind notwendig, damit unsere Gesellschaft funktioniert. Wir fordern die Anerkennung und Aufwertung dieser Arbeiten. Außerdem müssen sie von allen Menschen gleichermaßen übernommen werden“, erklärt Anne Meerpohl.







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