Aufstehen gegen Krankenhausschließungen!

19.07.19
BewegungenBewegungen, NRW, Ruhrgebiet, News 

 

Von Aufstehen Duisburg

Als gäbe es keinen Pflegenotstand, kein monatelanges Warten auf dringend erforderliche Operationen – da schlagen sogenannte Experten der Bertelsmann-Stiftung vor, mehr als die Hälfte aller Krankenhäuser zu schließen: von aktuell 1.400 auf 600 Häuser.

Schon heute finden wir heillos überforderte, personell unterbesetzte Krankenhausstationen vor. Nicht selten stehen 5 Betten in 3-Bettzimmern oder als Notunterkunft auf dem Flur.

Vor 15 Jahren gab es in Deutschland noch 2.242 Krankenhäuser, also über 800 mehr als heute. Im Ergebnis ist die flächendeckende, wohnortnahe Versorgung gefährdet. Längst müssen schwangere Frauen, die z.B. auf einer Nordseeinsel oder ländlich leben, sich 4 Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin in die Nähe des nächsten Krankenhauses einmieten. Oder die teils schwierige Nachsorge von frisch Operierten wird Angehörigen oder ohnehin überlasteten Hausärzten übertragen. 

Alles das reicht den Vertretern eines neoliberalen, auf Profitmaximierung orientierten Gesundheitswesens nicht. Der Vorschlag der Zerschlagung unserer Krankenhauslandschaft reiht sich ein in den seit langer Zeit betriebenen Abbau des Sozialstaates mit der Ausweitung des Niedriglohn-Sektors, dem Hartz-IV-Regime und seiner Sanktionspraxis, die Absenkung der Rente bei gleichzeitig höherem Renteneinstiegsalter.

Schluss mit dem Ausverkauf unserer öffentlichen Daseinsvorsorge!

Aufstehen für mehr und gut ausgestattete Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen! 







<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz