Kundgebung vor Koalitionsverhandlungen am Sonntag: Mindestens 1000 Menschen aus den griechischen Lagern in Hamburg aufnehmen


02.05.20
BewegungenBewegungen, Hamburg, TopNews 

 

Von SEEBRÜCKE Hamburg

Am Sonntag wird ab 8:30 Uhr eine Kundgebung am Jungfernstieg (Reesendammbrücke/Flaggenplatz) stattfinden. Angemeldet sind 50 Teilnehmer*innen aus zahlreichen Organisationen (untenstehend). Ziel der Aktion ist es, dass in den rot-grünen Koalitionsverhandlungen die Aufnahme von mindestens 1000 Menschen aus den griechischen Flüchtlingslagern in Hamburg beschlossen wird. Zeitgleich finden im Rathaus Koalitionsverhandlungen statt und behandeln die Aufnahme von Geflüchteten im Rahmen der Hamburger Innenpolitik.  

Aus einer kleinen Anfrage der Linken in der Hamburger Bürgerschaft vom 23.4.2020 ist bekannt, dass sich Hamburg gegenüber dem Bundesinnenministerium bereit erklärt, bis zu 150 Personen von den griechischen Inseln aufzunehmen.  

Dazu erklärt Christoph Kleine von der SEEBRÜCKE HAMBURG:   „150 sind zu wenige und die Erklärung ist zu vage. Die Menschen in Moria und den anderen Lagern sind der Corona-Pandemie schutzlos ausgeliefert. Deswegen brauchen wir keine unverbindliche Absichtserklärung, kein weiteres Verstecken hinter Bundesinnenminister Seehofer, sondern ein konkretes Hamburger Landesaufnahmeprogramm für mindestens 1000 Menschen.“  

„Wir schließen uns den Forderungen der Seebrücke an! Der Hamburger Senat muss seinem Anspruch und seiner Verantwortung gerecht werden und die sofortige Rettung von mindestens 1000 Menschen aus der Unmenschlichkeit der griechischen Lager vorbereiten,“ so Leo Schneider, für die Jusos Hamburg-Nord.  

"Wir fordern vom regierenden Hamburger Senat und den Verhandlungskommissionen: Hamburg muss endlich Verantwortung übernehmen und mindestens 1000 Menschen mit sofortigem Landesaufnahmeprogramm evakuieren!“ sagt Madeleine Cwiertnia, Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg.  

Die Veranstalter achten auf Mundschutz und Sicherheitsabstand aller Beteiligten. Die Hamburger Versammlungs- und Gesundheitsbehörde haben eine Ausnahmegenehmigung für die Kundgebung erteilt. Eine Versammlung auf dem Rathausmarkt wurde leider untersagt.  

Es nehmen teil: Seebrücke Hamburg, Grüne Jugend, die Jusos Eimsbüttel, Hamburg Nord und Wandsbek, Jusos Hochschulgruppe, Omas gegen Rechts, Hamburger Bündnis gegen Rechts, Interventionistische Linke, Allgemeinde Studierendenausschuss AStA, Ende Gelände, Nav-Dem, Flüchtlingsrat, Die Linke (Deniz Çelik), Piratenpartei, Lampedusa in Hamburg Soliaritätsgruppe, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA), u.v.m.

 

 







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