Klima schützen – Kohle stoppen


Bildmontage: HF

12.03.19
BewegungenBewegungen, Umwelt, Niedersachsen, TopNews 

 

Von BBU

Bündnis protestiert bei der Frühjahrstagung der katholischen Bischöfe am 13. März in Lingen

Dorfbewohner*innen aus dem Rheinischen Revier, katholische Christinnen und Christen, Umweltschutz- sowie Anti-Atom-Gruppen aus dem Münsterland und Kritische Aktionärinnen und Aktionäre protestieren am 13. März bei der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Lingen für die Erhaltung von Dörfern und Kirchen an den Tagebauen Garzweiler und Hambach.

Bei einer Kundgebung am Mittwochnachmittag vor dem Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen überreicht das Bündnis den Bischöfen den „Appell katholischer Christen: Schöpfung bewahren! Kohleabbau stoppen! Hambacher Wald retten!“.

„Seit die Kohlekommission ihre Empfehlungen an die Politik vorgelegt hat, beschleunigt RWE den Abriss der Dörfer an den Tagebauen Garzweiler und Hambach“, berichtet Barbara Ziemann-Oberherr aus dem Erkelenzer Ortsteil Keyenberg. Sie hat wie viele Menschen aus den Dörfern an den Braunkohletagebauen den Appell katholischer Christen unterzeichnet.

„Bedroht sind auch fünf Kirchen am Grubenrand: Die in meiner Gemeinde in Keyenberg wäre wohl als erste dran, dann auch Kuckum, Berverath, Morschenich und Manheim. Tag für Tag erleben wir, wie der Konzern vor unserer Haustür die Vorbereitungen für den Kohleabbau vorantreibt. Viele von uns empfinden dies als Psychoterror, um uns zum Verlassen unserer Heimat zu zwingen.“

Mehr als 40.000 Menschen im Rheinischen Revier wurden wegen des Braunkohletagebaus zwangsumgesiedelt. Dutzende von Kirchen im Bistum Aachen und im Erzbistum Köln fielen den Baggern zum Opfer. „Nun appellieren wir an die katholische Kirche, die einer der größten Grundeigentümer und Immobilienbesitzer im Rheinland ist, keine weiteren Kirchen zu entwidmen, auf die Entschädigung von RWE zu verzichten und sich schützend vor ihre Gemeinden zu stellen“, sagt Markus Dufner vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. „Würden die Bischöfe sich mit den Menschen am Tagebaurand solidarisieren, würde dies auch den Ministerpräsidenten und Katholiken Armin Laschet unter Druck setzen.“ Peter Bastian von der Initiative Sofortiger Atomausstieg (Sofa) Münster ergänzte: „Derselbe Armin Laschet, der vor einem Jahr vorschlug, den Braunkohlestrom von RWE nach Belgien zu liefern, wenn dort die Hochrisiko-AKW Doel 2 und Tihange 3 stillgelegt würden. Dies hatte den Zusammenschluss der Anti-Kohle- und der Anti-Atom-Bewegung zur Folge.

Und jetzt stehen wir solidarisch hier, aber keiner der Bischöfe will mit uns reden.“

„Die christliche Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung hat zwar Ausdruck in der Enzyklika ‚Laudato si‘ von Papst Franziskus gefunden, aber es fehlt die konkrete Umsetzung in der Praxis“, so Markus Dufner.

„Wir müssen die Politik gemeinsam dazu bringen, mit der klimaschädlichen Kohleverstromung so schnell wie möglich aufzuhören.“

Beteiligte Organisationen:

* Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

* Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf

* Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)

* Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre

* Elternverein Restrisiko Emsland

* Sofortiger Atomausstieg (Sofa) Münster

 

Weitere Informationen:

 

https://www.kritischeaktionaere.de, https://bbu-online.de

 







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