Der 1. Mai ist ein Kampftag


Bildmontage: HF

27.04.19
BewegungenBewegungen, Arbeiterbewegung, Niedersachsen, TopNews 

 

Von IL Hannover

Hannoversches Bündnis mobilisiert zu kämpferischer 1. Mai Demonstration

Unter dem Titel "Faust hoch!" ruft ein Bündnis aus verschiedenen politischen Gruppen zu einer Demonstration am ersten Mai auf. „Der erste Mai ist nicht nur irgendein Feiertag, sondern vor allem ein Kampftag.

Wir finden es wichtig an diesem Tag eine kämpferische Demo zu machen und dazu aufzurufen, sich mit den Reichen und Mächtigen anzulegen. Wer brav und gehorsam ist, wird nichts verändern können.“ so Torben Hansen, einer der OrganisatorInnen.

Um 13 Uhr beginnt die Veranstaltung an der Lutherkirche (Nordstadt) mit einer kurzen Auftaktkundgebung, bevor es über Mitte nach Linden geht.

Dort soll die Demonstration am internationalen 1. Mai Fest an der Faust enden. Auch auf der Faust-Bühne werden VertreterInnen der Demo mit ihren politischen Inhalten zu Wort kommen.

Im Aufruf heißt es unter anderem: "Wir müssen unsere Zukunft in die eigenen Hände nehmen und gemeinsam eine andere Welt ohne Profit, Konkurrenz und Ungleichheit erkämpfen. MieterInnen-Initiativen, die Seebrückenbewegung, der Kampf gegen die Polizeigesetze, Streikaktionen gegen den Pflegenotstand, die junge Klimabewegung und viele mehr machen es uns vor. Am Tag der internationalen ArbeiterInnenbewegung tragen wir die verschiedenen Kämpfe zusammen." Die thematischen Schwerpunkte der Aktion lauten "Bezahlbarer Wohnraum für alle statt Verdrängung und Mietenwahnsinn", "Internationale Solidarität statt Krieg und Waffenexporten" und "Konsequenter Klimaschutz statt Kohleindustrie und Konzernprofit".

Die MieterInnen-Initiative "Nordstadt solidarisch" ruft mit eigenem Aufruf und Plakat unter dem Motto "Die Scheiss Mieten sind zu hoch" zu einem Wohnraum-Block auf der Demonstration auf. Martin Koslowski von "Nordstadt solidarisch": "Die Zustände auf dem Wohnungsmarkt sind katasrophal, das kann niemand mehr wegreden. Es ist gut, dass jetzt endlich auch über Enteignung geredet wird. Der Markt regelt die Probleme eben nicht selbst, deswegen müssen wir für ganz grundlegende Veränderungen kämpfen." Auch die Initiative "Bumke selber machen" beteiligt sich an der Demonstration.

Das Bündnis zeichnet sich vor allem durch zwei Tatsachen aus: Erstens ist es sehr jung und zweitens sind nicht nur klassische Organisationen beteiligt, sondern auch beispielsweise die Seebrückenbewegung für Seenotrettung und sichere Fluchtwege oder AktivistInnen aus den Kämpfen um bezahlbaren Wohnraum. Weitere Organisatoren sind unter anderem SJD – die Falken, Interventionstische Linke, SDS, Aktive Kreative Linke – offene Jugendgruppe, Unabhängige Jugendantifa, NAV-DEM e.V. und die Grüne Jugend.

 

Nachstehend finden Sie den vollsätndigen Aufruf des Bündnisses.

 

Faust hoch!

Für einen kämpferischen 1. Mai!

Während eine mächtige Minderheit immer reicher wird, bleibt für die Mehrheit der Menschen immer weniger übrig. Nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt wächst die Schere zwischen Arm und Reich.

Gleichzeitig entwickeln sich immer mehr Regierungen nach rechts und verschleiern die Ursachen von Kriegen, Flucht und sozialer Ungleichheit, indem sie uns gegeneinander aufhetzen und anhand von Herkunft und Nationalität spalten wollen.

Hier vor Ort betrifft der Mangel an bezahlbarem Wohnraum immer mehr Menschen. Dreiste Mietsteigerungen und Verdrängung sind keine Einzelfälle mehr. Längst geht ein viel zu großer Teil unseres Lohns für die Miete drauf. Aber nicht nur die Immobilienkonzerne, sondern auch die Waffenproduzenten können sich über sprudelnde Profite freuen. Kaum ein Krieg findet ohne Beteiligung deutscher Rüstungsgüter statt. Und während beispielweise die Türkei ihren Angriff gegen das demokratische Projekt Rojava weitertreibt, unterstützt die BRD Erdogan nicht nur mit Panzern, sondern auch mit der Kriminalisierung der kurdischen Freiheitsbewegung in Deutschland. Neben Krieg ist auch der Klimawandel schon heute eine der größten Fluchtursachen. Die Verantwortlichen in der Politik setzen mit Geschenken an die Kohleindustrie trotzdem weiter die Zukunft der Jugend und der Umwelt aufs Spiel.

Dies sind nur einige zentrale Probleme unserer Zeit. Die Herrschenden beweisen uns Tag für Tag, dass wir von ihnen keine Lösungen zu erwarten haben. Wir müssen unsere Zukunft in die eigenen Hände nehmen und gemeinsam eine andere Welt ohne Profit, Konkurrenz und Ungleichheit erkämpfen. MieterInnen-Initiativen, die Seebrückenbewegung, der Kampf gegen die Polizeigesetze, Streikaktionen gegen den Pflegenotstand, die junge Klimabewegung und viele mehr machen es uns vor. Am Tag der internationalen ArbeiterInnenbewegung tragen wir die verschiedenen Kämpfe zusammen. Am 1. Mai alle auf die Straße! Gründe gibt es genug!

Bezahlbarer Wohnraum für alle statt Verdrängung und Mietenwahnsinn!

Internationale Solidarität statt Krieg und Waffenexporten!

Konsequenter Klimaschutz statt Kohleindustrie und Konzernprofit!







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