Attac kündigt für 2013 breite Mobilisierung für Umverteilung an

03.01.13
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Von Attac

Proteste gegen Krisenpolitik gehen weiter / Aktion heute: Misthaufen vor Bundestag abgeladen

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat für das Frühjahr weitere Proteste gegen die europaweite Verarmungspolitik sowie eine breite gesellschaftliche Mobilisierung für die Umverteilung von Reichtum angekündigt. "2012 war ein Anfang. Gemeinsam mit vielen Bündnispartnern werden wir im neuen Jahr den Widerstand gegen die neoliberale Schockstrategie in Europa verstärken", sagte Werner Rätz vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis am Donnerstag in Berlin. "Attac steht für andere Krisenlösungen. Statt autoritär durchgesetzter Kürzungsprogramme brauchen wir eine tiefgreifende Umverteilung von Reichtum und Macht."

Mit mehr als 20 Mitstreitern im Bündnis "Umfairteilen – Reichtum besteuern" – darunter Verdi und der Paritätische Wohlfahrtsverband – plant Attac für den 13. April einen landesweiten Aktionstag. Gefordert werden eine dauerhafte Vermögensteuer, eine Vermögensabgabe sowie wirksame Maßnahmen gegen Steuerflucht. "Wir werden die Umverteilung großer Vermögen 2013 zu einem zentralen gesellschaftlichen Thema machen, das keine politische Kraft links liegen lassen kann", sagte Jutta Sundermann, ebenfalls aktiv im Attac-Koordinierungskreis. "Denn die ungleiche Verteilung von Reichtum ist nicht nur eine Folge des Missmanagements der Eurokrise, sondern eine ihrer zentralen Ursachen."

Für das Wochenende vom 25. und 26. Mai bereitet Attac zusammen mit der Gewerkschaft Verdi einen großen internationalen Kongress zum Thema Umverteilung vor. Ort wird voraussichtlich Berlin sein.

Am 31. Mai und 1. Juni dann werden Attac-Aktive mit dem Bündnis "Blockupy Frankfurt" den europäischen Protest gegen die derzeitige Krisenpolitik erneut auf die Straßen der Bankenstadt tragen – mit einer großen Demonstration und Aktionen des Zivilen Ungehorsams. "Mit Blockupy tragen wir zum Aufbau einer europäischen Protestbewegung bei. Politisch gilt unsere Kritik dem europäischen Krisenmanagement; praktisch wird die EZB im Zentrum der Proteste stehen", sagte Werner Rätz. "Dabei gilt:

Wenn die Politik auf Argumente nicht hört, ist Ziviler Ungehorsam für viele Menschen das Mittel bürgerschaftlichen Engagements."

Vom 7. bis 9. Juni kommen die sozialen Bewegungen Europas zu einem Alternativengipfel (Alter Summit) in Athen zusammen. Attac organisiert das Treffen mit und mobilisiert dorthin. "Es ist notwendig, gerade den Menschen in Deutschland zu verdeutlichen, dass die so genannte Eurokrise nicht ein Problem allein der Menschen in den südeuropäischen Ländern ist", sagte Stephan Lindner, auch im Attac-Koordinierungskreis.

"Griechenland, Portugal und Spanien sind das Labor, in dem die herrschenden Eliten heute jene Lebensverhältnisse durchsetzen, die morgen überall in der EU normal sein sollen!"

Misthaufen vor dem Bundestag

Mit einer Aktion haben Attac-Aktivisten ihrer Forderung nach sozialer Gerechtigkeit heute in Berlin Nachdruck verliehen: Als Landwirte verkleidet luden sie vor dem Bundestag eine Fuhre Mist ab. Neben dem Misthaufen hielten sie ein Banner in die Höhe mit der Aufschrift

"Reichtum ist wie Mist: Auf einem Haufen stinkt er – gut verteilt bringt er das Land zum Blühen."







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