Bezahlbarer Wohnraum in Köln?

06.02.17
BewegungenBewegungen, NRW, Köln, News 

 

Von „Soziales Wohnen“ eViG

Seit langen Jahren verschärft sich die Lage auf dem Kölner Wohnungsmarkt zusehends. Während der Kommunalwahlen im Jahr 2014 haben nahezu sämtliche Parteien vor dem Hintergrund der bundesweit Aufsehen erregenden Kampagne „Alle für Kalle“ mit dem Versprechen, billigen Wohnraum schaffen/erhalten zu wollen, ihren Wahlkampf geführt.

In den letzten zwei Monaten hatte die Stadt Köln die Möglichkeit, für eine auch rein rechnerisch gewinnbringende Investition von ca. 700.000 Euro äußerst günstigen Wohnraum zu schaffen. Dieser hätte die Möglichkeit bedeutet, über lange Jahre hinweg Wohnungslosen, die sie sonst durch die Unterbringung in anderen kostenintensiven Unterkünften bis hin zu Hotelzimmern mit Preisen von bis zu 720 Euro Bett im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht hätte „unterstützen“ müssen, menschenwürdigen Wohnraum anbieten zu können.

Hintergrund sind zwei zum Verkauf angebotene Häuser in der in Köln Mülheim, die für den Preis von 600.000 haben waren.

Wir, der Verein „Soziales Wohnen“, sind ein Zusammenschluss von Menschen, die alle auf die ein oder andere Weise von der Kölner Wohnungsnot betroffen sind und uns seit Jahren in den verschiedensten Zusammenhängen gegen die Zerstörung von bezahlbarem Wohnraum („Alle für Kalle“, Kartäuserwall 14, Zülpicher Str. 290, etc), Luxussanierungen etc. einsetzen. Im Rahmen unserer Arbeit hatten wir von dem Verkauf der Häuser erfahren und der Stadt ein Konzept unterbreitet, wie die Häuser instandgesetzt und Menschen in prekären Wohnungsnotlagen zur Verfügung gestellt werden könnten.

Nach einer Besichtigung durch das Liegenschaftsamt hat letzteres einen Kauf der Häuser aufgrund angeblich zu teurer Sanierungsnotwendigkeiten abgelehnt, ohne dabei allerdings unser Lösungskonzept in Erwägung zu ziehen. Die Häuser stehen deshalb kurz davor, auf dem freien Wohnungsmarkt veräußert zu werden. Sie würden damit nach der Durchführung herkömmlicher, kostenintensiver Sanierungsmaßnahmen aus dem sowieso schwindend kleinem Kontingent bezahlbaren Wohnraums verschwinden, der für die ärmeren oder normal verdienenden Bevölkerungsschichten nicht bezahlbar sein wird.

Wir sind deshalb mit unserem Lösungskonzept an die verschiedenen Ratsfraktionen, die sich nicht rechtsextremen Zielen verschrieben haben, herangetreten und haben ihnen auch in einem Schreiben an ihre Ratsmitglieder unser Anliegen, die Stadt möge in der Ratssitzung am 14.02. den Ankauf der Häuser beschließen, unterbreitet.







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