Klimawandel und Ende des INF-Vertrags erhöhen Atomkriegsgefahr


Foto: FriedensNetz Saar

07.07.19
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Das FriedensNetz Saar fordert zum Flaggentag den Beitritt Saarbrückens sowie aller Städte und Kommunen im Saarland den Appell für ein Atomwaffenverbot beizutreten.

Von FriedensNetz Saar

Das FriedensNetz Saar unterstützt den Flaggentag der #Bürgermeister für den Frieden' und fordert: „Abzug statt Aufrüstung der Atomwaffen in Büchel –  Wir würden es begrüßen, wenn Saarbrücken  den I Can-Appell für ein Atomwaffenverbot unterzeichnen würden, ebenso alle Städte und Kommunen im Saarland.

Das FriedensNetz Saar unterstützt zusammen mit Pax Christi Saar den Flaggentag für eine atomwaff­enfreie Welt und betont wie wichtig dieses Zeichen gerade jetzt ist, da die Atomkriegsgefahr durch die Kündigungen des Atomwaffensperrvertrags INF, aber auch durch den Klima-wandel so hoch wie schon lange nicht mehr ist.

„Saarbrücken ist aufgefordert sich dem I Can- Appell für ein Atomwaffenverbot anzuschließen, damit wird die Bundesregierung aufgefordert den schon von 70 Staaten unterzeichneten Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beizutreten!“ so Waltraud Andruet im Namen des FriedensNetz Saar .Und weiter: „ Auch das Saarland liegt in der Nähe des Atomwaffenstandorts Büchel wo die Bundeswehr mit ihren Tornados auf Befehl von US-Präsident Trump Atomwaffen ins Ziel fliegen soll. Und wir sind hier durch den Atomwaffenstützpunkt als potentielles Zielgebiet auch mit gefährdet. Durch die nuklearen Teilhabe Deutschlands droht die Bundeswehr mit diesen völkerrechtlich geächteten Massenvernichtungswaffen. Das sollte sofort beendet werden. Entsprechend dem UN-Verbot gehören dieser Waffen abgerüstet.“ Ebenso gehört der militärische Fluglärm der tagtäglich in Saarland und Rheinland-Pfalz im Übungsraum TRALAUTERN trotz mehrfachen Interventionen von uns und Beschwerden aus der Bevölkerung stattfinden dazu. Das sorgt für Gesundheits- und Umweltschäden und macht die Kriegspolitik in der Region sichtbar und hörbar.

Das FriedensNetz Saar und pax christi Saar  beteiligen sich aktuell an der Aktionspräsenz vor dem Fliegerhorst in Büchel: 20 Wochen wird gegen die 20 Atombomben protestiert. Mehrere Dutzend Organisationen protestieren bis 9. August mit vielfältigen Aktionen für den Abzug der Atomwaffen aus Büchel. So ist Margot Käsmann bei einem kirchlichen Aktionstag am 7.7. beteiligt. buechel-atombombenfrei.jimdo.com/ .

Hintergrund:

Am 8. Juli jedes Jahres setzen bundesweit Bürgermeister*innen vor ihren Rathäusern ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Mit dem Hissen der Flagge des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace appellieren die Bürgermeister für den Frieden an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen. Die Bürgermeister für den Frieden erinnern damit an das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs vom 8. Juli 1996, wonach der Einsatz von Atomwaffen, und bereits die Androhung des Ein­satzes, gegen inter­nationales Recht und Vor­schriften und Prinzipien des humanitären Völkerrechts verstößt.

Die AG Frieden hatte 2013 dem damaligen OB Jensen eine Flagge der Mayors for Peace über­reicht. Gemeinsam mit weiteren Mitgliedsstädten hat er sie 2013 erstmals gehisst und ange­kündigt, dass Trier nun alljährlich vor dem Rathaus diese Flagge hissen wird. Oberbürgermeister Wolfram Leibe hat die Rolle als „Bürgermeister für den Frieden“ übernommen und führt sie seitdem weiter.

Mayors for Peace ist eine internationale Organisation von Städten, die sich der Friedensarbeit, insbesondere der atomaren Abrüstung, verschrieben haben. Die Organisation wurde 1982 auf Initiative des damaligen Bürgermeisters von Hiroshima, Takeshi Araki, gegründet. Die Atom­bombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 mahnen und zeigen die schrecklichen Folgen noch heute. Deswegen fordern die Bürgermeister für den Frieden die Ächtung der Atomwaffen. Der Flaggentag der Bürgermeister für den Frieden wird von der Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“ und in Trier u.a. von der AG Frieden e.V. unterstützt.

Weitere Informationen:







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