Ostermarsch Rhein/Ruhr 2020 in alternativer Form : „Atomwaffen verbieten – Klima schützen statt aufrüsten – Nein zur EU-Armee!“


Bildmontage: HF

25.03.20
BewegungenBewegungen, NRW, TopNews 

 

Von Ostermarsch Rhein-Ruhr

Die Corona-Krise stellt auch die Friedensbewegung an Rhein und Ruhr vor neue Herausforderungen. Der Ostermarsch Rhein/Ruhr kann nicht in der gewohnten Form als dreitägige Folge von Demonstrationen und Kundgebungen stattfinden. Stattdessen werden neue Formen des Protestes vorbereitet. In Planung sind ein Online-Protest am Karsamstag um 12 Uhr, eine Fotoaktion, Mitmachaktionen für Zuhause und weitere Aktivitäten, die in den kommenden Tagen bekanntgemacht werden. Unter anderem hat der Liedermacher Konstantin Wecker einen Video-Beitrag zugesagt. Die überregionale Verbindung der Aktiven erfolgt dieses Jahr also über das Netz. Auf den Websites des Ostermarsches Rhein-Ruhr und der beteiligten Friedensinitiativen werden Fotos der Fenster und Balkone der Teilnehmer*innen eingestellt: Diese werden mit den Plakaten, Transparenten und Fahnen des Ostermarsches geschmückt.

Die Corona-Epidemie macht laut den Organisator*innen die falsche Prioritätensetzung der Bundesregierung in der Frage der Sicherheit deutlich. „Innerhalb von fünf Jahren ist der Militärhaushalt von 33 auf 45,1 Mrd. Euro jährlich erhöht worden. Auf der anderen Seite gerät offensichtlich unser Gesundheitssystem angesichts von Corona schnell an seine auch finanziellen Grenzen“, so Joachim Schramm, einer der Sprecher des Ostermarsches Rhein/Ruhr. „Statt eine nicht vorhandene militärische Bedrohung durch Russland an die Wand zu malen, würden wir besser damit fahren, in Europa eine neue Entspannungspolitik zu praktizieren und zum Wohle aller Menschen über die Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten“ Schramm weiter.

Den Aufruf zum diesjährigen Ostermarsch unter dem Motto „Atomwaffen verbieten – Klima schützen statt aufrüsten – Nein zur EU-Armee!“ haben über 500 Einzelpersonen und über 50 Initiativen und Organisationen, darunter der ver.di Landesverband NRW, die Deutsche Friedensgesellschaft (DFG-VK) NRW, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) NRW sowie die Naturfreunde NRW, unterzeichnet. Auch die Regionsgeschäftsführerin Niederrhein des DGB zählt zu den Unterstützer*innen. Die Organisator*innen verzeichnen eine Zunahme der gesellschaftlichen Breite der Unterstützung.

Zentrale Anliegen des Ostermarsches Rhein/Ruhr sind der Protest gegen Aufrüstung und Konfrontationspolitik, wie sie aktuell in dem inzwischen abgesagten NATO-Manöver Defender 2020 zum Ausdruck kommt. Auch die Auseinandersetzung mit dem Anteil des Militärs am Klimawandel ist neues Anliegen der Friedensaktivisten. Der Klimawandel sei neben der atomaren Rüstung die zweite große Menschheitsbedrohung. Bei der Atomrüstung drohe ein neues Wettrüsten durch die Aufkündigung verschiedener Abkommen durch die USA. Auch die Militarisierung der EU in Form einer eigenen EU-Armee wird von den Aktivsten zurückgewiesen.

Aktuelle Infos unter: www.ostermarsch- ruhr.de      







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