Zum Beginn der zweiten Sammelphase der Berliner Initiative »Deutsche Wohnen & Co. enteignen!«: Bundesweite Unterstützungskampagne startet

22.02.21
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Von Bundesweite Unterstützungskampagne für »Deutsche Wohnen & Co. enteignen!

Am Freitag, 26. Februar beginnt in Berlin die zweite Sammelphase des Volksbegehrens »Deutsche Wohnen & Co. enteignen!«, das Immobilienkonzerne mit Beständen über 3.000 Wohneinheiten in Berlin vergesellschaften und in Gemeingut überführen möchte. Zeitgleich startet eine bundesweite Unterstützungskampagne für »Deutsche Wohnen & Co. enteignen!«, die von Mieter*inneninitiativen und stadtpolitisch Aktiven aus ganz Deutschland getragen wird.

Felix Wiegand von »Stadt für Alle« und der Interventionistischen Linken aus Frankfurt erklärt hierzu: »Privatisierung und Spekulation im Wohnungswesen führen nicht nur in Berlin seit Jahren zu explodierenden Mieten und immer neuen Luxusquartieren. Überall haben Mieter*innen Angst davor, verdrängt zu werden. Deswegen wollen wir die Enteignung großer Immobilienkonzerne und die Vergesellschaftung von Wohnraum in der ganzen Bundesrepublik auf die Agenda setzen. Es ist Zeit, dass die Angst die Seiten wechselt – und endlich nicht mehr die Mieter*innen, sondern die Investor*innen und Immobilienkonzerne aus unseren Städten verdrängt werden!«

Gerade große private, börsennotierte Wohnungsunternehmen wie Vonovia (bundesweit über 350.000 Wohnungen) und Deutsche Wohnen (über 170.000 Wohnungen) sowie intransparente Fondsgesellschaften und Immobilieninvestoren treiben die Ausbeutung und Verdrängung der Mieter*innen voran.

Carla Büttner, Bundessprecherin der linksjugend ['solid] aus Leipzig: »Für diese Finanzkonzerne ist der private Wohnungsmarkt nichts weiter als ein Anlageobjekt. Während viele Mieter*innen in der Coronakrise nicht mehr wissen, wie sie ihre Miete bezahlen sollen, fließen die Profite für diese Unternehmen ungehindert weiter. Damit muss Schluss sein! Die Berliner Mieter*innen haben mit dem Volksbegehren die Gelegenheit, sich Deutsche Wohnen, Vonovia und Co. vom Hals zu schaffen und dem Mietenwahnsinn ein Ende zu setzen. Diese Chance braucht es dringend auch in anderen Städten."

Als Zeichen der Unterstützung für »Deutsche Wohnen & Co. enteignen!« werden Mieter*innen und stadtpolitisch Aktive aus ganz Deutschland am Freitag unter den Hashtags #Enteignen und #Vergesellschaften Fotos und Videos aus ihren Städten posten und zeigen, warum auch sie für Enteignungen sind. Zudem werden in den nächsten Monaten bundesweit eine Vielzahl von Aktionen und (Online-)Veranstaltungen zum Thema stattfinden. Darüberhinaus ist für Ende Mai in Berlin ein Enteignungs-Camp geplant, bei dem – in Corona-gemäßer Form – Aktive aus ganz Deutschland die Initiative »Deutsche Wohnen & Co. enteignen!« beim Unterschriftensammeln unterstützen werden.

 







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