“Der Turm” oder wie man mit Teilwahrheiten lügen kann

06.10.12
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von Hartmut Barth-Engelbart

HaBEs Offener Brief an Liefers und Sodann

Nachtgedanken-Splitter unterm Turm

(es fehlen noch etwas Rechtschreibung, die LInks zur “Luftbrücke”, zum Schuldbekenn- tnis 1&2. “Ein bisschen kam die Wende durch meine Kinderhände..” und weitere Fotocollagen und -montagen zum Großdeutschen-Anschluss bei dem das Wartheland, das Baltikum, das Sudetenland Böhmen und Mähren sowie Österreich bisher noch fehlen – aber der zweite Versuch zur Neuordnung Europas macht doch schon erfreuliche Fortschritte

Nachtgedanken-Splitter unterm Turm am Weißen Hirsch mit Blick aufs blaue Wunder exklusiver Westantenne für Allzweckwaffe von Ardenne.

Seit 1968 bis 1989 hatte ich DDR-Einreiseverbot. Beginn dieses auch für die restlichen RGW-Staaten geltende Verbot, war mein Ausschluss von der Teilnahme an den Welt- jugendfestspielen in Sofia.
Mein Vergehen: ich hatte als "ausgewiesener Antikommunist" in Frankfurt als Mitglied des Bundesvorstandes der Unanbhängigen sozialistischen SchülerINNEN (AUSS) zusammen mit dem SDS eine Demonstration gegen den Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in die CSSR organisiert.   

Ab 1948 war ich regelmäßig jährlich zum Durchfuttern einige Monate bei "Ersatz-muttern" und "Bratennonkel" in der SBZ und ab Ende 1949 in der DDR. Als 8. Kind einer evangelisch/evangelikalen verpreussten Beamtenfamilie mit verwandtschaftlichen Beziehungen ins Führerhauptquartier (die ich erst vor 6 Jahren recherchieren konnte). Onkel war Heimkehrer aus Nordafrika, schwor auf Rommel und den Tiger.

Durchgefüttert hat mich seine mittel-großbäuerliche Familie in der Nähe der Bachstadt Köthen, mit Portait des Alten Fritz im Hausflur, bekennende Protestanten. Hier habe ich im Kindergarten, in der dörflichen Volksschule für den freien Westen geworben, Adenauer hochleben lassen, wenn Piek und Grothewohl angesagt waren, aus den noch nicht kollektivierten Kartoffelfeldern die Käfer abgesammelt und sie auf den LPG-Feldern verteilt, Unkrautsamen gesammelt und ihn beim Drillen heimlich ins LPG-Korn gestreut - oft zusammen mit meinen Geschwistern LPG-Mais zertrampelt und nicht etwa wegen Hunger gemundraubt.

Und wir waren dabei recht sicher, dass die Russen keine Flugzeuge hatten, um uns zu überwachen...die Vopo erst recht nicht...

Natürlich wussten wir von Onkel und Tanten, dass große Teile der Ernte in die UdSSR gebracht wurden...

Die zu Kleinbauern gemachten Kriegsheimkehrer und Landarbeiter ("Junkerland in Bauernhand") konnten von den kleinen Parzellen so auf Dauer nicht überleben.. sie waren die Ersten, die sich der LPG anschlossen, nur noch einen kleinen Acker hinterm Haus, Hühner und vielleicht noch einen kleinen Schweinestall als Selbstversorger behielten und den Bauerngarten

Natürlich war das im Arbeiter- und Bauern-Paradies kein Paradies...es war harte Arbeit...aber noch 1989 sagte mir mein Onkel auf die Frage, ob er jetzt Neueinrichter werden wolle, laut auflachend: "das Beste was ich machen konnte, war in die LPG zu gehen: regelmäßiger Urlaub, regelmäßiger Lohn, geregelte Arbeitszeiten, Gesundheits-versorgung, Kinderkrippe und Kindergarten...Bücherei, Theater, Musik,...Neueinrichter? Ich bin doch nicht hirnverbrannt, ich sehe doch was aus euren Bauern im Westen wird." ....  der Alte Fritz hing immer noch im Flur ...

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VON: HARTMUT BARTH-ENGELBART






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