SPD, was hat Dich bloß so ruiniert?

18.01.18
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Von Reinhold Schramm

Die SPD wirkt wie ein Hochstapler, der den Schwindel, der gerade aufgeflogen ist, mit dem nächsten vergessen machen muss.

»SPD nach den Sondierungen. Sie sind keine cleveren Händler. Die SPD wirkt wie ein Schiffchen, das in den Wellen mal hier, mal dorthin trebt. Der Parteiführung fällt täglich Neues ein, das in den Sondierungen fehlte. Die Jusos sind ziemlich unzufrieden.«

Vgl. Tageszeitung, taz.de.*

Kommentar

SPD, was hat Dich bloß so ruiniert?

»Linke Politik sollte nicht länger die Globalisierung verwalten, sondern wieder zum Anwalt der Arbeiter werden.« – Die rechtssozialdemokratischen »Linken legten ihre Überzeugung ad acta, dass Wirtschaft und politische Macht zugunsten der Machtlosen neu austariert werden können, und verfolgte eine defätistische Politik, nach der die marktorientierte Globalisierung „alternativlos“ sei.« – Vgl. IPG-Beitrag von Marcus Roberts

Die bürgerliche Linke hat nicht die Absicht die Ausbeutungsgesellschaft zu überwinden. Im Gegenteil. Sie setzt auf die Integration der Lohnarbeiter in den Kapitalismus. Kapitalismus unter den ideologischen Decknamen „Soziale Marktwirtschaft“. Integration in den Kapitalismus getarnt als „Sozialpartnerschaft“. Sie dient sich der Bourgeoisie an, als deren Sozialarbeiter und „Sozialpartner“, für die Integration der Arbeiterklasse in die bürgerliche Gesellschaftsformation. Bei näherer Betrachtung diente »die Blüte des „Dritten Wegs“ und der „Neuen Mitte“« der Schaffung der bürgerlich-ideologischen Illusion und psychologischen Integration der Lohnarbeiter in das gesellschaftspolitische Macht und Herrschaftssystem der Kapitalisten. Insbesondere in das geopolitische System der imperialistischen Wirtschaftsinteressen, deren „Globalisierung“, des nationalen Finanz- und Monopolkapitals, der Profitinteressen der Finanz- und Monopolbourgeoisie. In Deutschland wurden vor allem von der bürgerlichen Rechten (den Konservativen) und der bürgerlichen Linken (der rechten Sozialdemokratie und den Bündnisgrünen), bei deren Einwirkung auf die nationale -differenzierte- Arbeiterklasse, die ökonomischen und geopolitischen Wirtschafts- und Verwertungsinteressen der DAX-Konzerne erfolgreich bedient.

Merke: Die Linke darf sich niemals als Sozialarbeiter und Integrationsarbeiter, im Kapital- und Verwertungsinteresse der Bourgeoisie, betätigen! Damit steht sie im politischen Gegensatz zur bürgerlichen Sozialdemokratie.

Trotz alledem!

Nachtrag: Mit Ebert und Noske, Brandt und Schröder, mit Alkoholismus und Bibel im Kopf, da kann man keine sozial- und gesellschaftspolitischen Probleme lösen. Auch nicht im Kapitalismus des 21. Jahrhundert!  - ungeschminkt.

 

* Vgl. Tageszeitung, taz.de am 17.01.2018: SPD nach den Sondierungen. Sie sind keine cleveren Händler. Kommentar von Stefan Reinecke.  –

»Die Schulz-SPD wirkt nicht wie ein cleverer Händler, sondern wie der Hochstapler, der den Schwindel, der gerade aufgeflogen ist, mit dem nächsten vergessen machen muss.«

www.taz.de/!5474688/#bb_message_3579344

 

18.01.2018, Reinhold Schramm







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