CDU ist die Nachfolgepartei der Deutschen Zentrumspartei. Argumente zur Kommunismusdebatte


Bildmontage: HF

21.01.11
DebatteDebatte 

 

von Wolfgang Huste

Die engagierte Bundestagsrede von Ulrich Maurer, MdB., Mitglied in der Bundestagsfraktion DIE LINKE., hat mir sehr gut gefallen. Hier noch drei Zusatzargumente von meiner Seite für zukünftige “Alltagsgespräche”:

1. Die CDU ist die Nachfolgepartei des katholischen “Deutschen Zentrums”. Während des Ersten Weltkrieges hat das Zentrum die Außen- und Kriegspolitik Wilhelms II. und der Oberen Heeresleitung mit unterstützt. Der Novemberrevolution von 1918 stand die Zentrumspartei insgesamt betrachtet ablehnend gegenüber. Das Zentrum hat dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt und damit mitgeholfen, Hitler an die Macht zu bringen.

2. Das Ahlener Programm der CDU wies klare, antikapitalistische Elemente auf, ebenso kommunistische. Davon will die heutige CDU nichts mehr wissen!

3. In den damaligen Nazi – KZs wurden nicht “nur” Juden ermordet- sondern “auch” Sozialdemokraten, Sozialisten und Kommunisten! 1956 wurde die KPD verboten (im Jahr der Bundeswehrgründung). Damals mussten viele Funktionäre wieder ins “Zuchthaus” (teilweise für mehrere Jahre!), wie es damals noch hieß, nur wegen ihrer politischen Gesinnung.
Viele von ihnen waren aktive Widerstandskämpfer gegen das Naziregime. Hier wurden Opfer zu Tätern gemacht. Eine pure Pervertierung, als die damaligen Verfassungsschützer und Richter, unter denen auch ehemalige NSDAP – Mitglieder waren, wieder (Un-)”Recht” gegen Kommunisten sprachen (der Gründer des Nachkriegsgeheimdienstes, von Gehlen, war bekanntlich vormals ein NSDAP – Mitglied). Bis heute hat sich die CDU nicht deutlichst und öffentlich von diesen ehemaligen NSDAP – Mitgliedern wie Kiesinger (der es sogar bis zum Bundeskanzler brachte), Globke und Filbinger distanziert!

Anmerkung:
Das Zentrum existiert heute noch als kleine Splitterparei ohne großen Einfluß. Die CDU sieht sich aber als "legitime" Nachfolgepartei des Zentrums an. Diese Splitterpartei (das Zentrum, nach dem Krieg neu gegründet) wird von den meisten CDUlern nicht als "legitime" Nachfolgepartei des damaligen Zentrums anerkannt.




Wolfgang Huste




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