Geistiger Fortschritt nur noch unten möglich. Die da oben “haben fertig”.

06.12.20
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Von Franz Witsch.

Corona und kein Ende? In der Tat wird uns die Krise sehr wahrscheinlich noch Monate, über den Jahreswechsel hinaus, vor dem Hintergrund beschäftigen, dass in der veröffentlichten Meinung ein kritischer transparent-konstruktiver Diskurs um das Virus Sars-CoV-2 und über die Verhältnismäßigkeit der getroffenen Maßnahmen gegen Covid-19 sich nicht einstellen will. Kritik ist unerwünscht; sie wird mit allen lauteren wie unlauteren Mitteln abgewürgt, um Maßnahmen als ganz und gar alternativlos hinzustellen. Telepolis-Autor Harald Neuber kommt in einem Beitrag denn auch zu dem Ergebnis, dass die “hier angerissenen Probleme” nicht an sich “beunruhigend sind”. Bedenklich sei

“vor allem die ausbleibende Debatte und das fehlende Problembewusstsein bei etablierten Medien, für die ein Interview des Phoenix-Journalisten Alfred Schier mit dem Präsidenten des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, bezeichnend ist. Nach knapp 30 Minuten Fragen und Antworten ließ ein sichtlich selbstzufriedener Schier seinen Gesprächspartner das Interview (…) allen Ernstes und ohne weitere Nachfrage so beenden: ‚Also, wir gehen alle davon aus, dass im nächsten Jahr Impfstoffe zugelassen werden. Wir wissen nicht genau wie die wirken, wie gut die wirken, was die bewirken, aber ich bin sehr optimistisch, dass es Impfstoffe gibt, ja‘ (vgl. Tp02).”

Extrem peinlich, wenn Wieler das tatsächlich so gesagt haben sollte, was mich nicht überraschen würde. Mittlerweile sagt er das zur besten Sendezeit in die Kamera hinein. Ich bin immer mehr überzeugt: es gibt sie – die schichtübergreifende Verblödung. Wir müssen uns an Typen wie Wieler, Chef einer wichtigen Institution, ganz offensichtlich immer mehr gewöhnen.

Zurück zur Sache: Tatsächlich können die Maßnahmen gegen Covid-19 alternativlos nicht sein: Zum einen weil, wie Wieler selbst einräumt, sogenannte mRNA- oder DNA-Impfungen möglicherweise die Corona-Pandemie nicht werden eindämmen können. Muss es dann weitere Einschränkungen geben? Zum anderen werden Einschränkungen sich auf Dauer, in das Jahr 2021 hinein, nicht durchsetzen lassen; es sei denn mit polizeilichen Mitteln, gar mit Gewalt, vor allem aber einer Impf-Nötigung, die vom Staat zwar nicht unmittelbar ausgeht, freilich nicht weniger wirksam von privaten Unternehmen wie der Lufthansa AG (vgl. Tp01, Tp03). Es könnte sein, dass sehr viele Menschen sich genau das nicht gefallen lassen: sich impfen lassen zu müssen, damit ihr (kulturelles) Leben nicht ganz und gar zum Stillstand kommt.

Sind nun alle Menschen Egoisten, Gemeinschaftsverweigerer, Verschwörungstheoretiker und was alles noch, wie die öffentlichen Medien zum Teil mit billigster Satire (wie von Oliver Welke in seiner “heute-Show” transportiert) verbreiten, wenn sie sich so eine Behandlung von oben herab nicht gefallen lassen und deshalb auf die Straße gehen und dabei dummes Zeug in die Kamera brüllen? Dem möchte ich widersprechen. Auch wenn sich trefflich darüber streiten lässt, mit welchen Methoden Menschen oder Demonstranten sich auf den Straßen bewegen. Dass sie sich wehren können müssen, wie immer ihre Methoden und Aussagen (“Ich fühle mich wie Sophie Scholl”) zu bewerten sind, ist unbestritten. Und billig ist es, sie zu verhöhnen.

Freilich schließt eine wohlwollende Beurteilung des Widerstands massive Kritik gegen Demonstranten / Querdenker nicht aus. Davon abgesehen steht aber auch fest, dass es unverdächtige und auch seriöse Stimmen gibt, die die Nase gestrichen voll haben; so der mittelständige Unternehmer Michael Fäßler, “Eigentümer des traditionellen 5-Sterne-Resorts Sonnenalp Ofterschwang” (vgl. FaeMi). Nach 40 Jahren CSU-Zugehörigkeit hat er sich aus der Partei verabschiedet, weil er seinen Ministerpräsident Markus Söder nicht mehr erträgt, dessen Politik er nur noch als wahnsinnig bezeichnen könne.

Wie möglicherweise fragwürdige Methoden bei Demonstrationen, die es tatsächlich und überwiegend gar nicht so oft gibt, haben wir es hier mit einer hoch emotionalen Kritik eines Privatbürgers, eben des Unternehmers Fäßler, zu tun, die wir ertragen können müssen, unabhängig davon, wie wir zu den Maßnahmen gegen Covid-19 stehen. Ja, wir müssen Kritik selbst dann ertragen, wenn sie sich im Ton vergreift oder doch sehr selektiv – an bestimmten Tatsachen vorbei – vorgetragen wird, im Stile von Behauptungen, die nicht belegt, zumindest nicht an Ort und Stelle, oder nicht einmal belegt werden können.

Hinzu kommt, anerkannte Experten – wie der Virologe Hendrik Streeck – mögen sich im Ton nicht vergreifen, argumentieren indes nicht weniger selektiv oder machen, wie Streeck, mit bloßen Pi-mal-Daum-Behauptungen von sich reden, z.B. mit der Behauptung, das Virus Sars-Cov-2 sei viermal gefährlicher als ein Grippe-Virus. Das mag sein oder auch nicht. Mit solche Behauptungen werfen Teilnehmern einer intimen Diskussionsrunde auch schon mal um sich, ohne freilich, und das macht den Unterschied, missbräuchlich das Licht der Öffentlichkeit zu suchen.

Ein zweiter Unterschied besteht darin, dass Teilnehmer in intimen Runden auf bloße Behauptungen unmittelbar reagieren können, um diese als unseriös zu kritisieren. Es ist ein Unterschied, den ich, der ich nun wahrlich nicht als bedeutender Teilnehmer der veröffentlichen Meinung gelte, bei der Abfassung von Texten berücksichtige; bevor ich sie zur Veröffentlichung im Internet freigebe, wiege ich jeden Satz, jedes Wort, jedes Satzzeichen sorgfältig im Hinblick auf “Substanz” ab.

Nun ist aber eine mentale Disposition, an öffentliche Aussagen strengere Maßstäbe anzulegen als dies in privat-intimen Kreisen vorherrschend sein mag, wo es auch schon mal emotional höher hergeht, immer weniger üblich. Hinzu kommt, dass Streeck öffentlichkeitswirksam mit Auslassungen arbeitet, etwa wenn er einen wesentlichen Kritikpunkt der Kritiker einer mRNA-Impfung unterschlägt, während er, um Kritiker generell ins Unrecht zu setzen, einen weniger wesentlichen Kritikpunkt, der sich eher von selbst erledigt, in den Vordergrund rückt; so wenn er die in der Tat wahrscheinlich nicht richtige Behauptung angreift, eine mRNA-Impfung sei “höchst gefährlich, weil sie die menschliche DNA angreift. Das sei eindeutig falsch, so Streeck:

“Eine Impfung greift nicht in das humane Genom ein, also in die DNA. Auch die RNA-Impfstoffe funktionieren so, dass davon Proteine generiert werden. Wir haben selber nicht die Enzyme in unserem Körper, das von der RNA wieder DNA wird. Das können nur bestimmte Retroviren. Daher kann eine Impfung nicht in die DNA eingreifen” (vgl. StrHe).

Die eben von Fäßler geäußerte recht emotionale, für mich gleichwohl legitime Kritik, wird indes flankiert von nicht weniger renommierten Kritikern wie den Ex-Pfizer-Präsidenten Dr. Michael Yeadon, der in einem Interview sich bemüht zu begründen, warum es “keine 2. Welle” gibt. Der PCR-Test weise eine Infektion von Sars-CoV-2 nicht nach. Es werde eine genetische Virus-Sequenz nachgewiesen, die darüber, ob eine Infektion vorliegt, keine Aussagen machen kann (vgl. YeaMi, Interview ab der 10. Minute). Es lohnt vielleicht, das ganze Interview zu verfolgen. Nicht um sich Vorsichtsmaßnahmen zu verweigern, sondern einfach weil Meinungen, die von der veröffentlichten Meinung abweichen, eine öffentliche Debatte erst interessant und von Substanz geprägt machen. Streeck und Drosten brauchen Wind von vorn, damit sie und ganz allgemein wir ihre Behauptungen auf Substanz überprüfen können, auch wenn das für gewöhnlich abschließend nicht möglich sein mag.

Michael Yeadon geht aber einer weiteren Quelle zufolge, Streecks obige Aussagen zur mRNA-Impfung widersprechend, noch weiter: er lehnt “die Notwendigkeit einer Covid-19-Impfung kategorisch ab.” Es gebe

“absolut keinen Bedarf an Impfstoffen, um die Pandemie zum Erlöschen zu bringen. Ich habe noch nie einen solchen Unsinn gehört. Man impft keine Menschen, die kein Krankheitsrisiko haben. Man plant auch nicht, Millionen von gesunden Menschen mit einem Impfstoff zu impfen, der nicht zuvor gründlich am Menschen getestet wurde” (zitiert nach YeaMi-2).

Es könne gut sein, dass der Spuk zu einem Ende kommt, mutmaßt eine weitere Bürgerin, Eva Maria Griese. Erfreulicherweise erscheine der Silberstreif “ausnahmsweise mal im Mainstream.” Ja – sogar das ZDF habe “ab und zu eine Sternstunde.” Und dann könnte sich die Notwendigkeit erledigen,60 Prozent der Bevölkerung impfen zu lassen, um eine sogenannte Herdenimmunität aufzubauen, die, wenn sie denn überhaupt gelingt, sich möglicherweise ohne Impfung nachgewiesenermaßen zuverlässig aufbauen würde, und zwar ohne einen möglichen Schaden, der mit einer Impfung verbunden sein könnte.

Davon ist ein weiterer Experte, Dr. Sucharit Bhakdi (alle nur Verschwörungstheoretiker?), überzeugt. Auf die Frage, warum “Impfungen bei Viren nicht funktionieren”, sagt er: sie würden aus zweierlei Gründen nicht funktionieren – ich zitiere etwas ausführlicher:

“Nehmen wir den Gen-basierten Impfstoff von Astra Zeneca, von dem Merkel bereits vom Steuergeld 54 Millionen Dosen bestellt hat. Es ist ein verdammt gefährlicher Impfstoff. Wenn man impft, injiziert man das Gen des Virus in den Körper. Es soll die Zellen dazu anregen, ein Produkt zu generieren, Antikörper wie Händchen gegen das Virus zu produzieren. Dabei entstehen an der Zelle auch Abfallprodukte dieser Händchen, die den Abfallprodukten älterer Coronaviren ähnlich sehen. Dann muss man befürchten, dass bei jenen Menschen, die bereits Killer–Lymphozyten haben, die das Virus erkennen, dann deswegen diese gesunden Zellen angegriffen werden. Ich kann nicht beweisen, dass das passiert ist, aber ich weiß, dass viele dieser so Geimpften ernste Nebenwirkungen bekommen haben wie Schmerzen, Schwellungen, Fieber, Kopfschmerzen, oder Muskelschmerzen. Deshalb musste Astra Zeneca das Protokoll ändern, was nicht erlaubt ist. Die nächsten Impfprobanden bekamen dann hohe Dosen Paracetamol, um diese Effekte zu lindern.

Aber dann gab es die nächsten Probleme mit Entzündungen der Wirbelsäule. Keiner weiß warum, aber es könnte eine Autoimmun–Attacke der Lymphozyten auf die Nerven sein. Diese Versuche sind nicht geradlinig, es sind krumme Sachen. Eine andere Sache ist die: Sie haben Ihre Impfung bekommen, Sie produzieren Antikörper, aber Sie haben auch diese Killer–Lymphozyten aufgeweckt. Diese sind in großer Zahl und übermotiviert. Kommt dann das echte Virus und bezwingt die wenigen Antikörper, und man wird wirklich infiziert, hat man sehr viele Lymphozyten, die bei ihrer Arbeit übertreiben. Das nennt man eine von der Immunantwort abhängige Verbesserung, die in Autoaggression endet, eine Überdosis Immunantwort sozusagen. Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt.” (vgl. ConEvt).

Abgesehen davon bin ich der Letzte, der Vorsichtsmaßnahmen gegen Covid-19, auch von oben verordnete, verweigert. Das wäre unverantwortlich gegenüber Menschen, die anderer Meinung sind als z.B. Michael Yeadon oder Sucharit Bhakdi, und die möglicherweise durch eine Politik unausgesetzter Panik massiv angstneurotisch belastet sein könnten. Wer bin ich, Angstneurosen zu denunzieren? Noch dazu in einem herablassenden Ton mit unabsehbaren Folgen, jene von oben induzierte Angstneurose noch zu verstärken. So arbeitet kein Therapeut. Ein wenig Bescheidenheit, auf Angstneurosen, die in der Tat massiv um sich greifen, zu reagieren, täte uns allen – mit oder ohne Neurose – gut.

Das Beispiel “Streeck” illustriert indes, dass gelebte Toleranz und Bescheidenheit in privaten Auseinandersetzungen eher möglich sind als in den öffentlichen Diskursen; auch wenn in privaten Auseinandersetzungen die Emotionen auch schon mal unkontrolliert ins Kraut schießen. Es ist dies eine Toleranz oder Bescheidenheit, die deshalb vielleicht nicht ins Auge fällt, dennoch eine solche strukturell gesteuert: Menschen können in sozialen Strukturen, in denen sie unmittelbar miteinander verkehren, ebenso unmittelbar (kritisch) aufeinander reagieren; anders als in öffentlichen Auseinandersetzungen, zumal dort verschiedene Meinungen nicht gleichberechtigt aufeinander reagieren. Ich nenne das strukturelle Intoleranz oder Unbescheidenheit, die sich ein einem gelassenen und seriösen Ton versteckt.

Eine Mentalität der Unbescheidenheit treffen wir natürlich überall an; auch in intimen Diskussionskreisen; nicht weniger aus strukturellen Gründen. In öffentlichen Auseinandersetzungen gilt indes: wer nicht “spurt”, ist raus. Eine solche Einstellung ist auch bei Anti-Corona-Demonstranten oder in den sozialen Netzwerken verbreitet, dort aber viel offener, ohne die Möglichkeit, sich zu verstecken. Auch ich vergreife mich im Ton, für gewöhnlich aber begründet. Stichwort: “schichtübergreifende Verblödung”. So viel Leidenschaft darf auch in Texten sein, oder Debatten, Diskurse, Texte geraten allzu steril. Und Aufgeregtheiten sind legitim, wenn sie in den Texten reflexiv oder argumentativ ganz unvermeidlich gedämpft rüberkommen, letztlich um Andersdenkenden erkennbar Respekt zu erweisen. Dieser fehlt weitgehend in der veröffentlichten Meinung; so etwas schürt Ängste, Hass und Aggressionen in der Bevölkerung und in den sozialen Netzwerken, wiederum durchaus gewollt, vielleicht sogar inszeniert, um Andersdenkende dort und ganz generell ins Unrecht zu setzen.

Es gibt einen weiteren Grund, warum eine herablassende Unbescheidenheit im intim-privaten (E-Mail-) Verkehr nicht so ins Gewicht fällt; unbenommen davon, dass sie sich dort schnell in überschäumende Emotionen verwandeln können; in der Tat auch in intimen Auseinandersetzungen nicht leicht zu ertragen. Gefühle lassen sich nicht immer leicht steuern, wo Menschen unmittelbar miteinander verkehren. Das ändert aber nichts daran, dass wir Gefühle brauchen; sie das Salz in der Suppe von Auseinandersetzungen. Und sind natürlich nicht immer kontrollierbar. Wollte man sie deshalb, also Spannungen in der Auseinandersetzung sowie im Innenleben der Teilnehmer, vermeiden, verlieren Auseinandersetzungen an Lebendigkeit und werden als steril und belanglos erlebt; eben wie wir öffentliche Debatten im Fernsehen erleben. Dort regnet Tag für Tag sterile Propaganda auf uns herab, die sich im Moment schwerpunktmäßig auf die angebliche Notwendigkeit einer Durchimpfung der Bevölkerung bezieht, während kontroverse Debatten und Diskurse, in denen sich Teilnehmer auf Augenhöhe begegnen, Mangelware sind.

Ich möchte weitergehen und behaupten. Geistiger und sozialer Fortschritt, getrieben von Gefühlen, die wissenschaftliche Diskursen – mehr oder weniger versteckt – begleiten, in denen gleichwohl wesentliche Auffassungen auf Augenhöhe zur Sprache kommen, findet in der Öffentlichkeit und im Wissenschaftsbetrieb immer weniger statt, oder nur hinter vorgehaltener Hand: in nicht öffentlichkeitswirksamen intim-familiären Kreisen, wo Menschen unmittelbar miteinander verkehren.

Um es ganz deutlich zu sagen: Der überfamiliär-institutionalisierte Diskurs, dazu ich auch sozialtheoretische Diskurse zähle, stirbt den Hirntod (Macron über die NATO); die da oben “haben fertig”. Ein Problem, dass ich in den nächsten Texten (siehe http://film-und-politik.de/K14.pdf) unter dem Titel “Zur Psychoanalyse des alltäglichen Nahbereichs” erörtern möchte, die später hoffentlich in eine generelle Kritik der Psychoanalyse fließen sollen. Ich erörtere das Thema so wie sich ein todkranker Menschen sich tiefergehend mit seiner Krankheit auseinandersetzt, auseinandersetzen muss, ohne deshalb gleich Mediziner sein zu müssen.

Es gibt indes Professoren, die reagieren unangenehm herablassend auf analytische Bemühungen außerhalb universitärer Diskurse, namentlich auf meine Bemühungen, andere, durchaus mit glänzenden Referenzen und nicht nur Klaus-Jürgen Bruder, reagieren interessiert. Sie wissen vermutlich um die Schwächen eines universitär hervorgebrachten oder gesteuerten Wissens im Fahrwasser einer weitgehend gleichgeschalteten veröffentlichten Meinung.

Und sie haben wahrscheinlich recht: Fortschritt ist nur noch von ganz unten, in sozialen Strukturen, in denen Menschen unmittelbar miteinander verkehren, zu erwarten, auch wenn Menschen im unmittelbaren Verkehr miteinander nicht selten scheitern. Umso erfreulicher, wenn Menschen auch mal nicht scheitern, so wie ich – hoffentlich! – in meiner Familie oder im Austausch mit Klaus-Jürgen Bruder, emeritierter Professor für Psychologie und praktizierender Psychoanalytiker aus Berlin. Ihm habe ich über die letzten sieben Jahre hinweg sehr viel zu verdanken. Da spielt es keine Rolle, dass ich in wesentlichen Fragen, namentlich was die analytische Relevanz des Machtbegriffs oder der Machtanalyse betrifft, nicht übereinstimme mit ihm und dies auch deutlich zum Ausdruck bringe, ohne die Beziehung zu gefährden. Doch Vorsicht: Beziehungen sind in modernen Gesellschaften fragil; können jederzeit scheitern, wenn Konflikte und die sie begleitenden negativen Gefühle nicht hinreichend sozialverträglich kommuniziert werden, weil Menschen sich auch schon mal mental überfordert zeigen, das zu schaffen. Da schließe ich mich ausdrücklich ein.

Ich nenne so etwas “Glück”, solange Beziehungen “intakt” bleiben. Zum Beispiel meine Beziehung zu Klaus-Jürgen Bruder; auch weil meine Erfahrungen mit ihm mich voranbringen, operationalisierbar, weil ich sie in meine persönlichen Beziehungen, nicht zuletzt in die zu meiner Lebenspartnerin, einbringen kann, ich vermute im Sinne eines klassischen therapeutischen Effekts. Wie es diesbezüglich bei oder in Klaus-Jürgen Bruder aussieht, er therapeutische Effekte durch die Beziehung zu mir gewahrt, erschließt sich mir nicht im E-Mail-Verkehr mit ihm. Da hält er sich als praktizierender Psychoanalytiker bedeckt. Ich bin aber überzeugt, dass er Menschen gut tun könnte, und die Erörterung einer “Psychoanalyse des alltäglichen Nahbereichs” plausibel erscheinen lässt.

Wie eben angedeutet habe ich jenes “Glück” mit einigen Mitgliedern meiner ausgesprochen großen Familie erlebt, die etwas besser zu kennen als Klaus-Jürgen Bruder ich mir einbilde. Es hat mit ihnen ein E-Mail-Austausch gegeben, der sich, fast möchte man meinen, wie aus dem Nichts ergab, und in dem unterschiedliche Auffassungen – im Wesentlichen für und gegen Sars-CoV-2-Impfungen – aufeinanderstießen, ohne einen versöhnliche Töne vermissen zu lassen. Ich sage das ein weniger ungeschützt, weil herablassende Töne in der Auseinandersetzung deutlich zutage traten oder von einem Leser wie mich als herablassend interpretiert werden können.

Auch wenn ich den familiären E-Mail-Austausch an dieser Stelle nicht vollumfänglich dokumentieren möchte, so möchte ich doch wenigstens einige Teilnehmer namentlich zusammen mit ihren Beiträgen vorstellen. Da ist z.B. Wolfgang Detel, der mit meiner älteren Schwester in einer eheähnlichen Beziehung lebt, ganz früher mit ihr verheiratet war, ich ihn deshalb seit 55 Jahren kenne. Insbesondere in jüngeren Jahren habe ich sehr viel mit ihm erlebt; wenn auch nicht immer nur angenehm. Das Gute überwiegt allerdings, sodass man bis heute in gewisser Weise von einer gelebten familiären Abhängigkeit sprechen kann, die ich nicht missen möchte.

Was meine Beziehung zu Wolfgang Detel und andern Familienmitgliedern allerdings interessant auch für außenstehende Beobachter, die z.B. im Bürgerbriefverteiler gelistet sind, machen könnte, ist, dass ich vor nicht ganz zwanzig Jahren begonnen habe, mich mit Texten und Büchern von Wolfgang Detel auseinanderzusetzen: schwerpunktmäßig mit einem Text über Habermas, dazu mit zwei umfangreichen Werken, ein weniger wichtiges über Foucault, dazu mit seinem Hauptwerk “Geist und Verstehen” (GuV).

Mit diesem Werk gehört Wolfgang Detel neben Habermas zu den wichtigen deutschsprachigen Philosophen. Ich sage das, wenn auch vielleicht etwas ungeschützt übertreibend, vor dem Hintergrund, dass ich den beiden Autoren einiges verdanke vor dem Hintergrund, dass ich mich um sie in den Büchern zur “Politisierung des Bürgers” (DPB, DP2, DP3, DP4) intensiv und nicht wenig angestrengt bemüht habe; mit dem Ergebnis, dass philosophische Sichtweisen zwischen mir und ihnen inkommensurabel bis heute aufeinanderstoßen, auch wenn es hier und dort Schnittmengen eines politisch motivierten gemeinsamen Denkens geben mag, die ich allerdings aus philosophischer Sicht für weniger bedeutend halte.

Für bedeutender halte ich, dass Wolfgang Detel mir, obwohl er mich lange und gut kennt, bislang nicht zu erkennen gibt, möglicherweise politisch motiviert, dass er in der Lage ist, sich mit meiner recht ausführlichen Kritik an seinem Hauptwerk “Geist und Verstehen” (in DP4) auseinanderzusetzen. Seit Jahren nicht. Als gehöre so etwas Ungehöriges, eine Art von Majestätsherabsetzung, nicht in den Alltag einer Familie. Vor Jahren bedeutete mir das seine Frau, meine Schwester: Warum muss ich mich denn ausgerechnet an Wolfgang abarbeiten, es gebe doch so viele andere Philosophen? Es ist bemerkenswert, dass diese Frage nie von Wolfgang Detel kam. Gleichwohl kommen wir auf die Kritik an ihm in meinen Büchern nicht zu sprechen. Mit wenigen Ausnahmen: Auf einen meine zahlreichen Arbeitstexte (“Bemerkungen über den Mehrwert”), die in die Bände (DP2, DP3 und DP4) eingeflossen sind, reagierte er erfreut, weil sein Intimfeind Heidegger in diesem Text sehr schlecht wegkommt.

Ein oder zwei Arbeitstexte Texte später, als ich über den Film “Melancholia” (Lars von Trier) sprach (vgl. DP4, 102-110), reagierte Wolfgang Detel nicht mehr amüsiert, als stünden mit Urteile über seine Philosophie nicht zu. Diese, so der Text, stehe für ein triviales Weltbild ohne Bezug zur sozialen Praxis, mit der Tendenz, Konflikte in dieser sozialen Praxis zu trivialisieren und damit zu entproblematisieren (ausführlich vgl. DP4, S. 74-91). Auf den Punkt formuliert (aaO. S. 108f): Menschen, die methodisch oder gedanklich ohne Bezug zur sozialen Praxis verfahren, gibt es massenhaft. Heute nenne ich sie Philosophen des Elfenbeinturms – ohne Verbindung zum alltäglichen Nahbereich, eben weil sie diesen trivialisieren, für mich eine Form von Regression. Soll man solchen Philosophen deshalb das Philosophieren verbieten? Ich halte sie, namentlich Wolfgang Detel, nun mal für wichtig und bedeutend, weil aus ihren Werken und Aufsätzen sich herauslesen lässt, wie sie mental disponiert sind. Das stört auch schon mal gewaltig und gebiert entsprechende Reaktionen, die zuweilen hinter vorgehaltener Hand, im privaten Kreis oder unter vier Augen, der Öffentlichkeit nicht zugewandt, recht heftig ausfallen können.

Spurenelemente einer solchen (defizitären) mentalen Disposition können aus dem E-Mail-Austausch durchaus herausgelesen werden. Er hat eher harmlos begonnen, als ich Wolfgang Detel und seiner Frau (meine Schwester) einen Link per E-Mail zuschickte. Er verweist auf einen Text, in dem belgische Ärzte “in einem unglaublich, offenen Brief die WHO” beschuldigen, “die Covid-19-Pandemie durch eine gezielte ‚Infodemie‘ erzeugt zu haben” (vgl. PrTeam).

Das war der Auslöser eines kleinen Ur-Knalls. Jedenfalls antwortete Wolfgang Detel prompt – nicht nur an mich und seine Frau gerichtet, sondern zusätzlich an seine Tochter Claudia:

“Hallo Ihr Lieben, bitte seht Euch das neue Video von Rezo auf Youtube an, mit dem ich persönlich voll übereinstimme. Ich möchte noch hinzufügen

(1) Die Lockdown-Maßnahmen schützen das grundlegendste Menschenrecht - das Recht auf physische Unversehrtheit, ohne das kein anderes Menschenrecht wahrgenommen werden kann.

(2) Es scheint mir empirisch unbestreitbar zu sein, dass die Covid19-Pandemie nicht mit schweren Grippewellen vergleichbar ist. Überall in der Welt, wo nichts gegen die Covid19-Pandemie unternommen wird, verlaufen die Infektionskurven ungebrochen exponentiell, zum Beispiel in den USA und vielen südamerikanischen Ländern. Und das bedeutet unweigerlich, auf Dauer, steigende Sterberaten und Überlastungen des Gesundheitssystems.

(3) Die Corona-Querdenker, und auch Leute, die die bisherigen Maßnahmen für übertrieben halten, sagen nie, welche Maßnahmen sie selbst vorschlagen. Daher erwecken sie den Eindruck, dass sie jede staatliche Maßnahme ablehnen. Dazu siehe Punkt (2).

(4) Wie Rezo zeigt, führt das Verhalten der Corona-Querdenker UND aller Leute, die ihr Verständnis für diese Haltung ausdrücken, zu einer Entwicklung, die aggressive Horden im Stile der SA-Trupps der Nazis generiert.

(5) Was ich besonders wichtig an Rezos Video finde, ist sein Hinweis auf die absurde Aufgeblasenheit der Querdenker: der gesamte Staat ist Scheiße, der moderne Rechtstaat ist nichts wert, die Lügenpresse ist gleichgeschaltet. Beschäftigt Euch gefälligst mal mit der bisherigen Weltgeschichte, damit Ihr Euren Nonsens erkennt.

Ich muss sagen, ich verliere allmählich doch die Geduld – auch mit Euch, Claudia und Franz. Euer Wolfgang.”

Ich halte diese Reaktion für eine mittelschwere Katastrophe, vor allem was die Punkte (4) und (5) betrifft. Gleichwohl antwortete ich, um Dampf herauszunehmen, wie folgt:

“Es gibt, lieber Wolfgang, eine wichtige Tugend, die einen Wissenschaftler, vielleicht sogar Wissenschaft generell auszeichnet. Und das ist Geduld. Mit einer  Mentalität der Ungeduld neigt man zu einer herablassenden Haltung gegenüber Andersdenkenden. Sie entwertet Kritik, sie mag noch so berechtigt sein. Herzliche Grüße euch allen Franz.”

Daraufhin antwortete Wolfgang Detel weniger aufgeregt und bezog dabei weitere Adressaten aus unserer Familie ein:

“Lieber Franz, die gegenwärtige Situation und Diskussion hat einen Hintergrund, der für mich entscheidend ist und von Euch, so scheint mir, übersehen wird. Ich gehöre einer anderen Generation an. Ich bin in einem politischen Klima aufgewachsen, in dem viele Alt-Nazis noch die Fäden zogen und die Demokratie noch fragil war. Ich gehörte wie so viele andere schon als Schüler der anti-faschistischen Bewegung an. Nie wieder Faschismus und weg mit den Faschisten in politisch einflussreichen Positionen. Wie schnell es wieder losgehen kann, sehen wir ja in den USA, wo gerade 70 Millionen WählerInnen einen brutalen Faschisten, der nichts, aber auch gar nichts mit dem demokratischen Rechtsstaat am Hut hat, erneut gewählt haben. Rezo hat Szenen gezeigt, die mich durchaus an Faschismus erinnern und daher alarmieren. Für mich ist der demokratische Rechtsstaat, so unvollkommen er sein mag, das Bollwerk gegen Faschismus und das höchste Kulturgut überhaupt, höher als Kunst und Wissenschaft. Gegenüber dem massiven materiellen Elend und der politischen Willkürherrschaft seit der neolithischen Revolution vor 11000 Jahren leben wir in Westeuropa derzeit im materiellen und politischen Paradies. Lest dazu Steven Pinker: ‚Gewalt – eine neue Geschichte der Menschheit‘. Ich finde es schlimm und historisch absolut unberechtigt, so pauschal über den Rechtssaat herzuziehen, wie (…) es die selbsternannten Querdenker ununterbrochen tun. Grundsätzlich halte ich es im Übrigen für politisch verdächtig, gefährlich und naiv, wenn man Meinungen vertritt, welche von Faschisten hochgehalten werden. Und grauenhaft ist es aus meiner Sicht, wenn man in Demos Seite an Seite mit Faschisten marschiert, weil sie in eigener Sache Verbündete sein können. Ich sehe in dieser Hinsicht in der Einstellung, die bei Rezo deutlich wird, mehr als einen Hoffnungsschimmer. In diesem Kontext kommt mir das Predigen von Geduld und Abwarten merkwürdig vor. Viele Grüße Wolfgang”.

Daraufhin mein jüngerer Bruder Andreas Witsch: Hier noch ein Video zum Genießen ???? LOL. https://youtu.be/yr1YyrolRZY. “Einen augenzwinkernden Gruß an alle Leidensgefährten … und nicht den Humor verlieren. Andreas.”

In der Tat amüsant. Ich kann das sagen, weil ich, und Andreas wird es vermutlich nicht anders halten, auf blinde Wut nicht mit blinder Wut reagiere, sondern indem ich Menschen, unter anderem auch die im Video, als soziale Sachverhalte begreife, die einer eher kühlen Analyse zugänglich sind. Dabei treten zuweilen nicht besonders erfreuliche mentale Eigenschaften zutage, mit denen wir, wenn sie zumindest in Teilen auch auf uns selbst zutreffen, werden leben lernen müssen. Ich schreibe niemanden ab, selbst Frau Merkel nicht. Ich beziehe mich gern und gerade auch auf Menschen, die mir unmittelbar vertraut sind, die ich persönlich kenne, erlebt habe und tagtäglich erlebe. Bin aber weit entfernt, sie zu verurteilen oder nicht zu respektieren, halt die Geduld zu verlieren. Zur Versöhnung immer wieder aufgelegt, wenn Konflikte / Gefühle  aus dem Ruder laufen.

Und ich lehne es ab, Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen oder solche, die eine Impfung gegen das Virus Sars-CoV-2 für unverantwortlich halten, über einen Kamm zu scheren, wie dies in dem Video von Andreas zum Ausdruck kommt. Über den Kamm geschert werden seriöse Kritiker mundtot gemacht, bzw. in eine “rechte Ecke” geschoben. Ist das dem Augenschein nach nicht gut möglich, bekommen Kritiker, wie wir gleich sehen werden, halt auf andere Weise ihr Fett weg, noch ohne dass sie in der veröffentlichen Meinung hinreichend zur Kenntnis genommen werden (können). So etwas spaltet und fördert Gewalt. Exakt das könnte man für unverantwortlich halten. Um von der eigenen Verantwortung abzulenken, zeigt man Menschen, die in der Tat unappetitlich in die Kamera schreien und macht sich u.a. in der Heute-Show (von Oliver Welke) über sie lustig (Stichwort: Ich fühle mich wie Sophie Scholl). Ich finde Oliver Welke  nicht weniger unappetitlich und Gewalt hervorbringend, namentlich wenn er sich über Menschen lustig macht, die das Bedürfnis haben, ihre Meinung zu sagen, es öffentlich wirksam natürlich nicht schaffen, um es, in die Kamera schreiend, dennoch zu versuchen. Ich gebe zu, ich selbst reagiere amüsiert, finde es bei genauerer Betrachtung aber zum Kotzen.

Doch schauen wir, wie es mit dem E-Mail-Austausch weiterging, in den mehr und  mehr Familienmitglieder sich hineinziehen ließen. In einer kurzen E-Mail legte ich den Teilnehmern einen weiteren, den folgenden Link ans Herz:

“Ihr Lieben, hier ein Link über genetische Impfstoffe in einem Text von 3 Seiten, der allerdings Fachbegriffe enthält, die einem Laien wie mich nicht gerade geläufig sind, aber von (Langzeit-) Risiken spricht, die richtig sein könnten oder auch nicht; das sei ausdrücklich betont. Also bitte diese Mail nicht als Rat gegen oder für eine Impfung missverstehen. Titel und Link lauten: ‚Genetische Impfstoffe gegen Covid-19: Hoffnung oder Risiko?‘

Veröffentlichung: 01.07.2020. Schweiz Ärzteztg. 2020;101 (2728):862-864.

Von Clemens Arvay: https://saez.ch/article/doi/saez.2020.18982

Daraufhin bekam der viel gelesene Clemens Arvay von Wolfgang Detel sein Fett weg:

“Lieber Franz, Du solltest Deine Hinweise auf Links genauer prüfen. Der Autor hat einen BA in Ökologie und einen Master in Angewandten Pflanzenwissenschaften, ist kein ausgebildeter Virologie, Biologe oder Mediziner. Der Artikel ist aus wissenschaftlichen Beiträgen zusammengeschustert, auf eine für Laien undurchsichtige Weise. Der entscheidende Einwand – negative Langzeitwirkungen auf die Lunge – ist vom Risiko her statistisch nicht beziffert und somit wertlos (da es sehr viele zugelassene Medikamente gibt, die schwere Nebenwirkungen bei sehr geringem Risiko aufweisen). Der Artikel ist daher insgesamt wertlos, und Dein Hinweis auf diesen Artikel zeugt nicht gerade von Verantwortungsbewusstsein. Er weckt Zweifel an einem Impfstoff, aber dieser Zweifel ist im Artikel in keiner Weise begründet.

Noch ein allgemeiner Hinweis. Häufig hört man jetzt Bedenken gegenüber Impfstoffen, die unsere Gene verändern. Diese Bedenken werden allein durch den – nicht weiter qualifizierten – Umstand der externen oder künstlichen Genveränderung begründet. Das ist Unsinn, denn seit der Etablierung der wissenschaftlichen Epigenetik wissen wir, dass externe Einflüsse unterschiedlichster Art unsere Gene verändern. Viele Grüße Wolfgang.”

Ich reagierte wie folgt:

“Woher willst Du wissen, lieber Wolfgang, ob Zweifel begründet ist oder nicht? Weder Du noch ich sind Experten. Und selbst Virologen und andere Experten sind in der Regel nur Spezialisten auf ihrem Gebiet. Das führt allerdings zu Verunsicherungen (wem glauben?), die ich bei Dir als Laie nicht zu erkennen vermag. Es gibt andere Experten mit den unterschiedlichsten Referenzen, die sagen genau das, was der von Dir gescholtene Clemens Arvay sagt. Was aber so richtig ärgerlich stimmt: Die Impfstoffe gehen leider zu schnell in die Zulassung. Das könnte verantwortungslos sein. Um das für möglich zu halten, muss man kein Experte sein. Die Pharma-Industrie möchte einfach Impfungen auf Biegen und Brechen durchsetzen, politisch motiviert, mit Hilfe der Politik, noch bevor Impfungen sich als überflüssig herausstellen könnten. Seit zwanzig Jahren investiert die Pharmabranche Milliarden Euro in die Forschung und es fließt im Verhältnis dazu nur wenig Geld zurück. Also muss es diesmal klappen. Schreib doch einfach mal eine (vielleicht umfassendere) Kritik, auf die andere dann reagieren können, anstatt immer nur intim hinter vorgehaltener Hand zu argumentieren. Damit erst würdest Du richtig überzeugen. Sonst muss man annehmen, dass Du deiner Sache zu wenig sicher bist, jedenfalls weniger als Du es auf doch ziemlich apodiktische Weise vorgibst zu sein. Hans-Georg hat sich auch schon zu Corona offen geäußert. Warum nicht auch Du. Ich würde mich freuen. Hab einfach mal Mut. Herzliche Grüße an alle. Franz”

Ein Mitglied, das namentlich nicht genannt werden möchte, ergänzte das Folgende:

“Liebe Leute, ich kann wenigstens sagen, dass die Zulassungsstudien dieser Impfstoffe in einer Weise durchgeführt werden, dass die Patientensicherheit genauso sorgfältig untersucht wird wie sonst üblich. Man spart durch Überlappung von Abläufen aber erheblich Zeit. Daher geht es schneller. Das sollte man auch bei anderen Medikamenten machen.”

Daraufhin ich:

“Die 3. klinische Testphase, liebe/r NN, ist die wichtigste und aussagekräftigste Phase von allen. Sie dauert, um Aussagekraft zu haben, mindestens 4 Jahre. Darunter geht gar nichts, um Langzeitnebenwirkungen zu minimieren. Das gilt auch für neue RNA und DNA-Impfmethoden, die erstmals an Menschen ausprobiert werden. Natürlich hat die Pharma-Industrie ein Interesse, diese Phase zu verkürzen, sowie die drei klinischen Phasen ineinander zu verschieben, weil das Testen, insbesondere die 3. Phase, extrem teuer ist. Unbenommen unterstelle ich ihnen nicht, dass sie ihre Beobachtungen in dieser sehr verkürzten Zeitspanne weniger sorgfältig gestalten. Das liegt auch in der Verantwortung der Krankenhäuser/Kliniken, die mit diesen Tests beauftragt sind. Nicht in der unmittelbaren Verantwortung der Pharma- oder Biotech-Firmen. Die erteilen die Aufträge und bekommen zu gegebener Zeit Ergebnisse mitgeteilt. Dass das Testen so lange dauert, hat man vom Gesetzgeber nicht ohne Grund eingeführt. Um unverhältnismäßige Risiken weitgehend zu vermeiden. Das durch kürzere Testphasen in Frage zu stellen, könnte sich später, oft nach Jahren, als unverantwortlich herausstellen. Deshalb hat man die Pharma-Industrie aus der Haftung herausgenommen und auf den Staat, also uns Steuerzahler, übertragen. Ich formuliere bestimmte Aussagen im Konjunktiv, weil ich Laie bin. Und nicht recht haben muss. So halten es selbst Experten, wenn sie denn seriös sind. Herzliche Grüße Euer Franz. Und an Lisa herzlichen Dank für ihre Stellungnahme, die sie nur an mich geschickt hat.”

Der nächste Beitrag von Wolfgang Detels Tochter, Claudia, bezieht die Meta-Ebene – wie gehen wir miteinander um – ein; er zeigt, für mich anrührend, dass der Riss mitten durch eine Familie gehen und Leidensdruck bewirken kann:

“Hallo, ich finde es traurig, wie wir miteinander umgehen. Und leider gefällt mir das Format der Email für solche Debatten nicht. Nun muss ich mich doch kurz einschalten. Wenn der  Geduldsfaden reißt oder sich emotionale Überforderung breit macht, sollte man sich  heraus ziehen. Den Diskussionspartner und andere Überlegungen abzuwerten, ist respektlos. Die jetzige Situation triggert eigenen Abgründe und legt Begrenzungen offen. Das ist für jeden einzelnen schwierig. Und wirklich beweisen können wir halt alle nicht, ob Statistiken seriös erhoben wurden oder nicht. Das ist ein Problem, für uns alle. Es ist beklagenswert, dass an die Stelle der nötigen nüchternen Betrachtung der Lage und des Abwägens der Optionen Moralisieren und Tabuieren getreten ist. Das darf für mich nicht so bleiben. Das macht mich nämlich kaputt. Diskussionen sollten wieder ruhig und sachlich geführt werden mit mehr Verständnis fürs Gegenüber. Auch wichtig, um dem Rechtspopulismus  etwas entgegen zu setzten. Gute Nacht! Claudia.”

Abschließen, wenigstens vorläufig, möchte ich die Dokumentation des E-Mail-Austauschs mit einem Beitrag von Hans-Georg Witsch, meinem älteren Bruder und Facharzt für Innere Medizin, beenden. Er hat sich schon vorher mit einem Text zum Corona-Problem geäußert, den ich auf der Politik-Seite von “Film-und-Politik.de” veröffentlichen durfte. Er schreibt das Folgende:

“Ihr Lieben, ich habe eure Beiträge mit Interesse gelesen. Andreas letzte Äußerung habe ich als sehr vernünftig und ‚durch die Mitte‘ gedacht empfunden. Man sollte in der Tat immer eine ausgewogene Nutzen-Risiko-Abwägung vornehmen. Dazu passt auch die Bemerkung von Wolfgang Detel, dass bei den meisten Medikamenten die im Beipackzettel angeführten, z.T. horrenden Nebenwirkungen, glücklicherweise äußerst selten auftreten. Man nehme als Beispiel das sehr beliebte und massenhaft angewendete Aspirin (ASS), das niemand mehr einnähme, wenn er den Beipackzettel genau durchlesen und alle dort aufgeführten Komplikationsmöglichkeiten bei der nächsten Einnahme auf sich zukommen sehen würde. Ohne Risiko ist eine hilfreiche Wirkung auf dem Gebiet der Medizin, aber auch überhaupt im Leben, nicht zu erwarten. Auch Autofahren ist gefährlich und viele andere Dinge, die uns umgeben. Erst wenn wir gestorben sind, kann uns nichts mehr geschehen.

Und als Zweites: das Thema Genmanipulation ist ein hoch emotional besetztes Thema und hat in der Vergangenheit eher einem Streit der Ideologien geglichen und weniger einer wissenschaftlich geführten Auseinandersetzung. Inzwischen ist auf diesem Gebiet der Optimierung von Ernteerträgen ein neues Denken eingezogen. Es werden jetzt eher keine fremdem Gene in die Pflanzen eingefügt, was ggf. problematisch sein könnte, sondern Genabschnitte, die dem Ziel der Ernteoptimierung im Wege stehen, mit einer ‚Schere‘ entfernt. Dafür haben 2 Chemikerinnen in jüngster Zeit den Nobelpreis erhalten. Wir erleben also eine deutliche Beruhigung auf diesem Sektor. In diesem Sinne sollten wir auch den Punkt mRNA mit Ruhe betrachten. Das wäre mein Vorschlag. Und ein Drittes: die nächste Pandemie steht mit Sicherheit vor der Tür. Drosten hat angeblich von dem MERS-Virus als nächstem Kandidaten gesprochen. Mal sehen. Aber irgendetwas in diesem Sinne wird sicher geschehen.

Und schließlich, wenn wir an die wohl viel größere Bedrohung durch die multiresistenten Bakterien denken, die u.a. durch die unverantwortliche Landwirtschaft befördert wird, kann man nur einen Wege heute beschreiten: sorgfältig überdachte und ideologiefrei entwickelte Impfungen.

Und ein Letztes: der Klimawandel ist das bei weitem größte Problem, von einer Herausforderung möchte ich erst gar nicht sprechen. Bin ich doch nicht sicher, ob wir das noch hinbekommen. Die Generierung von erneuerbarer Energie und die Produktion von Elektrofahrzeugen samt Batterien haben möglicherweise eine ebenso große Erzeugung von CO² und furchtbarer Umweltschäden wie die Herstellung und der Betrieb von Dieselfahrzeugen. Also ich plädiere mit aller Bescheidenheit und begleitender Kritik, Impfungen zu forcieren und alte Ideologien über Bord zu werfen. Seid gegrüßt von Eurem Hans-Georg.”

Abschließend mögen die interessierten Leserinnen und Leser mir noch die folgenden Bemerkungen nachsehen: Wir bereden hier ein Thema, bei dem viele Menschen große Probleme haben, ihre Gefühle so zu kontrollieren, dass sie in der Lage sind, dem Andersdenkenden den Respekt zu erweisen, der ihm zukommen muss, um die Substanz einer Auseinandersetzung nicht zu gefährden.

Wolfgang Detels Tochter Claudia sieht in ihrem Beitrag die Sache der Auseinandersetzung gefährdet und spricht deshalb ganz richtig, für mich berührend, die Beziehungsebene an, die sich immer dann explizit stellen muss, wenn Teilnehmer auf der Sachebene nicht weiter kommen, das heißt auf Argumente eines Andersdenkenden angemessen nicht mehr eingehen können. So etwas passiert in den besten Familien: Am Ende kann es passieren, dass sich Familienmitglieder buchstäblich nicht mehr riechen können. Das ist, was meine Person betrifft, zu keinem Zeitpunkt in meiner Familie passiert. Das schließt indes massive Kritik am Andersdenkenden nicht aus, etwa eine solche, die mir Wolfgang Detel angedeihen lässt: ich wisse unser Paradies vor dem Hintergrund der Menschheitsgeschichte nicht angemessen zu schätzen, zumal nicht den Rechtsstaat als Bollwerk gegen den Faschismus. Nur dass der Staat sich als Bollwerk nicht hervortut, selbst wenn Politiker gegen AfDler und Neonazis wettern. Wettern allein bringt nichts, wenn man nicht gewahrt, dass der Faschismus sich aus den “normalen” sozialen und ökonomischen Strukturen heraus entwickelt. Man kann nicht gegen den Faschismus wettern und so tun, als fiele er vom Himmel. Darüber steht eine Menge in meinen Büchern, aber auch in frei zugänglichen Texten von mir (vgl. K14), die Wolfgang Detel bislang, anders als einige seiner Kollegen, so drängt sich mir der Eindruck auf, vielleicht nicht genau genug zur Kenntnis genommen hat. Dies ist eine generelle Kritik an ihm auf der Metaebene, die ich ihm gegenüber auch schon persönlich geäußert habe.

Ich sehe alles aber auch entspannt vor dem Hintergrund, dass in mir dieselben Mechanismen der Verdrängung wirken, wie ich sie bei anderen gewahre; nur dass ich sie nicht mehr verschweigen möchte, wie dies z.B. in einer therapeutischen Sitzung mit Recht geschieht, um Lernprozesse der Selbsterkenntnis beim Analysanden nicht zu blockieren – habe ich jedenfalls aus einem Gespräch herausgelesen, das Klaus-Jürgen Bruder mit Robert Cibis geführt hat (vgl. BCibis).

von Klaus-Jürgen Bruder  Ich sagte es schon weiter oben: Kritik, sie mag massiv sein, schließt Zuneigung nicht aus, wenn schöne Momente einer gemeinsamen Sozialisation in der Erinnerung präsent bleiben, ohne, ganz wichtig, negative Momente deshalb zu verdrängen. Viele Mitglieder meiner Familie sind vermutlich, ohne es so auszudrücken, mental so disponiert, dass sie konstruktiv aufeinander reagieren können. In der veröffentlichten Meinung ist davon nur wenig zu spüren. Geistige Entwicklung und soziales Lernen setzt aber eine konstruktive Geisteshaltung voraus und verhindert möglicherweise, dass sich die Menschen im Modus “Teilen und herrschen”, von oben nach unten durchgereicht den Schädel einschlagen. Sie sind dann immun gegen rechtsnationale oder faschistische Anwandlungen.

Eine solche mentale Disposition müssen wir allerdings jeden Tag aufs Neue ausbilden, und zwar möglichst bewusst, um nicht, ohne es zu merken, in alte denk- und Verhaltensmuster zurückzufallen, die einen nachhaltigen Respekt vor Andersdenkenden nicht zulassen. Ich hoffe, dass mir das nicht mehr passiert. Und es passiert in dem Maße weniger, je mehr im unmittelbaren Austausch und Verkehr Menschen motiviert bleiben, sich zu Wort zu melden, emotional gedämpft allein dadurch, dass sie sich ausdrücken oder wie auch immer äußern. Eine wesentliche Voraussetzung zur Entwicklung einer sozialverträglichen Geisteshaltung.

Fragt sich, auf welches Weise eine solche Entwicklung konkret – nicht nur in der Fantasie – zum Ausdruck kommen könnte? Ich will versuchen, es für mich selbst zu beantworten: Mich stört z.B. die herablassende Art, die Wolfgang mir oder Clemens Arvay angedeihen lässt, nicht nachhaltig, selbst wenn sie als respektlos empfunden werden kann und negative Gefühle erzeugt. Ich kenne Wolfgang Detel seit meiner Jugend so, allerdings auch im Guten. Dieses Gute mit ihm ist in mir ein Leben lang präsent geblieben. Das wiegt weniger schöne Erlebnisse bei Weitem auf, nicht zuletzt deshalb, weil ich weniger schöne Erlebnisse, selbst wenn ich sie noch heute mit ihm erleben würde, über Jahre zu kommunizieren gelernt habe, eigentlich seit meiner Jugend. Und heute noch ganz entscheidend mit meiner jetzigen Lebenspartnerin. Sodass es mir, so hoffe ich, heute leidlich gelingt, nicht zu regressieren, das heißt aber mit Respektlosigkeit zu leben, wenn man sie denn so nennen möchte. Ich selbst verwende das Wort ernsthaft nicht mehr.

Doch was ich mir, immer in einem sprachgestützten intersubjektiven Kontext, in den letzten 20 Jahren anerzogen habe und empfinde – nicht zuletzt weil ich schreibe (mich systematisch äußere) –, müssen andere noch lange nicht so empfinden oder sich bewusster angeeignet haben. Um das hinzubekommen, muss man allerdings zu (eigenen) Verletzungen stehen, sie offen kommunizieren können. Für mich war es extrem schwer, in eine solche Kommunikation hineinzuwachsen. Auch weil man dafür eine “intakte” – konfliktfähige – soziale Umgebung braucht.

Die da oben können das nicht besonders gut, vermutlich weil sie von da oben tief fallen können und sich deshalb für gewöhnlich antrainiert haben, Verletzungen (negative Gefühle) möglichst unauffällig zu verbergen: aufzulösen, z.B. in einer apodiktischen Ausdrucksweise, die den Widerspruch unmittelbar ins Unrecht setzt, im Keim erstickt, noch bevor er sich äußern kann. Als könne man Widerrede guten Gewissens auch mal ignorieren, wenn sie sich denn ungebührlich aufdrängt. Die das tun, haben es in gewisser Weise nötig, nötiger als ich (wer ist schon frei von verdrängender Rhetorik), vielleicht weil die da oben mehr zu verlieren haben als ich, der ich nie oben war.

 

Quellen:

BCibis: Narrative #26: Was machen die Linken in der Corona-Krise? Robert Cibis im Gespräch mit Prof. Dr. Klaus-Jürgen Bruder.
https://www.youtube.com/ovalmediainenglish/live oder
https://www.youtube.com/watch?v=H44mIaDRdXw&ab_channel=OVALmediainEnglish

ConEvt: Die hysterische Pandemie – Phalanx von Politik & Medien trifft auf den Widerstand seriöser Experten – hat der Spuk bald ein Ende?
Connectiv.events vom 27.11.2020. Von Eva Maria Griese
https://connectiv.events/die-hysterische-pandemie-phalanx-von-politik-medien-trifft-auf-den-widerstand-serioeser-experten-hat-der-spuk-bald-ein-ende/

DPB: Franz Witsch. Die Politisierung des Bürgers, 1. Teil: Zum Begriff der Teilhabe. Norderstedt 2015 (1. Auflage 2009).

DP2: Franz Witsch. Die Politisierung des Bürgers, 2. Teil: Mehrwert und Moral. Norderstedt 2017 (1. Auflage 2012).

DP3: Franz Witsch. Die Politisierung des Bürgers, 3. Teil: Vom Gefühl zur Moral. Norderstedt 2017 (1. Auflage 2013).

DP4: Franz Witsch. Die Politisierung des Bürgers, 4. Teil: Theorie der Gefühle. Norderstedt 2015 (1. Auflage 2013).

GuV: Wolfgang Detel, Geist und Verstehen, Frankf./M. 2011

FaeMi: Wegen Söders zerstörerischer Corona-Politik: Hotel-Chef Michael Fäßler schmeißt bei der CSU hin. Journalistenwatch.com vom 27.11.2020
https://www.journalistenwatch.com/2020/11/27/wegen-soeders-corona/

K14: Mentalisieren: Anmerkungen zur Gestaltung des Innenlebens (in mehreren Teilen). http://film-und-politik.de/K14.pdf

PrTeam: Belgien: Ärzte beschuldigen in einem unglaublich offenen Brief die WHO, die Covid-19-Pandemie durch eine gezielte “Infodemie” erzeugt zu haben.
PresseTeam Austria vom 17.11.2020.
https://www.presseteam-austria.at/belgien-aerzte-beschuldigen-in-einem-unglaublich-offenen-brief-die-who-die-covid-19-pandemie-durch-eine-gezielte-infodemie-erzeugt-zu-haben/

StrHe: Coronavirus-Verschwörungstheorien: Top-Virologe Hendrik Streeck macht Kampfansage. Fuldaer Zeitung vom 11.11.2020
https://www.fuldaerzeitung.de/fulda/coronavirus-verschwoerungstheorien-streeck-hendrik-kampfansage-virologe-thesen-impfstoff-deutschland-heinsberg-90053780.html

Tp01: Keine Reisefreiheit für Impfgegner. Internationaler Flugverband IATA arbeitet an Einführung von digitalem Corona-Impfpass. Nur wer sich das Vakzin initiieren lässt, dürfte dann noch fliegen.
Telepolis vom 29.11.2020. Von Harald Neuber.
https://heise.de/-4973891

Tp02: Corona-Impfungen als größtes Humanexperiment der modernen Geschichte
Telepolis vom 01.12.2020. Von Harald Neuber. https://heise.de/-4975719

Tp03: Corona: “Es wird keine Impfpflicht geben”. Telepolis vom 02.12.2020.
Von Thomas Pany. https://heise.de/-4977694

YeaMi: Pfizer Ex-Vizepräsident Dr. Michael Yeadon: Es gibt keine zweite Welle! https://www.bitchute.com/video/FfVvVPPm6uGd/

YeaMi-2: Ex-Pfizer-Chef: Impfstoff gegen Covid-19 wird nicht benötigt.
Unser Mitteleuropa vom 26. 11.2020
https://unser-mitteleuropa.com/ex-pfizer-chef-impfstoff-gegen-covid-19-wird-nicht-benoetigt/

Ergänzende Informationen in einer Petition (siehe v.a. ab Abschnitt VIII., S. 5f), eingereicht von Dr. Wolfgang Wodarg und Dr. Michael Yeadon:
https://2020news.de/wp-content/uploads/2020/12/Wodarg_Yeadon_EMA_Petition_Pfizer_Trial_FINAL_01DEC2020_DE_unsigned_with_Exhibits.pdf

In der Petition beantragen Wodarg und Yeadon den Stopp sämtlicher Corona-Impfstudien und rufen zum Mitzeichnen der Petition auf:
https://2020news.de/dr-wodarg-und-dr-yeadon-beantragen-den-stopp-saemtlicher-corona-impfstudien-und-rufen-zum-mitzeichnen-der-petition-auf/

 







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