Die Fehler linker Kleinstgruppen müssen uns Warnung sein!

04.02.09
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Rede vor dem Landesrat DIE LINKE. NRW

Von UweK. Dresner 

Liebe Genossinnen und Genossen,
politische Arbeit ist immer eine Frage des Menschenbildes. Die sich über jahrtausende entwickelten gesellschaftlichen Strukturen sind von Menschen gemacht und haben gleichzeitig das denken der Menschen geprägt. Sie sind Produkt der Gesellschaft und gleichzeitig gestaltendes Subjekt in der Gesellschaft. Der Mensch, als denkendes und fühlendes Wesen bewegt sich immer in einen dialektischen Widerspruch, er wird in die bestehende Strukturen eingeboren und lernt sie so oder so für sich zu nutzen.
Ausgehend von diesem Menschenbild ist es falsch sich in seiner politischen Arbeit einseitig auf Personen zu konzentrieren. Dies heißt den Menschen als historisches Subjekt in seiner dialektischen Einheit zu missachten. Wir müssen die Widersprüche innerhalb der bestehenden Strukturen nutzen, um sie grundlegend zu demokratisieren.
Wir müssen akzeptieren, das wir Teil des kapitalistischen Systems sind und von ihm geprägt sind, ob uns das gefällt oder nicht, wir sind hier aufgewachsen, unser Fühlen und Denken sind von bürgerlichen Agenturen: Familie, Kindergarten, Schule und Beruf geprägt.
Wenn wir vorhandene Strukturen einfach beiseite schieben wollen, so kann uns das nicht gelingen, wir würden uns isolieren, Es würden die Fehler der 68er wiederholt. Die Fehler der linken Kleinstgruppen mit ihren 0,3 Prozent (Wahlergebnisse) muss uns eine Warnung sein. Hier gilt es für die westliche Linke ihre Geschichte aufzuarbeiten!
Liebe Freunde,
wir müssen die Widersprüche des Parlaments genauso nutzen wie die des Betriebes und der Straße. Nur wenn wir einen echten politischen Gebrauchswert produzieren, wird unser Angebot zum Mitmachen für die Menschen interessant. Sie müssen den Gebrauchswert unsere Arbeit fühlen. Dies geht aber nicht ohne realistische Forderungen, sie sind das Politikangebot, um erste politische Erfolge zu erleben und langfristig die bestehende Gesellschaft qualitativ zu demokratisieren.



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