Der Versuch uns lautlos zu machen ist gescheitert!


Bildmontage: HF

11.10.09
DebatteDebatte, Soziales, TopNews 

 

Von Belinda Aumann

Das Leben in der BRD 2009, ist für viele kein Leben mehr.
Die, die es sowieso nicht leicht hatten, sind nun einem ausweglosem Fall in den gesellschaftlichen Abgrund ausgeliefert.
Die, die ein normales Leben hatten, treiben ebenfalls haltlos in diese Richtung.
Jetzt hört sich das so an, als würde die gesamte Gesellschaft abstürzen. Natürlich ist dies nicht so. Es gibt sie noch die Menschen die trotzdem den ganzen Tag lachen, abends ihre gescheffelte Kohle zählen und dann beruhigt schlafen können. Aber die sollen hier keine weitere Beachtung bekommen, die Medien zollen ihnen diese ja sowieso ständig, oder noch besser

"Mitleid"- sie sind ja auch wirklich bedauernswert.
Nein hier geht es um die vielen Menschen die keine Lösung mehr sehen.
Es geht um die, die nicht wissen was ihre Kinder morgen essen sollen, weil es nichts gibt ohne Geld.
Es geht um die, die keine Zukunft  haben weil Bildung ein Luxusgut ist.
Es geht um die, die hier wohnen und permanent als "fremd" verachtet werden.
Es geht um die, die Angst vor Kriminalisierung haben wenn sie den Mund aufmachen.
Es geht um die, die ausgegrenzt werden einfach nur weil es Frauen sind.
Es geht um die, die nicht offen lieben und leben können wie sie möchten, weil es nicht der bürgerlichen "Norm" entspricht.

Wir alle erleben im Moment wahnsinniges in der BRD, Hartz IV, Arbeitsplatzklau, Studiengebühren, (vertuschten) Rassismus, Polizeigewalt & Repressionen, Sexismus und Homophobie.

Wir brauchen keine Volksvertreter die selbst dicke Bäuche haben und uns sagen was wir falsch machen. Die Situation ist nicht unsere Schuld!
Wir brauchen keine Regierung die uns vorschreibt in welcher Geschwindigkeit wir was zu lernen haben und wie, damit wir nachher schön nützlich sind. Wir sind keine Ware!
Wir brauchen keine Öffentlichkeit die Fremdenhass beschönt oder gar beschert!
Wir brauchen keine Staatsgewalt, denn die größte Gefahr ist dieser Staat selbst!
Wir brauchen auch keine Frauenrechtlerinnen, die uns auch nur ein weiteres Etikett anheften!

Was wir brauchen ist Freiheit. Die haben wir nicht, wir sind in guter deutscher Manier eingezäunt. Lasst uns die Zäune abreißen! Die Gartenzwerge umwerfen!
Befreit euch selbst - es wird niemand kommen der es tut!

Schwarz-Gelb muss nicht unser Untergang sein. Wir wissen doch was kommen wird.
Die soziale Lage wird sich zu spitzen, das Gefälle wir größer. Aber wir müssen das nicht zu lassen. Wir sind viel mehr hier unten.
Der Druck auf politisch Aktive wird sich dramatisch erhöhen, die legalen Repressionsmöglichkeiten werden wohl auf Hollywoodniveau ausgebaut. Natürlich soll uns das davon abhalten, davon uns zu organisieren, davon die Herrschenden und ihre Struktur zu kritisieren. Aber wir müssen uns nicht abhalten lassen. Das klingt leicht, wahrscheinlich wird es das nicht. Aber denkt daran wie viele wir sind. Denkt an eure Freundinnen denen es genauso geht.
Ein Leben wie es jetzt ist möchte ich nicht mehr leben. Es ist zu eng und zu verlogen.
Es gibt so viele die das genauso sehen, aber ohnmächtig sind.
Aber wir dürfen nicht unsere Wünsche vergessen, und auch nicht die unserer Kinder.
All die Hürden die uns die Machthaber in den Weg legen. Wir können sie überwinden.
Jedes Mal wenn sie uns die Stimme nehmen zeigt uns das doch nur, dass wir nächstes Mal einfach lauter sein müssen und sie keine Chance mehr haben. Sie wissen das!

Der Kampf beginnt jetzt. Für ein gutes Leben für alle.



Leserbrief von Patrick Therre zu "Der Versuch uns lautlos zu machen ist gescheitert!" - 13-10-09 18:21




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