Über Kindersex und "faschistisches Unterbewußtsein"

06.01.13
DebatteDebatte, Sozialismusdebatte, TopNews 

 

von Günter Meisinger

Zum Artikel über Fourier von Bronsteyn


Auf den ersten Blick fand ich den Artikel genial. Dann jedoch stolperte ich über den inflationären Gebrauch des Begriffes Faschismus, wo jedem Linken, der nicht alle problematischen Formen der Sexualität gutheißt (wie Sex mit Kindern oder Sadomasochismus, wo ja Menschen körperlich verletzt werden dabei) gleich immer ein "faschistoides Unterbewußtsein" unterstellt wird (ein Freund von bronsteyns aus dessen Tagen der "Heimatzeitung Nemetien" bezeichnet ja auch Feministinnen als Faschistinnen.)

So lockerleicht mit diesem Begriff hantierend, könnte man ja auch den Sadomasos faschistische Verhaltensweisen unterstellen. Nicht zufällig war sexueller Sadismus ein Hauptelement gegen die Gefangenen in den KZ´s, bezeichnete Wilhelm Reich - durchaus ein Verfechter freier Sexualität - den Faschismus auch mal als "organisierte sexuelle Perversion". Es können also nicht alle Spielarten der Sexualität gut sein, gerade wenn es Fourier doch auch um die Liebe ging.

Und "Knabenliebe in der Antike" bestand nicht darin, einem Jungen mal das Pippi zu streicheln, sondern die wurden penetriert, und da wurde manch einem Knaben der Hintern kaputtgestoßen, der dann für den Rest seines Lebens mit grausamen körperlichen und seelischen Schmerzen rumlaufen konnte oder sich vielleicht das Leben nahm.
Sex UNTER Kindern ist eine Sache; mit Erwachsenen eine andere, wo das Kind immer dem überlegenen Erwachsenen ausgeliefert ist. Wenn ich das nicht gut finde, bin ich dann ein unterbewußter Faschist, Bronsteyn?


VON: GÜNTER MEISINGER


Charles Fourier und der Kommunismus - 04-01-13 21:03




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