Ungeschminkte Basis und Überbau

03.12.13
DebatteDebatte, Antifaschismus, Politik, News 

 

von Reinhold Schramm

Das Einknicken hat deutsche Tradition.

Die Mehrheit der Werktätigen in Ostdeutschland hat von der (freiwilligen) Übernahme durch den Kapitalismus (finanziell) profitiert. Auch deshalb gibt es heute keinen Widerstand in Ostdeutsch- land gegen die zunehmende soziale Deklassie- rung der unteren sozialen Schichten und Klass- en in der kapitalistischen und imperialistischen deutschen Gesellschaftsordnung.

Die große Mehrzahl der ostdeutschen Erwachsenenbevölkerung wurde von der westdeu- tschen Finanz- und Monopolbourgeoisie und deren gesellschaftspolitischen Administra- tion sozial-ökonomisch und finanziell korrumpiert und/bzw. mit differenzierten „Begrüß- ungsgeld“ und Versprechungen – auch (ideologisch) kleinbürgerlich und antikommu- nistisch erfolgreich – aufgekauft. -

So auch die Mehrheit der Angehörigen der ostdeutschen Arbeiterklasse und aller ande- ren werktätigen Schichten und deren realsozialistischen Intelligenz, wie aus allen staat- lichen Organen, die große Mehrheit der SED-Mitglieder, der FDJ und der demokratischen Blockparteien. Ausnahmen bestimmen nicht die Regel.

Bemerkenswert ist auch: über Nacht, vom 2.10.1990 zum 3. Oktober 1990, wechselten rund 43.000 meineidige Angehörige der NVA ihr Hemd bzw. die Uniform und die Fahne – und liefen ins imperialistische Lager über. So die Mehrzahl der über den (westdeutschen) Kapitalismus und Imperialismus aufgeklärten ostdeutschen Erwachsenenbevölkerung. Die vielbeschworene antiimperialistische Solidarität mit den vom Kapitalismus und Imperia- lismus unterdrückten, geplünderten (Bodenschätze und Rohstoffe) und ausgebeuteten Völkern der Welt wurde dabei über Bord geworfen. -

Ein Thema auch für die junge Generation heute. Der Antifaschismus und Antiimperia- lismus war die Sache einer bürgerlichen, religiösen, sozialdemokratischen und kommu- nistischen Minderheit in Deutschland (von 1933-1945). So auch (noch) in der Geschich- te der antifaschistischen Deutschen Demokratischen Republik (von 1949-1989/90).

Der antifaschistische Kampf gegen den Kruppschen, IG-Farben und Quandtschen Kapital-Faschismus
, von 1933-1945, war die Sache einer bürgerlich-demokrati- schen, religiösen, sozialdemokratischen und kommunistischen Minderheit in Deutschland!

Anmerkung: Das Gegenteil zu behaupten hieße, auch die werktätige Bevölkerung in ihrer Eigen-Verantwortung für unmündig zu erklären.

Merke: Die gesellschaftspolitische Aufklärung, die sozial-ökonomisch-ökologische (bürgerliche) Aufklärung, die sozial-ökonomische (sozialistische) Umwälzung und Aufhebung der bestehenden Eigentumsverhältnisse an den gesellschaftlichen Produktionsmitteln – in der (noch) heutigen Europäischen Union, die sozial-revolutionäre Emanzipation in Deutschland und Europa, bedarf keiner „Führer“. Die werktätigen Bevölkerungen Europas, einschließlich der noch heute bundesdeutschen-staatsmonopolistischen Region, machen die heutige und künftige Geschichte.

Vgl.: „Das Einknicken hat Tradition“ - Kommentare - taz.de, 30.11.2013
www.taz.de/Wagenknecht-ueber-die-Sozialdemokraten/!128434

Erinnerung
zum bestehenden kapital-faschistischen Zustand - Progrom von Rostock-Lichtenhagen: Die massivsten rassistisch motivierten Angriffe der deutschen Nachkriegsgeschichte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ausschreitungen_von_Rostock-Lichtenhagen


VON: REINHOLD SCHRAMM






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