CSU: Anstandsregeln bei unverhofften Zuwendungen

02.04.21
DebatteDebatte, Bayern, TopNews 

 

Satire von Deutscher Einheit(z)-Textdienst  

In dankbarer Erinnerung an die lukrativen und finanziellen Verdienste unserer großen Vorbilder, dem Ochsen-Sepp, dem Franz-Josef Strauß, dem Amigo-Streibl, der Modellauto-Haderthauer sowie dem Schüttel-Schorsch.

1. Innerparteiliche Solidarität: Innerhalb von Parteifreunden soll selbstverständlich alles dazu getan werden, bei gut laufenden Nebeneinkünften auch andere Parteifreunde zu informieren, damit diese ebenfalls begünstigt werden.

2. Strikte Begrenzung der Nebentätigkeiten: Von Haus aus ist für CSUMitglieder die Haupttätigkeit eine geschäftliche Beziehung durch das Parlament und die Nebentätigkeit das Herumsitzen im Parlament. Aber auch Letzteres muss gut bezahlt werden.

3. Absolutes Tätigkeitsverbot: Das CSU-Mitglied stellt vor Beginn einträglicher Beziehungen aus Gründen der Diskretion sicher, dass diese nicht in Deutschland stattfinden, sondern auf den Seychellen oder in Panama.

4. Offenlegung aller Nebeneinkünfte: Nur wenn ein CSU-Abgeordneter beim Schafkopf oder Doppelkopf gewinnt, hat er die Gewinne zuverlässig anzuzeigen.

5. Umfassende Anzeigepflicht: Wenn ein junger CSU-Abgeordneter seinem Großvater das Auto wäscht und er dafür fünf Euro bekommt, hat er diesen Betrag zuverlässig nach dem Gottesdienst der Kollekte zuzuführen.

6. Integritätserklärung: Keine Angst vor diesem Begriff. Das ist nichts anderes als ein Persilschein, der nach der Wahl einen Abgeordneten dazu legitimiert, geschäftlich tätig zu werden. – Ohne etwas im Parlament zu tun.

7. Intelligenzerklärung: Durchaus schwierig beizubringen von manchen CSU-Abgeordneten. Von der ausstellenden Behörde mit einem kleinen Geldumschlag dennoch unbürokratisch erhältlich.

8. Höflichkeit: Wenn ein CSU-Parlamentarier im Flur des Gebäudes von einem Fremden einen Briefumschlag erhält, bedankt er sich aus Gründen der Etikette höflich mit einer Verbeugung. Auch wenn sich dann herausstellt, dass es nur eine Werbung für ein Autohaus ist oder der Speiseplan für die Kantine.

9. Genehmigungsfrei: Bargeld, Gold oder andere Wertgegenstände können von CSU-Abgeordneten gerne entgegengenommen werden, ohne dass es ein schlechtes Gewissen geben muss. Schließlich handelt es sich nur um Zeichen großer Dankbarkeit von Wählern für die Arbeit des Abgeordneten.

10. Amt oder Geld: Während andere Parteien immer wieder vor der Frage stehen, ob man sich als Politiker für Amt oder Geld entscheidet, ist das in der CSU seit ihrer Gründung geklärt: Es geht immer um Geld durch Amt.







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