Über das antimarxistische Wesen des Maoismus

07.10.12
TheorieTheorie, Debatte, News 

 

von Alexei Matwejewitsch Rumjanzew (1972) Reinhold Schramm (Bereitstellung)

Antikommunismus

Wie die Entwicklung im heutigen China seit vielen Jahren zeigt, liegt den dortigen Ereignissen stets der gleiche Ideenkomplex zugrunde, den wir Maoismus nennen. Aus diesem Grunde werden in dem Buch, dass wir hiermit dem Leser in der DDR vorlegen, die grundlegenden „Ideen“ Mao Tse-tungs analysiert.

Diese „Ideen“ werden von den Maoisten als Gipfel der Entwicklung des Marxismus-Leninismus ausgegeben und dienen in jeder Beziehung als Grundlage ihrer Innen- und Außenpolitik. Die Analyse der „Ideen Mao Tse-tungs“ zeigt, dass sie weder mit der Theorie des Marxismus-Leninismus noch mit der Praxis der Verwirklichung des wissenschaftlichen Sozialismus etwas zu tun haben.

Ihre Wurzeln und ihr Inhalt sind nationalistisch, chauvinistisch und kleinbürgerlich, sie werden lediglich mit sozialistischen Begriffen und Formulierungen getarnt.
Diese Methode ist nicht neu. Die Weltgeschichte kennt unzählige Beispiele, wo die reaktionärsten Kräfte ihre volksfeindliche Tätigkeit mit dem Wort Sozialismus zu tarnen versuchten. Der Maoismus unterstreicht diese Erscheinung nur auf seine Weise.

Der Maoismus erfüllt die marxistischen Formulierungen und Begriffe, mit denen er sich tarnt, mit einem antisozialistischen Inhalt. Er führt das chinesische Volk immer weiter von den ersten Keimen des Sozialismus weg, die sich nach dem Sieg im Jahre 1949 in China mit Hilfe der kommunistischen Weltbewegung, der internationalen Arbeiterbewegung entwickelt haben. In diesem Zusammenhang tritt der Maoismus immer offener gegen das sozialistische Weltsystem auf. Er bezeichnet die sozialistischen Länder, vor allem die Sowjetunion als seinen „Feind Nummer 1" und orientiert sich immer mehr auf die reaktionärsten Kräfte des Imperialismus.

Diese Linie der Maoisten hat sich bis heute nicht geändert. Vor kurzem fand unter strenger Geheimhaltung der X. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas statt. Er bekräftigte die antisozialistische Orientierung in der Tätigkeit der Maoisten. Diese Linie findet Unterstützung bei den besessenen Antikommunisten. Sie lassen sich selbst durch das lauteste, drohendste revoluzzerhafte Geschrei der Maoisten nicht täuschen. Sie erkennen dahinter klar die Sozialismusfeindlichkeit der Maoisten.

Zugleich führt der maoistische Pseudomarxismus Leichtgläubige in die Irre. Das wird noch durch die verschiedensten Revisionisten, Opportunisten und Verräter an der kommunistischen Bewegung und der Arbeiterbewegung gefördert. Sie sind des Lobes voll über den Versuch der Maoisten, dem marxistisch-leninistischen Internationalismus ihren „Nationalkommunismus“ entgegenzusetzen. Letzteren geben sie als „allgemeines Sozialismusmodell“ aus. Seit langem wissen wir jedoch, dass „Nationalkommunismus“ „Kasernenkommunismus“ bedeutet, der wie schon Karl Marx und Friedrich Engels gezeigt haben, nichts anderes als eine kleinbürgerliche Verleumdung des wissenschaftlichen Sozialismus ist. Die Maoisten sind bestrebt, die revolutionäre Weltbewegung und ihr Kernstück, die kommunistische Weltbewegung, zu spalten, den antiimperialistischen Kampf der fortschrittlichen Kräfte der Welt zu schwächen und mit aller Macht ihre Hegemonie zu errichten.

Somit erhält die Aufgabe, das wahre Wesen der „Ideen“ Mao Tse-tungs und der maoistischen Praxis zu entlarven, besondere Aktualität. Der Kampf für eine fortschrittliche Zukunft der Menschheit erfordert von allen marxistisch-leninistischen Parteien und allen Kommunisten nachdrücklich, die volksfeindliche, im Grund genommen proimperialistische Theorie und Praxis des Maoismus vor den Augen aller ehrlichen Menschen der Welt konsequent zu entlarven. Der Maoismus ist ein unversöhnlicher Feind des Friedens, der Demokratie und des Sozialismus. Diese Entlarvung hilft auch den fortschrittlichen Kräften des chinesischen Volkes, den Weg der Verwirklichung des marxistisch-leninistischen, wissenschaftlichen Sozialismus zu beschreiten.

Die Herausgabe meines Buches in der DDR betrachte ich als eine Ehre für mich. Ich würde mich aufrichtig freuen, wenn die vorliegende Arbeit den Lesern helfen könnte, gründlicher hinter die theoretischen Kombinationen Mao Tse-tungs zu kommen, und dazu beitragen könnte, den aktiven Kampf gegen den Maoismus weiterzuentwickeln.

Ich bedanke mich im voraus für alle konstruktiven Bemerkungen, die die Leser an mich zu richten wünschen.« (A. M. Rumjanzew)

Quelle: A. M. Rumjanzew, Quellen und Entwicklung der „Ideen Mao Tse-tungs“, Über das antimarxistische Wesen des Maoismus. Dietz Verlag Berlin 1973. Vgl. Vorwort zur DDR-Ausgabe.


VON: ALEXEI MATWEJEWITSCH RUMJANZEW (1972) REINHOLD SCHRAMM (BEREITSTELLUNG)






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