Warten auf den großen Crash

13.02.18
TheorieTheorie, NRW, Köln, News 

 

Lesekreis 2018 in der tte-Bücherei

Krisentheorie nach Marx – Rosa Luxemburg und Henryk Grossmann

Einführungsveranstaltung: Mo., 19. Februar 2018, 18.30 Uhr
in der tte-Bücherei, Bürgerzentrum Alte Feuerwache,
Melchiorstr. 3, 50670 Köln (Mannschaftshaus, 2. Stock)

Der Kapitalismus scheint aus seiner Krise nicht herauszukommen. Nach dem großen Crash von 2007/2008 wurden alle nur möglichen geldpolitischen Hebel in Bewegung gesetzt, um das sinkende Schiff wieder flott zu machen. An der Oberfläche konnte damit tatsächlich für einige Jahre der Eindruck erweckt werden, dieses globale System der Ausbeutung, Unterdrückung und Naturzerstörung könne weiter funktionieren wie bisher. Mittlerweile wird aber selbst den vehementesten Verteidigern dieser Gesellschaftsordnung mulmig und sie fragen sich, ob nicht lediglich die nächste, noch gigantischere Blase aus fiktivem Kapital durch die Überschwemmung der Welt mit billigem Geld aufgeblasen wurde. Das beängstigende Raunen im Wirtschaftsteil der Zeitungen wird jeden Tag lauter: Von einer zunehmenden „Zombifizierung“ von Unternehmen ist die Rede, womit sie meinen, dass viele Firmen ohne das billige Geld sofort bankrottgehen würden. Der „Anlagenotstand“ lässt Milliardenwerte von Kapital untätig herumliegen und die Zentralbanken merken allmählich, dass sie nicht bis in alle Ewigkeit weiter Geld drucken können. Und jetzt noch der erste Mini-Crash Anfang Februar 2018.

Alles gute Aussichten und Anreiz, uns im Kopf auf die kommende Krise vorzubereiten. Der Kölner Lesekreis, der sich in den letzten zwei Jahren die drei Bände des „Kapital“ von Karl Marx erarbeitet hat, wird sich anknüpfend an diese Lektüre mit marxistischen Krisentheorien beschäftigen – und lädt dazu auch andere Menschen ein. Die Kenntnis des „Kapital“ von Marx ist für die Beteiligung von Vorteil, aber nicht unbedingt erforderlich, da wir auf die jeweiligen Argumente ohnehin immer wieder eingehen werden. Dafür haben wir zwei Klassiker ausgewählt, die zwar oft zitiert, aber nur selten wirklich gelesen werden – es sind zwei dicke Schwarten, da macht es einfach mehr Spaß und Mut, sich in einer Gruppe gemeinsam in die Lektüre zu vertiefen.

Rosa Luxemburg:  Die Akkumulation des Kapitals. Ein Beitrag zur ökonomischen Erklärung des Imperialismus (1913)

Henryk Grossmann:  Das Akkumulations- und Zusammenbruchsgesetz des kapitalistischen Systems (1929)

Am 19.2. wird Christian Frings die beiden Texte und ihre mögliche aktuelle Bedeutung vorstellen und wir werden gemeinsam den weiteren Ablauf des Lesekreises besprechen.

Kontakt: kapital-lesen-koeln@webde







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