Ulrike Meinhof wäre am 7. Oktober 2009 75 Jahre alt geworden

02.08.09
TheorieTheorie, Arbeiterbewegung, TopNews 

 

Bitte spendet/spenden Sie für den Fortbestand des UlrikeMeinhof-Archivs (UMA)!
Offener Brief von Jutta Ditfurth

Guten Tag,
ohne die Spenden vieler solidarischer Menschen im letzten Jahr gäbe es das Ulrike-Meinhof-Archiv (UMA) nicht mehr. Dass das UMA erhalten werden konnte ist ausschließlich den SpenderInnen zu verdanken, denen ich und alle, die an der Sache interessiert sind, nicht genug danken können!
Aber es kam leider nicht genug Geld zusammen, um die bisherigen Archivräume zu halten. Ich habe sie aufgeben müssen und das UMA eine Zeit lang sicher eingelagert. Jetzt habe ich billigere neue Archivräume gefunden. Die neuen Archivräume, der Erhalt des Archivs und sein Ausbau (es kommen immer noch neue Archivalien!) kann ich nur mit Ihrer/Eurer Hilfe tragen. Staatsknete oder Stiftungsgelder hat das Archiv nach wie vor nicht zu erwarten…
Das UMA bleibt selbstorganisiert, unabhängig und autonom: Die Kosten werden ausschließlich von SpenderInnen und von mir getragen.

Für diejenigen, die vom Archiv noch nichts wissen: Das Ulrike-Meinhof-Archiv (UMA) enthält eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Archivalien, die über Ulrike Meinhofs vollständige Lebensgeschichte mit allen ihren privaten, beruflichen und politischen Aspekten Auskunft geben und über die Personen und Institutionen mit denen sie zu tun hatte. Das UMA verzeichnet viele tausend Dokumente, tausende von Briefen und viele hundert Fotografien, desweiteren Filme und Hörfunkbeiträge von und über Ulrike Meinhof. Das Archiv birgt auch ihre unveröffentlichten Texte. Und es wächst weiter, immer wieder tauchen neue Dokumente auf…
Während meiner mehr als sechsjährigen Recherche für mein Buch Ulrike Meinhof. Die Biografie (Ullstein 2007) aufgebaut, nachdem ich entdeckt hatte, dass wesentliche Behauptungen über Ulrike Meinhof auf Legenden beruhten. Die giftigen Quellen dieser Legenden sind Ulrike Meinhofs Pflegemutter Renate Riemeck, ihr Ex-Ehemann Klaus Rainer Röhl, Stefan Aust sowie das
Bundeskriminalamt. Viele AutorInnen haben von ihnen abgeschrieben, anstatt die Behauptungen kritisch nachzuprüfen. Notgedrungen musste ich, bevor ich die Biografie schreiben konnte, zuerst wieder Forscherin werden und habe in Dutzenden von Archiven gearbeitet und hunderte von ZeitzeugInnen befragt.

Es war außerordentlich aufwändig und teuer, dieses Archiv anzulegen, die Dokumente im In- und Ausland zu suchen, auszuwerten und aufzubewahren. Diese langjährigen Recherchen haben alle meine finanziellen Reserven aufgebraucht, mich zum Verkauf von allem möglichen gezwungen und insgesamt so viel Geld verschlungen, dass ich bis heute große Schulden habe und der Fortbestand des Archivs ohne Ihre/Eure Hilfe gefährdet ist.

Der Plan: Eines Tages soll das Ulrike-Meinhof-Archiv (UMA) in ein großes unabhängiges Archiv überführt werden (aus heutiger Sicht kommt z.B. das Internationale Institut für Sozialgeschichte [IISG] in Amsterdam in Frage, wo sich bereits große Archive aus der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung, Frauenbewegung usw. befinden). Dort könnten dann politische AktivistInnen, WissenschaftlerInnen und PublizistInnen mit den UMA-Archivalien arbeiten. Die neuen Archivräume sind sanierungsbedürftig: Sanitäre Anlagen müssen eingebaut, Elektroleitungen modernisiert, vieles repariert und möglichst bald neue Fenster eingebaut werden. Es müssen Büromöbel, Regale, Archivschränke, Aufbewahrungsmaterialien angeschafft werden (die frühere Einrichtung war geliehen bzw. schrottreif).

• Die laufenden monatlichen Kosten für die Miete und Nebenkosten einschließlich Heizung und Strom betragen 600 Euro monatlich, also 7.200 Euro im Jahr.
• Die einmaligen Kosten betragen rund 12.000 Euro. Kaution: 1.800 Euro. Renovierung: mind. 5.000 Euro. Anschaffungen (Computer, Büromöbel, Regale, Aktenschränke, Aufbewahrungsmaterialien für Dokumente und Fotos usw.) mind. weitere 5.000 Euro.
• Die z.T. undichten und einglasigen Fenster zu erneuern würde noch einmal einige tausend Euro kosten. Notfalls muss das aufgeschoben werden.

Es ist einfach so: Ohne Eure Hilfe kann ich das Archiv weder halten noch pflegen oder erweitern. Viele Dokumente müssen (aus vielfältigen juristischen Gründen) geschützt werden. Meine Lage als freiberufliche Publizistin ist, wie die der meisten meiner KollegInnen, mit der Weltwirtschaftskrise nicht leichter geworden. Meine Arbeit bleibt »ehrenamtlich«, aber die Mehrkosten kann ich nicht tragen. Deshalb bitte ich sehr herzlich um Hilfe! So könnt Ihr/können Sie das UMA unterstützen:
• mit einer EINMALIGEN SPENDE für die Kaution, die Renovierung und die Anschaffungskosten. Und/oder
• mit einer REGELMÄSSIGEN MONATLICHEN UNTERSTÜTZUNG als Dauerauftrag für die laufenden Kosten.
Oder mit beidem. Wirklich jeder Betrag hilft, auch wenn jemand nur 5 oder 10 Euro bezahlen kann!

Die »Dankeschöns«
A.) Wer einmalig mindestens 100 Euro spendet oder sich für mindestens ein Jahr mit einem Dauerauftrag an den laufenden Kosten beteiligt, kann sich eine der folgenden Prämien aussuchen (samt Danksagung und Signatur):
O Buch 1: Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof. Die Biografie, Berlin: Ullstein Taschenbuchverlag 2009
O Buch 2: Jutta Ditfurth: Rudi und Ulrike. Geschichte einer Freundschaft, München: Droemer 2008
O Buch 3: Jutta Ditfurth: Zeit des Zorns. Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft, Droemer 2009

B.) Wer einmalig mindestens 200 Euro spendet oder sich mindestens für zwei Jahre mit einem Dauerauftrag an den laufenden Kosten beteiligt, bekommt wahlweise zwei von folgenden drei Prämien:
O Foto der Studentin Ulrike Meinhof (1956, siehe links), im Format ca. 24 x 30 cm (ohne Nutzungsrecht) oder
O eine der unter A. genannten Prämien (Buch 1– 3) oder
O ist mein Gast (Freikarte für sehr guten Platz) auf einer der »Szenischen Lesungen« anlässlich des 75. Geburtstages von Ulrike Meinhof am 6. Okt. 2009 im Berliner Ensemble in Berlin oder am 7. Okt. im Theaterhaus in Stuttgart sein. Details: www.jutta-ditfurth.de.
C.) Wer mindestens 300 Euro spendet oder sich mind. drei Jahre an den laufenden Kosten beteilt, kann sich drei Prämien (aus A. und B.) frei aussuchen. – Dasselbe gilt für die, die sich an den laufenden und an den Renovierungskosten beteiligen. Wirklich jede noch so kleine Spende ist herzlich willkommen!

Herzliche Grüße

Jutta Ditfurth


Ulrike-Meinhof-Archiv (UMA)
Jutta Ditfurth
Neuhofstraße 42
60318 Frankfurt/Main
Tel. +49/(0)69/55 03 09
Fax +49/(0)69/55 76 80
e-Mail:
jutta.ditfurth@t-online.de

Bankverbindung:
Kontoinhaberin:
Jutta Ditfurth
Kto. Nr. 12 00 88 14 50
BLZ 500 502 01
Frankfurter Sparkasse
IBAN: DE 61500502011200881450
BIC: heladef 18 22
Verwendungszweck:
»Spende UMA«
Liebe SpenderInnen: bitte mailt/schreibt mir Eure volle Postadresse und wann überwiesen wurde, damit ich mich bedanken und die Prämie zuschicken kann. Die Überweisungsträger der Bank enthalten nie Adressen (auch wenn Ihr sie darauf geschrieben habt) und die Banken geben uns keine Auskunft




UMASpendenbrief.pdf



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