9.11. Berlin: Vergangenheit, die nicht vergeht


Bildmontage: HF

17.10.09
TheorieTheorie, Berlin, TopNews 

 

Am Montag, den 09. November 2009, 20.15 Uhr, im Kaffee Burger, Torstraße 60, 10119 Berlin (Mitte), Nähe U-Bhf. Rosa-Luxemburg-Platz
Thema der 30. Fliegenden Universität des Neuen Forum (Veranstalter): "Vergangenheit, die nicht vergeht - Die deutsche Linke und der lange Schatten des Stalinismus"
Referent: Christoph Jünke, lebt und arbeitet als Historiker und Publizist in Bochum. Er ist Autor u.a. von "Der lange Schatten des Stalinismus. Sozialismus und Demokratie gestern und heute" (Köln: Neuer ISP-Verlag 2007).

In Teilen der deutschen Linken ist es wieder oder immer noch "en vogue" zu behaupten, "Stalinismus" wäre nichts als ein antikommunistischer Kampfbegrif, ganz so, als wäre nicht ein reales geschichtliches Phänomen das Problem, sondern lediglich seine propagandistische Instrumentalisierung durch die Bourgeoisie.
In der Beschönigung und geschichtsphilosophischen Rechtfertigung seiner Taten findet der historische Stalinismus zurzeit eine politisch-theoretische Auferstehung. Das verdeutlicht Ch. Jünke in seinem Buch "Der lange Schatten des Stalinismus" (Köln 2007). Am Beispiel neuerer Auseinandersetzungen, vor allem an der jüngsten Debatte um die kurze Demokratiegeschichte von Luciano Canfora zeigt er die Fallstricke eines unaufgeklärten linken Diskurses auf, der die vorherrschende Demokratiemündigkeit großer Teile der Gesellschaft für eine ideologische Offensive philo- und neostalinistischer Postionen nutzt, und so die politische und programmatische Erneuerung der Linken nachhaltig blockiert.







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