ETUC Euro-Demonstration in Brüssel

02.04.14
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von GEW

Die Krise in Europa ist noch lange nicht über- wunden. Arbeitslosigkeit und Armut sind in vielen Ländern dramatisch gewachsen. Arbeitnehmerrechte werden abgebaut, Grundrechte missachtet.

Im Vorfeld der Europawahl ruft der Europä- ische Gewerkschaftsbund am 4. April zu einer Demonstration nach Brüssel auf.


Von der Krise in Europa sind viele betroffen, aber junge Menschen leiden besonders unter ihren Auswirkungen. Unsicherheit und fehlende Zukunftsperspektiven prägen die Lebenssituation vieler Jugendlicher nicht nur in den südeuropäischen Krisenländern.

Die Jugendarbeitslosigkeit hat in den EU-Staaten ein bisher unbekanntes Ausmaß angenommen. Über fünf Millionen junge Menschen sind arbeitslos. Die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen ist damit mehr als doppelt so hoch wie die über alle Altersgruppen hinweg. Selbst die, die Arbeit finden, werden oft nur prekär beschäftigt.

Tiefe Vertrauenskrise

Die Schere zwischen Arm und Reich in Europa geht weiter auseinander. Regierungen wie EU-Kommission haben bisher untaugliche und schädliche Rezepte zur Krisenbewältigung durchgesetzt: Desatröse Sparprogramme, Fiskalpakt und Schuldenbremsen, Deregulierung der Arbeitsmärkte, Abbau von Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst, insbesondere im Gesundheitswesen und in Schulen und Universitäten, Beschneidung sozialer und kollektiver Rechte. Dies hat zu einer tiefen Vertrauenskrise in Europa geführt. Nur etwa ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger hat nach Umfragen noch Vertrauen in die EU. Euroskeptische und europafeindliche Haltungen nehmen zu. Rechtspopulisten und Rattenfänger wittern Morgenluft.

Gewerkschaften fordern Kurswechsel

Es ist Zeit für einen Kurswechsel. Die Gewerkschaften treten für ein soziales, gerechtes und demokratisches Europa ein, in dem die Menschen in Würde leben und arbeiten können. Im Jahr 100 nach Beginn des ersten Weltkriegs und im Jahr 75 nach dem Angriff Hitlerdeutschlands auf Polen und die Sowjetunion ist die Europäische Union noch immer ein Friedensprojekt. Freier Austausch und offene Grenzen für die Menschen und die Wirtschaft in Europa sind historische Errungenschaften. Aber Europa ist mehr, kann auch mehr im 21. Jahrhundert. Die Europäische Union muss sozialer und demokratischer werden. Dafür setzen Gewerkschaften sich ein. Wir sind überzeugt, dass die EU das Potenzial zur Überwindung der Krise besitzt: Gute öffentliche Bildung, moderne Unternehmen und eine starke industrielle Basis, hochwertige öffentliche und private Dienstleistungen, innovative Forschungs- und Bildungseinrichtungen, funktionstüchtige staatliche Verwaltungen, kultureller Reichtum, inklusive Sozialsysteme und eine stabile gemeinsame Währung in der Eurozone - so sichern wir unsere Zukunft in Europa.

Ein neuer Weg für Europa

Wenige Wochen vor den Wahlen zum Europäischen Parlament mobilisiert der Europäische Gewerkschaftbund (EGB) daher zu einer Demonstration am 4. April 2014 nach Brüssel, um der Forderung nach einem Kurswechsel in der Europäischen Union Nachdruck zu verleihen. Der EGB will einen europäischen Investitionsplan für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung, um Europa aus der Krise zu führen und insbesondere die dramatisch hohe Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Mit der Demonstration am 4. April wollen die europäischen Gewerkschaften auch ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzen und für eine Teilnahme an den Wahlen zum Europäischen Parlament am 25. Mai werben, das in Zukunft größeres politisches Gewicht haben wird. DGB und GEW unterstützen die europäische Gewerkschaftsdemonstration in Brüssel und rufen zur Teilnahme auf.

Auf nach Brüssel!

Am 4. April 2014 werden früh morgens Busse des DGB aus Brandenburg, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen Richtung Belgien aufbrechen, wo von 11:00 bis 15:00 Uhr in der Brüsseler Innenstadt die EGB-Demonstration stattfindet.

Aus Rheinland-Pfalz fahren DGB-Busse von Trier, Worms, Alzey, Mainz, Landau, Ludwigshafen, Kaiserslautern und Koblenz zur Demonstration. Die Anmeldung erfolgt bei: E-Mail-Adresse, Tel.: 06131/281631.

Aus NRW werden DGB Busse von Krefeld, Dortmund, Bochum, Duisburg, Düsseldorf, Siegen, Köln und Aachen zur EGB-Demonstration fahren. Die Anmeldung erfolgt bei: E-Mail-Adresse, Tel.: 0211/ 3683243

Busroute 1 „Ruhrgebiet“
Dortmund - Abfahrt 05:30 Uhr - Dortmunder Hbf (Ausgang Nord - Busparkplatz)
Bochum - Abfahrt 06:00 Uhr - DGB Haus – Alleestraße 80
Duisburg – Abfahrt 07:00 Uhr - Duisburger Hbf (Busparkplatz Ausgang Innenstadt)
Krefeld – Abfahrt 07:30 - Chempark Tor 1 – Duisburger Straße
Busverantwortliche: Tim Ackermann (0160-97240171) Felix Spreen (0171-2652368)

Busroute 2 „Düsseldorf“
Düsseldorf – Abfahrt 07:30 - DGB Haus Düsseldorf – Friedrich-Ebert-Straße 34-38
Busverantwortliche: Götz Lange (0171-8658361) Thomas Ziegler (0151-12608943)

Busroute 3 „Köln“
Siegen – Abfahrt 05:45 Uhr - Parkplatz vor der Siegerlandhalle
Köln – Abfahrt 07:15 Uhr - DGB Haus Köln – Hans-Böckler-Platz 1
Aachen – Abfahrt 08:15 Uhr - DGB Haus Aachen – Dennewartstraße 17
Busverantwortliche: Judith Gövert (0171-8658353) Eric Schley (0171-5258865)
www.gew.de/Gewerkschaften_rufen_auf_nach_Bruessel.html     

 


VON: GEW






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