Frauenfriedenskonferenz

24.06.13
FeminismusFeminismus, Antifaschismus, Bayern, Arbeiterbewegung, TopNews 

 

von Barbara Tedeski

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Unter- stützerInnen der Frauenfriedens- konferenz,

Wir möchten euch heute auf zwei wichtige Ter- mine hinweisen - das nächste Arbeitstreffen der Frauenfriedenskonferenz am 20. Juli und den Demonstrations-Aufruf gegen den Schulter- schluß von Gewerkschaft und Militär am 2.Juli in Berlin!

Zuvor jedoch ein kurzes Wort zur aktuellen Situation DGB/Bundeswehr:

Als antimilitaristische GewerkschafterInnen werden wir nicht müde, uns jeglichem An- näherungsversuch der Gewerkschaft an das Militär immer wieder von Neuem zu wider- setzen.

Mit ihrem nunmehr ganz offenen Bekenntnis zum Schulterschluß mit der Bundeswehr hat sich die DGB-Führung erneut bereitwillig und offensiv zum Handlanger der Kriegspolitik der deutschen Bundesregierung gemacht, wie schon 1999, als sie mit ihrem Ja! zum Aggressionskrieg gegen Ex-Jugoslawien erstmals wieder seit 1945 ihre Zustimmung zum Morden deutscher Soldaten gab - die Kriegspropaganda der deutschen Regierung über den "serbischen Aggressor" hatte sozusagen ganze Arbeit geleistet.

Die erneute unverblümte und sämtliche Beschlußlagen mit Füßen tretende Verbrüderung der Gewerkschaftsspitzen mit dem Militär "in einem gemeinsamen Geist", d.h.: zur Unterstützung der proimperialistischen Interessen der deutschen Kriegsregierung und ihres Finanzkapitals hat nun mittlerweile quer durch fast alle gewerkschaftlichen Gliederungen zu hartnäckigem Widerspruch und heftigen Protesten geführt, die nicht verstummen werden und die man auch durch Ignoranz in den oberen Führungs-Etagen des DGB nicht totschweigen kann.

So haben mittlerweile an die Tausend Kolleginnen und Kollegen aus GEW, IG Metall, ver.di, DGB, IG Bau etc. bundesweit den Aufruf der Frauenfriedenskonferenz "Wir widersprechen!" unterzeichnet und damit klar gestellt, daß es eine tiefe Diskrepanz zwischen DGB-Führung, ihrem bürokratischen Apparat und antimilitaristisch engagierten GewerkschafterInnen gibt. 

Zwischen Gewerkschaften und Militär kann es keinen Frieden geben, geschweige denn ein unbelastetes Verhältnis!

Darüber hinaus hat es zahlreiche Initiativen gegeben, die in den einzelnen gewerk- schaftlichen Gliederungen, Landesvorständen, auf Delegiertenversammlungen und Gewerkschaftstagen etc. unzählige Resolutionen und Anträge verabschiedet haben, die Klartext reden und Druck auf die Gewerkschaftsführer ausüben, sich unmißverständlich und konsequent zu den friedenspolitischen und antimilitaristischen Positionen der Gewerkschaftsbewegung , die Frage des Krieges nach innen und außen betreffend, zu bekennen und sich ohne Einschränkung von den Ambitionen der DGB-Spitze zu distanzieren.

Michael Sommer selbst hat sich bislang jedoch von keiner der auf der Pressekonferenz am 5.2.2013 gemachten Äußerungen distanziert.

Die Frauenfriedenskonferenz unterstützt daher den Protestaufruf "Gegen den Schulterschluss von Gewerkschaften und Militär" des Arbeits- und Koordinations- ausschusses der Vierten Arbeiter- und Gewerkschafter-Konferenz gegen den Notstand der Republik, der am 2. Juli 2013 ab 9.30 auf dem Hackeschen Markt in Berlin stattfindet, wo auch der DGB-Bundesvorstand tagt.

Die Frauenfriedenskonferenz wird mit einer Delegation aus München dabei sein, um dort in der DGB-Zentrale die Unterschriften des Aufrufs "Wir widersprechen!" vor Ort zu überreichen!!!

Wir organisieren Mitfahrgelegenheiten!

Wir bitten euch daher, uns so schnell als möglich mitzuteilen, wer von euch mitfahren kann, auch wenn der Termin ungünstigerweise mitten in der Woche liegt. Die Abfahrt wird voraussichtlich in der Nacht zwischen ein und zwei Uhr sein, und wir hoffen, hierzu auch noch zahlreich die Kolleginnen und Kollegen in Berlin und Umgebung mobilisieren zu können, insbesondere die Unterzeichner unseres Aufrufs. Wir werden mit unserem Transparent und den Tafeln "Wir widersprechen!" vom 1. Mai präsent und sichtbar sein.

Rückmeldungen bitte an:
barbara.tedeski@freenet.de

Der längst überfällige Termin zum Arbeitstreffen der Frauenfriedenskonferenz findet nun statt:

Samstag, den 20. Juli 2013 von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr im Gewerkschaftshaus München - Schwanthaler Str. 64 - Raum Kurt Eisner, Erdgeschoss

Zu diesem Arbeitstreffen laden wir dieses Mal bundesweit ein, um auch unseren auswärtigen Kolleginnen und Kollegen und antimilitaristischen Mitstreitern, die so zahlreich unseren Aufruf Wir widersprechen! unterzeichnet haben, die Möglichkeit zu geben, sich über den Stand der Entwicklungen und unsere weitere Vorgehensweise zu informieren und sich an der Diskussion zu beteiligen und aktiv einzumischen.

Die Tagesordnung hierzu geht euch rechtzeitig noch in einer gesonderten Einladung zu!

Wir werden euch insbesondere einen Überblick und eine Einschätzung über Reaktionen, Initiativen und Aktionen auf unseren Aufruf und weitere gewerkschaftliche Aktivitäten, Stellungnahmen und Proteste geben und unsere weitere Vorgehensweise diskutieren.

Interessant wäre es auch, von den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern zu erfahren, welche Reaktionen oder Schwierigkeiten es bei ihnen gegeben hat.

Das zentrale Referat hält diesmal der Kollege Michi Posl, der aus der Jugendarbeit kommt und über die gesamtgesellschaftliche Strategie der Bundeswehr und die Rolle des Staates sprechen wird.

Bitte gebt uns möglichst umgehend zur Planung von Essen und Getränken eure Rückmeldungen ab!

Für die auswärtigen Teilnehmer können wir ggfs. private Übernachtungsmöglichkeiten organisieren - eine Übernahme der Fahrtkosten ist uns leider nicht möglich.

Mit solidarischem Gruß!
Barbara Tedeski


VON: BARBARA TEDESKI






<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz