100 Jahre Internationaler Frauentag Brot und Rosen! Her mit dem ganzen Leben!

25.01.11
FeminismusFeminismus, Bremen, TopNews 

 

von Stadtfrauenkonferenz Bremen

Weltweit gehen am 08. März Frauen auf die Straße und fordern laut ein besseres Leben! Wir sind stolz darauf, dass der Internationale Frauentag 100 Jahre alt wird!
Es war Clara Zetkin, eine deutsche Sozialistin, auf deren Initiative 1911 der erste Frauentag begangen wurde mit der Forderung nach dem Wahlrecht für Frauen und für besondere Frauenrechte.

Mehr als eine Millionen Frauen gingen damals und gehen heute auf die Straße! Stärken wir die kämpferische Frauenbewegung weltweit! Die Zeit ist reif für einen neuen Aufbruch der Internationalen Frauenbewegung!

Vom 04. bis 08. März 2011 treffen sich Frauen aus aller Welt zur ersten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Venezuela, um sich über ihre Lage zu beraten, sich gegenseitig zu informieren, gemeinsame Forderungen aufzustellen und über Ländergrenzen hinweg dauerhaft zusammenzuarbeiten.

100 Jahre Internationaler Frauentag – ein Grund zu feiern und weltweit gemeinsam für die Gleichberechtigung und die Befreiung der Frau zu kämpfen!

100 Jahre Internationaler Frauentag – ein Grund dies überall bekannt zu machen. In Betrieben, Verwaltungen, Nachbarschaft, Krankenhäusern, Schulen, Unis, Familien und unter Freunden und Freundinnen...

100 Jahre Internationaler Frauentag – ein Grund Veranstaltungen und Gesprächsrunden, auch zu seiner Geschichte, durchzuführen und zu verdeutlichen, dass er so aktuell ist wie vor 100 Jahren.

100 Jahre Internationaler Frauentag – ein Grund die Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen durchzuführen und dies weltweit zum Thema zu machen.

Unter dem Motto "Die Zeit ist Reif: Frauen nehmen ihre Zukunft in die eigenen Hände! Raus zum 08. März!" möchten wir in Bremen sichtbar machen, unter welchen Bedingungen Frauen in Bremen leben und arbeiten; z.B. In Bezug auf Lohnunterschiede, Häusliche Gewalt, unbezahlte Arbeit, Diskriminierung u.v.m..

Lasst uns im Zuge der ersten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen im März 2011 in Venezuela über unsere Forderungen und Wünsche gemeinsam in Bremen austauschen und Aktionen bunt auf die Straße tragen und gemeinsam den 100. Internationalen Frauentag in Bremen feiern!

Wir möchten gemeinsam mit Euch beraten und entscheiden, wie wir den 08. März 2011 gestalten und unsere Themen, Forderungen und Visionen bunt auf die Straße tragen und zusammen den 100. Internationalen Frauentag feiern können.

Zeigen wir unsere Vision von einem menschlichen Miteinander zu Hause und im Beruf und von einem nachhaltigen und respektvollen Umgang mit unserer Erde!

Die Stadtfrauenkonferenz Bremen lädt Frauen und Frauengruppen zu einem Bündnistreffen ein: Am 01. Februar 2011 um 18 Uhr im zeiTRaum Walle (Ritter-Raschen-Str. 4, mit den Linie 2, 10 oder Bus 26, 28 Haltestelle „Waldau-Theater“)

Stadtfrauenkonferenz Bremen
Infos unter www.weltfrauenkonferenz.de

International erleben wir, wie immer mehr Frauen für bessere Lebensund Arbeitsbedingungen aufstehen. So wie die Textilarbeiterinnen in Bangladesch, die mutig streiken trotz lebensbedrohlicher Angriffe durch die Polizei.
"Wenn wir die Hälfte des Himmels sind, dann sind wir auch die Hälfte des Kampfes", sagten zwei Aktivistinnen aus der Türkei auf dem 9. Frauenpolitischen Ratschlag und berichteten vom massenhaften Zusammenschluss in eigenen Organisationsformen der Frauen und ihrer Kampagne gegen Vergewaltigungen, das Patriarchat und den Mangel an Frauenrechten.

Überall auf der Welt diskutieren Frauen über Alternativen, in denen sie ohne Ausbeutung und Unterdrückung in befreiten Gesellschaften leben werden. Wir wollen nicht das Opfer der Geschichte sondern Akteurinnen der Zukunft sein! Kämpferische Frauen und Mädchen zeigen weltweit ihre Stärke und machen Mut für die Zukunft: In den europaweiten Bildungsprotesten forderten 70.000 Jugendliche eine kostenfreie Bildung vom Kindergarten bis zur Hochschule; im Kampf gegen die Zerstörung der Natur, gegen "Stuttgart 21".
Sie wehren sich mutig wie Emmely gegen ungerechte Entlassungen! Beim „Equal Pay Day“ demonstrierten Frauen auf dem Bremer Marktplatz gegen ungleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit. In Bremen ist der Lohnunterschied mit 26% doppelt so hoch wie in vergleichbaren Großstädten. Im Schnitt verdienen Bremerinnen 1184 Euro weniger pro Monat als Männer, v.a. durch den massiven Ausbau des Niedriglohnsektors in der Hansestadt. Viele Frauen werden in MiniJobs gedrängt und sind auf ALG II angewiesen. Frauenund Kinderarmut steht so immer mehr auf der Tagesordnung.
Die Frauen - und Familienministerin Schröder kürzt das Elterngeld für ALG II-Empfänger/innen, welches sowieso schon ärmere Frauen und Alleinerziehende schwer benachteiligt. Die Schere zwischen Arm und Reich wird noch größer. Viele Frauen können sich die Pille nicht mehr leisten. Die Anzahl ungewollter Schwangerschaften hat drastisch zugenommen. Laut einer Umfrage von pro familia ist z.B. in Köln die Zahl der von ALG II betroffenen Frauen, die regelmäßig mit der Pille verhüten, von 67 auf 30 Prozent gesunken. In Deutschland entspricht der Umfang der unbezahlten Haus-, Pflegeund Familienarbeit der Frauen der Bruttowertschöpfung der gesamten deutschen Industrie. Ohne diese Doppelbelastung der Frauen könnte diese Gesellschaft überhaupt nicht existieren.

Damit dies so bleibt, werden Traditionen, Werte und Rollenbilder wie z.B. "Die Frau muss zu Hause die Kleinkinder erziehen" tagtäglich verbreitet. Auch hier steht die "junge" Familienministerin an der Spitze! Das Selbstbewusstsein der Mädchen wird unterwandert, indem ein sexistisches Schönheitsideal und Frauenbild verbreitet wird! "Besonders hübsch, berühmt und sexy" – die Modeindustrie prägt ein Bild in der Werbung und im TV. Dies widerspricht einem Grundbedürfnis der Mädchen und der Jugend gemeinsam für ihre Zukunft die Welt zu gestalten und zu verändern! In Kriegen werden Vergewaltigungen als Kriegswaffe eingesetzt. Menschenhandel und der Handel mit Zwangsprostitution ist ein wachsendes höchst lukratives internationales Geschäft. In Bremen gibt es zwei Frauenhäuser, sie betreuen mit großer Fürsorge die Opfer häuslicher Gewalt.
Am "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen" am 25. November beklagten Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser zurecht, dass sie nur Hartz-IV-Betroffene aufnehmen dürfen. „Früher bekamen wir Haushaltsmittel, die wir selbst verwalten konnten, jetzt haben wir Pflegesätze, die vom Betreuungsschema der BAgIS abhängen.“ (Weser-Kurier, 25.11.10) Das muss sich ändern!

Die Krisenlasten der Weltwirtschaftsund Finanzkrise werden weiter weltweit auf die breiten Massen abgewälzt. Wir sollen uns nicht spalten lassen, indem uns weis gemacht wird, wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt. Fakt ist – wir produzieren den Reichtum der Welt! Mit dem heutigen technischen, medizinischen und wissenschaftlichen Fortschritt müsste keiner mehr hungern, könnten Krankheiten besiegt, unsere Umwelt gerettet werden und wir könnten ein Leben führen, in dem unsere Fähigkeiten genutzt und unsere Bedürfnisse befriedigt werden. Dies verhindert die Profitgier einiger Weniger, die auf unsere Kosten immer reicher werden. Doch immer weniger Menschen lassen sich das gefallen! Die einzige Lösung ist unseren Traum zu leben, indem wir uns zusammenschließen und uns gemeinsam engagieren.

Für die Befreiung der Frau, damit die Gleichberechtigung nicht nur auf dem Papier steht! Gegen den Abbau demokratischer Rechte und staatliche Bevormundung! Gegen Gewalt an Frauen und Kindern! Gegen Ehrenmorde! Für das Selbstbestimmungsrecht der Frau über ihren Körper Ersatzlose Streichung des § 218! Gegen die Zerstörung der natürlichen Umwelt und damit unserer Lebensgrundlagen! Für eine gründliche und kostenlose Ausbildung in Schule und Beruf! Für das Recht auf Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr! Für ein menschenwürdiges Gesundheitssystem! Gleicher Lohn für Frauen und Männer auf gleichen Arbeitsplätzen! Abschaffung der Leiharbeitsplätze! Gemeinsam gegen Ausbeutung und Unterdrückung, gegen Sexismus, Militarismus, Armut! Für eine Gesellschaft, in der der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht der Profit!





VON: STADTFRAUENKONFERENZ BREMEN






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