Lohndiskriminierung: Bereits Berufsanfängerinnen verdienen deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen.


Bildmontage: HF

02.10.09
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Einkommensungleichheit: Im EU-Vergleich liegt Deutschland auf Platz 21.

Von Reinhold Schramm

Frauen mit bis zu 3 Jahren Berufserfahrung verdienen 'durchschnittlich' 18,7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. "Dieser geschlechtsspezifische Einkommensunterschied lässt sich weder durch unterschiedliche Bildungsvoraussetzungen noch durch eine spezifische Berufswahl vollständig erklären", erläutert Dr. Reinhard Bispinck, Projektleiter beim Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung (HBS). "Die Ergebnisse verweisen vielmehr auf das Fortbestehen geschlechtspezifischer Lohndiskriminierung."

Nach Berufsgruppen zeigen sich deutliche Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern. Er reicht von unter 10 Prozent bis zu 20 Prozent und mehr. Im europäischen Vergleich der Lohnungleichheit liegt Deutschland bereits im oberen Drittel. Die Spannweite der Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern bei Berufsanfänger/innen reicht von 9,4 Prozent in Belgien und 9,8 Prozent in Dänemark bis zu 26,0 Prozent in Polen und 30,4 Prozent in Spanien (Deutschland 18,7 Prozent).

Die wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigen, dass der geschlechtsspezifische Lohnrückstand auch auf diskriminierende Behandlung von Frauen im Berufsleben zurückzuführen ist.


Quelle: Hans Böckler Stiftung, Fakten für eine faire Arbeitswelt.
WSI-Projekt LohnSpiegel: Bereits Berufsanfängerinnen verdienen weniger als ihre männlichen Kollegen. WSI-Ergebnisse einer Untersuchung.
Internet: http://www.boeckler.de/320_97029.html

Siehe hier auch:
1.) Geschlechtsspezifische Lohndifferenzen nach dem Berufsstart und in der ersten Berufsphase:
http://www.boeckler.de/pdf/p_ta_lohnspiegel_berufsanfängerinnen.pdf

2.) Zentrale Hintergrundinformationen zur Einkommensungleichheit von Frauen und Männern (pdf).
U.a.: Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede 2007 - in EU-Europa.
Internet: http://www.boeckler.de/pdf/pm_ta_text_2009_10_01.pdf


Empfehlung:
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Betreff: Monatseinkommen (Brutto)
http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/kombilohn/niedrtarif.pdf







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