GAL Gronau begrüßt das „Eckpunktepapier zur Finanzierung der Hilfestrukturen für von Gewalt betroffene Frauen und ihren Kindern“

25.11.20
FeminismusFeminismus, NRW, News 

 

Von GAL Gronau

Anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen (25. November) begrüßt die Grün Alternative Liste (GAL) Gronau ein aktuelles Eckpunktepaper mehrerer Organisationen. Das „Eckpunktepapier zur Finanzierung der Hilfestrukturen für von Gewalt betroffene Frauen und ihren Kindern“ richtet sich an alle politisch Verantwortlichen auf der Ebene des Bundes, der Länder sowie der Kommunen. Die beteiligten Organisationen wollen mit dem Papier einen Beitrag für die politische Debatte um die zukünftige Ausgestaltung der Hilfestrukturen in der Bundesrepublik leisten. Die GAL sieht die Zuständigkeit für die Debatte auch vor Ort in Gronau sowie auch auf Kreisebene.

Mit dem Papier haben sich der Paritätische Gesamtverband, die Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser (ZIF) sowie der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff) auf erste gemeinsame Eckpunkte zur Finanzierung der Hilfestrukturen für von Gewalt betroffene Frauen und ihren Kindern verständigt. Gefordert werden u. a. eine gesetzlich verbindliche Regelung für Schutz und Hilfe bei geschlechts-bezogener Gewalt, eine angemessene Ausstattung von Frauenhäusern und Frauenberatungsstellenmit Personal-und Sachmitteln sowie die Finanzierung eines bedarfsgerechten und barrierefreien Ausbaus der Unterstützungsstrukturen.

Konkret heißt es in dem Eckpunktepaper: „Wir sind überzeugt, dass gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder unabhängig vom Wohnort umfassende Unterstützung erfahren sollten. Egal ob in Ost oder West, Nord oder Süd, ob in der Stadt oder auf dem Land. Gewaltschutz darf keine Frage des Wohnortes, der Zuständigkeit oder von Landesgrenzen sein. Nur durch eine bundeseinheitliche, einzelfallunabhängige und bedarfsgerechte Finanzierung kann der niedrigschwellige Zugang zu Schutz und Unterstützung über Stadt-und Landgrenzen hinweg ohne Einschränkungen gewährleistet werden. Räumlicher Abstand ist für viele Betroffene der erste Schritt in ein neues, gewaltfreies Leben. Gewaltbetroffene Frauen müssen selbst bestimmen können, wo sie Schutz und Unterstützung suchen und wie weit dieser Schutz von ihrem bisherigen Wohnort entfernt liegt.

Beratung und Unterstützung an einem anderen Ort als dem Heimatort fühlt sich für viele Frauen sicherer und tatsächlich anonym an. Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen sind Einrichtungen mit überregionalem Charakter.“

 

Quelle und vollständiger Text: https://www.frauenfuerfrauen-ahaus.de

<https://www.frauenfuerfrauen-ahaus.de>

 

Die Grün Alternative Liste (GAL) Gronau wird sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiterhin mit der nicht hinnehmbaren Gewalt an Frauen befassen. Wichtig ist für die GAL dabei auch der besondere Schutz von durch Gewalt und Terror vorbelasteten Frauen, die aus ihren Heimatländern flüchten mussten.

1999 verabschiedete die UN-Generalversammlung eine Resolution, nach der der 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, auch „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“, bestimmt wurde. Alljährlich soll an diesem Tag international das öffentliche Interesse auf die Gewalt gegen Frauen gelenkt werden und es sollen Strategien zur Bekämpfung in den Mittelpunkt rücken. „Dieser Gedenktag ist wichtig, doch im Grunde muss jeder Tag ein Tag gegen Gewalt an Frauen sein“, so die GAL in einer Pressemitteilung.







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