Köln, Hamburg, Darmstadt: Nein heißt Nein!


Bildmontage: HF

02.06.16
FeminismusFeminismus, Soziales, Debatte, TopNews 

 

Von Reinhold Schramm

Was genau gibt es da nicht zu verstehen? Eine gesellschaftspolitische Linke, die den Kopf in den Sand steckt, die hat aufgehört, eine politische Alternative zu sein!

»Diesmal in Darmstadt, beim Schlossgrabenfest am vergangenen Wochenende. Mittlerweile haben 18 Frauen bei der Darmstädter Polizei Anzeige wegen sexueller Belästigung erstattet.«

Vgl. Tageszeitung*

Kommentar

Auch die Beijing Rundschau berichtete heute von den (erneuten) Angriffen auf Frauen in der BRD.

Ungeschminkte, aber auch notwendige Bemerkungen!

Ohne (modifiziert) frühbürgerliche Aufklärung (18. Jahrhundert) kann man patriarchalische Rückständigkeit und fehlende (kulturell-moralische und -sexuelle) Aufklärung nicht im Zeitraum von wenigen Generationen überwinden.

In Großbritannien befürworten deutlich mehr als 45 Prozent aller Religionsgefangenen [unter den befragten Muslimen] -auch noch nach Jahrzehnten- die Gesetzgebung der islamischen Scharia, - vor dem britischen Strafrecht. Und selbst in Deutschland sind es immerhin noch mehr als 30 Prozent aller Aberglaubensgefangenen!

Mit “Freiheitsstrafe“ kann man jahrhundertelange Rückständigkeit und deren verkrüppelte Moral und Sexualvorstellungen nicht überwinden. Hier bedarf es schon Generationen intensiver Bildung und Aufklärungsarbeit.

Die traditionelle Rückständigkeit und moralische Verkrüppelung findet sich gerade auch in den Bildungsschichten der materiell Begüterten [so auch in Syrien, Saudi-Arabien und Katar]. Insbesondere auch in den Großstädten und Metropolen der arabisch-afrikanischen Länder und Regionen.

In Folge der EU-Krisen- und NATO-Kriegs- und Wirtschaftspolitik, stehen noch viele Jahrzehnte Aufklärungsarbeit bevor. Ohne auskömmliche materielle Unterfütterung wird auch diese Gegenwarts- und Zukunftsaufgabe -wie bereits schon in den vergangenen Jahrzehnten- scheitern!

Versus Rassismus und [naives] rassistisches Gutmenschentum!

Für den Übergang bedarf es allerdings schon der Durchsetzung klarer Regeln. Dabei dürfen Frauen in ihren bürgerlich-humanistischen (europäischen) Freiheitsrechten nicht eingeschränkt werden, auch nicht in der BRD! Auch nicht Frauen aus den Weltregionen der feudal-religiösen, der kulturell-traditionellen und archaisch-patriarchalischen Rückständigkeit: wie in den überkommenen (realen) Stammes- und Aberglaubensgesellschaften, so auch noch heute – im 21. Jahrhundert – in großen Teilen der arabisch-afrikanischen Welt.

Wer der (falschen) Meinung ist, es wäre “Rassismus“, wenn sich Frauen und Männer deutlich  gegen (körperliche und verbale) Angriffe auf Frauen aussprechen, der betreibt einen paternalistisch gefärbten Rassismus! So auch, wenn er vorgeblich humanistische ‘Streicheleinheiten’ [Verständnis] an die Opfer postkolonialer und imperialistischer Rückständigkeit verteilt. Solch eine Handlungsweise wäre keine Hilfe und schon gar keine Solidarität für die in historischer Rückständigkeit [– in ihrer ökonomischen, kulturellen und sozialen Entwicklung –] gehaltenen Menschen.

Merke: Frauen — in der arabisch-afrikanischen und europäischen Welt — sind kein Freiwild! Auch nicht für Jugendliche, und auch nicht für in feudal-religiöser, sozialer und postkolonialer Rückständigkeit gehaltene erwachsene Männer!

* Vgl. Tageszeitung, taz.de am 1. Juni 2016. Politische Debatte über Sexualstrafrecht. Wie viel wert ist ein Nein? Wie ernst meint es die Koalition mit der Reform des Sexualstrafrechts? Es gibt noch keinen Gesetzentwurf für ein „Nein heißt nein“. Von Simone Schmollack, Inlandsredakteurin, und Christian Rath, Rechtspolitischer Korrespondent

www.taz.de/Politische-Debatte-ueber-Sexualstrafrecht/!5305313/

01.06.2016, Reinhold Schramm







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