40 AktivistInnen protestieren vor Hamburger SPD-Zentrale: "Die Paragraphen 218/219a gehören abgeschafft!"

15.03.19
FeminismusFeminismus, Bewegungen, Hamburg, TopNews 

 

Von IL Hamburg

Auch im Jahre 2019 ist Abtreibung noch eine Straftat, die nur innerhalb einer kurzen Frist und nach Zwangsberatung straffrei bleibt. Der § 219a hindert Frauenärzt*innen darüber hinaus daran, seriöse und vollständige Informationen zu den, von ihnen angebotenen, Möglichkeiten des Schwangerschaftsabbruches bereit zu stellen. Daran ändert auch die Reform des § 219a nichts. Militante Abtreibungsgegner wie Yannic Hendricks nutzen dies und zeigen seit Jahren Ärzt*innen wie Kristina Hänel an, die trotzdem über Abtreibungen informieren.

Parallel zum Protest vor der SPD-Zentrale findet vor dem Hamburger Landgericht eine Kundgebung in Solidarität mit der Pro-Familia Vorsitzenden Kersten Artus statt.Hintergrund ist, dass sie öffentlich Yannic Hendricks Namen nannte und daraufhin von ihm verklagt worden ist.

Dazu sagt eine Aktivistin:

"Wir haben heute die SPD-Zentrale besucht um sie als das zu entlarven was sie sind: rückgratlose Waschlappen. Erst wird im Reformeifer die Abschaffung von 218/219a angekündigt und dann vor den christlichen Fundamentalisten in und außerhalb der CDU klein beigegeben. Für die Frauen die sich für eine Abtreibung entscheiden und die Ärzt*innen die diese durchführen haben die Wahlplakat-Feminist*innen von der SPD die Lage dadurch deutlich verschlechtert. Abtreibung steht wie bisher unter Strafe, das Verbreiten der Informationen auch. Es ist elementar, auch darüber zu informieren, wie Abtreibungen durchgeführt werden: zum Beispiel ob medikamentös oder operativ. Damit wurden die bestehenden Einschränkungen der körperlichen Selbstbestimmung von Frauen* ein weiteres Mal in Recht und Gesetz gegossen. Wir fordern den legalen, krankenkassenfinanzierten Zugang zu Abtreibungen und die bedingslose Abschaffung der Paragraphen 218/219a!"

Eine weitere ergänzt:

"Ein deutliches Zeichen der Solidarität schicken wir an alle, die von militanten Abtreibungsgegnern wie Yannic Hendricks drangsaliert werden.

Die Einschüchterungsstrategie der christlichen FundamentalistInnen und Rechten ist zu Teilen erfolgreich: In den letzten 15 Jahren hat sich die Anzahl der Kliniken, die Abtreibungen durchführen, um fast die Hälfte reduziert. Wir lassen uns nicht länger einschüchtern. Wir wollen unsere reproduktiven Rechte uneingeschränkt und unkommentiert von den Jens Spahns und Yannic Hendricks dieser Welt wahrnehmen!"







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