Düsseldorf: Gedenken zum 9. Mai in der kommunalen Kontroverse


Das Mahnmal der sowjetischen Zwangsarbeiter auf dem Gerresheimer Waldfriedhof. Foto: Bettina Ohnesorge


Die Inschrift in kyrillischer Schrift ist kaum noch zu lesen. Sie lautet in der Übersetzung: "Hier ruhen (Zahl unleserlich) sowjetische Bürger, die in faschistischer Gefangenschaft umgekommen sind - 1941-1945"

23.04.09
DüsseldorfDüsseldorf, NRW, News 

 

KKE-Generalsekretärin kommt nach Gerresheim

Unter internationaler Beteiligung gedenkt die DKP Gerresheim am  Samstag, 9. Mai, 17.45 Uhr, am  Gräberfeld der sowjetischen Zwangsarbeiter und Soldaten auf dem Gerresheimer Waldfriedhof an der Quadenhofstraße der Befreiung vom Faschismus und der Opfer der Befreiung. Gast dieser Zusammenkunft ist Aleka Papariga, die Generalsekretärin der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE). Gedacht wird auch der Düsseldorfer Widerstandskämpfer Aloys Odenthal und Theodor Andresen.

Die Pflege der Erinnerung an die NS-Verbrechen stößt in Gerresheim an ihre Grenzen. Uwe Koopmann, Vertreter der DKP im Gerresheimer Rathaus, stellte bei einer Ortsbesichtigung am Gräberfeld 71 fest, dass der Schriftzug auf dem Gedenkstein der sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter in einem schlecht lesbaren Zustand ist. Er forderte die Stadtverwaltung auf, endlich die Restaurierungsarbeiten aufzunehmen.

Bereits am 23.01.2007 hatte er im Rathaus beantragt, die Ehrengräber auf dem Plan am Eingang des Waldfriedhofes zu kennzeichnen. Am  22.01.2008 hatte er erstmal gefordert, den sowjetischen Gedenkstein auf dem Waldfriedhof zu restaurieren.

Koopmann: "An der Weggabelung zwischen den Gräberfeldern 41 und 43 findet sich entgegen der Beschlussfassung vom 22.01.2008(!) immer noch kein Hinweisschild. Ebenso fehlt die Übersetzung der Inschrift in die deutsche Sprache auf einer entsprechenden Tafel. Das war sogar einstimmig im Rathaus beschlossen worden!"

 







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