Vortrag und Diskussion in Düsseldorf: Rekommunalisierung statt Privatisierung im Krankenhausbereich

05.12.08
DüsseldorfDüsseldorf, NRW, News 

 

Referent: Nils Böhlke
Mittwoch, 10. Dezember 2008, 19.00 Uhr
ZAKK, Fichtenstr. 40, Düsseldorf

Gegen die Finanznot der Kliniken haben in letzter Zeit Beschäftigte aus vielen Krankenhäusern protestiert. Das von der Bundesregierung geplante Hilfspaket von rund drei Milliarden Euro reicht bei weitem nicht aus, um Personal- und Sachkosten zu decken.
Aufgerufen zu den Protesten hatte das "Aktionsbündnis Rettung der Krankenhäuser", dem unter anderem Gewerkschaften, Ärzteverbände sowie kirchliche und kommunale Arbeitgeber angehören. Ende September hatte es in Berlin eine Demonstration organisiert, an der rund 130.000 Klinik-Beschäftigte teilnahmen. Nach Angaben des Bündnisses gibt es bei den Krankenhäusern
eine Finanzierungslücke von 6,7 Milliarden Euro. In keinem anderen europäischen Land sind in den letzten Jahren so
viele Krankenhäuser privatisiert worden wie in Deutschland. Seit 1991 ist der öffentliche Anteil von 46 auf 34 Prozent im Jahre 2006 zurückgegangen. Manche Untersuchungen prognostizieren, dass demnächst bis zu 40 Prozent der Krankenhäuser in privater Hand sein könnten. Die weitreichenden Konsequenzen für Beschäftigte und Patienten durch die Herausbildung eines gewinnorientierten Krankenhaussektors sollen ebenso diskutiert werden, wie die Ursachen für diese Entwicklung und die Erfahrungen mit der Rekommunalisierung und den dabei notwendigen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen.


Nils Böhlke arbeitet im Rahmen des Doktorandenprogramms des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler- Stiftung an einer Dissertation zum Thema Auswirkungen der Privatisierung des Gesundheitssektors.


Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Clubs Düsseldorf in Kooperation mit attac Düsseldorf und Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW.







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz