Jusos an der Saar: Berlin und Paris verkennen die Lebensrealität der Menschen in der Großregion!

01.03.21
SaarlandSaarland, News 

 

Von Jusos Saar

Die saarländischen Jusos kritisieren die Entscheidung auf deutscher Seite, dass Grenzgängerinnen und Grenzgänger aus dem Departement Moselle künftig bei der Einreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, vorweisen müssen. Die Jusos an der Saar fordern einheitliche Anforderungen an den vorzuweisenden Corona-Test auf beiden Seiten, dezentrale Testmöglichkeiten für alle Einreisenden und den besonderen Schutz für grenzüberschreitende Familienverhältnisse.

Kira Braun, Landesvorsitzende der Jusos: ?„Die Entscheidung, dass nun bei jedem Grenzübertritt ein negativer Corona Test vorgewiesen werden muss, zeigt, dass sowohl in Berlin als auch Paris die Lebensrealität der Menschen in der Großregion völlig verkannt wird. Die Grenzregion besteht nicht nur aus Arbeitskräften, sondern ist ein grenzüberschreitender Lebensraum. Es muss nun schnellstmöglich sichergestellt werden, dass vor allem Familien aus der Grenzregion dezentral, gebührenfrei und ohne massive Hürden getestet werden können, damit Schulbesuche, die Betreuung und Pflege Angehöriger und die Ausübung des geteilten Sorgerechts weiterhin möglich bleiben. Dafür brauchen wir nun dringend dezentrale Testmöglichkeiten und die verbindliche Zusage, dass auf beiden Seiten die gleichen Anforderungen an den Corona-Test gelten werden. “

„Die Leidtragenden dieser Grenzpolitik sind die Menschen, die im Verflechtungsraum SaarMoselle leben und ein deutsch-französisches Leben führen. Dass die Grenzen in unserer Region kaum noch sichtbar und spürbar sind, ist das Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit. Wir dürfen nun nicht zulassen, dass diese Errungenschaft unter der Corona-Krise leidet. Auch deshalb muss der grenzüberschreitende Personennahverkehr aufrechterhalten werden. “ so Timo Stockhorst, Sprecher des Arbeitskreises Europa der Jusos Saar.

Die Jusos an der Saar fordern die Landesregierung auf, schnellstmöglich praktikable Lösungen, insbesondere für die Familien in der Grenzregion, zu finden und an dem Versprechen festzuhalten, dass es nicht mehr zu Grenzschließungen kommen wird.







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