Wohnen ist ein Grundrecht und darf nicht zur Ware werden!

29.06.21
SaarlandSaarland, News 

 

Von Jusos Saar

Viele junge Menschen zieht es in die Stadt, ob für das Studium, die Ausbildung oder die Liebe. Auf diesen Entschluss folgt jedoch oft das böse Erwachen: Hohe Mieten, Sanierungsstau und Miethaie. Der Wohnungsmarkt im Saarland treibt vielen die Sorgenfalten auf die Stirn. Allein in Saarbrücken fehlen laut Hans-Böckler-Stiftung rund 17.000 günstige Wohnungen und rund 60 Prozent der Mieter*innenhaushalte in der Landeshauptstadt müssen über 30 Prozent ihres Einkommens für Warmmiete ausgeben und gelten somit als überlastet. 

"Wohnen ist ein Grundrecht und darf nicht zur Ware werden. Wir brauchen Sozialwohnungen, die in den Innenstädten angesiedelt und nicht an den Stadtrand verdrängt werden. Wir dürfen nicht weiter dabei zusehen, wie immer mehr alte Wohnungen aus der Mietpreisbindung fallen und das CDU geführte Innenministerium den sozialen Wohnungsbau verschläft. Wir müssen sowohl auf dem Land, als auch in der Stadt sicherstellen, dass der nächste Einkaufsmarkt fußläufig erreichbar ist, dass Bus und Bahn verlässlich in der Nähe abfahren und der Besuch beim Arzt keine Weltreise bedeutet. Die Gentrifizierung darf nicht zur Entmischung von Quartieren und gleichzeitig zur Ghettoisierung führen, die unsere Gesellschaft spaltet.", so Kira Braun, Landesvorsitzende der Jusos. 

Braun: "Um bezahlbares, würdevolles Wohnen ermöglichen zu können, braucht es eine neue Bodenpolitik. Grundstücke dürfen nicht nach Gewinn verkauft werden, sondern sollen auf Basis von Erbbaupachten- damit sie in der öffentlichen Hand bleiben- mit sinnvollen Konzepten bewirtschaftet werden. Wir fordern einerseits die Stärkung kommunaler Wohnungsbaugesellschaften Baugenossenschaften sowie andererseits die Schaffung größerer Anreize für den Bau bezahlbarer Wohnungen in den Kommunen. Ein größeres Wohnungsangebot trägt zur Begrenzung steigender Mietkosten bei und senkt die Lukrativität für den Kauf und die Vermietung von sog. Schrottimmobilien. Wir brauchen endlich auch im Saarland einen Mietendeckel und einen Mietenstopp, denn die Stadt gehört uns allen!"


Zum Hintergrund: Hohe Kosten für Miete belasten Haushalte in Saarbrücken stark (saarbruecker-zeitung.de)







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