DIE LINKE Saar: Hohe Schulabbrecherquote ist Versagen auf ganzer Linie - fehlende Betreuung und Lehrermangel verantwortlich

07.03.23
SaarlandSaarland, News 

 

Von DIE LINKE. Saar

Die viel zu hohe Schulabbrecherquote von 6,6 Prozent im Saarland gemäß einer aktuellen Bertelsmann-Studie sieht DIE LINKE Saar als Ergebnis einer gescheiterten Bildungspolitik. Ebenso dürfen nicht 44,5 Prozent Mädchen und viel zu viele Kinder mit Migrationshintergrund die Schule ohne Abschluss verlassen. Die Landesvorsitzende, Barbara Spaniol, dazu: „Das ist Versagen auf ganzer Linie und empörend und traurig zugleich, denn es geht um Jugendliche, denen man so die Perspektiven nimmt. Der Lehrermangel und die fehlende Förderung und Betreuung sind einige der Ursachen – hier wurde viel zu lange nicht gehandelt.“

Die Situation spitze sich an saarländischen Schulen immer mehr zu. „Die Lehrkräfte laufen uns weg, die Misere vor allem an Grund- und Förderschulen ist bekannt. Personal- und Unterrichtsausfall gefährden die Unterstützung von Schülerinnen und Schülern gerade an Schulstandorten in schwieriger Umgebung,“ so Spaniol.

Auch habe die lange pandemiebedingte Zeit der Schulschließungen mit Distanzunterricht mit dafür gesorgt, dass Schülerinnen und Schüler nicht aufgefangen werden konnten. Spaniol weiter: „Für einen erfolgreichen Schulabschluss ist individuelle Förderung in kleineren Klassen unumgänglich. Es braucht ein Aufholprogramm, das den Namen auch verdient. Es sind viel mehr Sprachförderung, mehr Lehrkräfte und mehr Unterstützungspersonal notwendig, damit Inklusion und Integration gelingen.“ DIE LINKE habe schon lange einen krisenfesten Bildungsfonds gegen Lehrermangel vorgeschlagen. „Hier hätte längst vorgesorgt werden müssen. Ansonsten verschärft sich die Bildungs-Ungerechtigkeit immer weiter“, so die Landesvorsitzende abschließend.







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