Jahresteuerungsrate im Saarland bei 3,1 Prozent

01.04.08
SaarlandSaarland, News 

 

Höhenflug der Heizölpreise hält an


Saarbrücken (sk) - Die Verbraucherpreise im Saarland sind von Februar auf März 2008 um durchschnittlich 0,3 Prozent gestiegen. Mit einem Indexstand von 106,3 (Basisjahr 2005 =100) war das Preisniveau um 3,1 Prozent höher als vor einem Jahr. Im Februar lag die Jahresteuerungsrate nach Auskunft des Statistischen Amtes noch bei 2,9 Prozent.

Besonders deutlich fiel die monatliche Teuerung im Energiebereich aus. Im Zuge der eskalierenden Preisentwicklung auf den Rohölmärkten zog der Preis für Heizöl gegenüber Februar nochmals um 7,8 Prozent an. An den Tankstellen stiegen die Preise um durchschnittlich 2,7 Prozent. Ungebremst ist auch der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken mit einem Plus von 0,8 Prozent im Vormonatsvergleich. Kartoffeln verteuerten sich im Schnitt um 4,1 Prozent, Käse und Quark um 2,1 Prozent, Reis um 1,0 Prozent und Backwaren um 0,4 Prozent. Fische waren im März um 7,7 Prozent teurer als einen Monat zuvor. Im Bereich nichtalkoholischer Getränke fiel der Anstieg der Kaffeepreise um 3,0 Prozent ins Gewicht. Eine Entlastung bei den alltäglichen Einkäufen brachten Preisnachlässe bei Butter (- 4,8 %) und Vollmilch (- 0,4 %). Pauschalreisen waren im März 0,8 Prozent teurer als im Februar.

Im Vorjahresvergleich waren es ebenfalls die Heizölpreise, die den Verbrauchern mit einem Anstieg um 46,2 Prozent am ärgsten zusetzten. Die Strompreise stiegen um 5,2 Prozent und Gas verteuerte sich um 3,8 Prozent. An den Tankstellen war der Preisanstieg bei Diesel mit 20,2 Prozent gut doppelt so hoch wie bei Superbenzin (+ 10,0 %). Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke belasten die Verbraucherbudgets um 8,4 Prozent stärker als vor einem Jahr. Herausragend waren hierbei die Preissteigerungen bei Geflügelfleisch mit 31,1 Prozent, Vollmilch mit 30,8 Prozent, Butter mit 27,0 Prozent, Käse und Quark mit 20,5 Prozent sowie bei Teigwaren mit 18,7 Prozent. Preiswerter wurden Kartoffeln (- 10,8 %) und frisches Fruchtgemüse wie Tomaten, Paprika und Gurken (- 5,6 %).

Ebenso wie in anderen Bundesländern, die im vergangenen Jahr Studiengebühren eingeführt haben, hat sich auch im Saarland die Bildung stark verteuert. Ein Durchschnittshaushalt musste für Bildungszwecke 44,8 Prozent mehr aufwenden als vor einem Jahr.







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