Saarbrücker LINKE: Kindergelderhöhung geht an den Armen der Gesellschaft vorbei

20.09.08
SaarlandSaarland, News 

 

Gerade Arbeitslose und Alleinerziehende profitieren kaum von der geplanten Kindergelderhöhung

Saarbrücken (sk) - Mit großer Sorge nehmen die Ortsverbandsvorsitzenden in Saarbrücken Mitte, Alt-Saarbrücken/St.Arnual und Malstatt die von Kanzlerin Merkel angekündigte Erhöhung des Kindergelds zur Kenntnis. Sie beklagen, dass gerade Hartz IV- Empfänger nichts von einer Kindergelderhöhung haben, da sie mit dem Arbeitslosengeld II verrechnet wird. Dazu kommt, dass der Kinderfreibetrag erhöht werden soll. Das führe dazu, dass wiederum Besserverdienende einseitig davon profitieren. Die Erhöhung des Kinderfreibetrags führe dazu, dass Gutverdiener 15 Euro Kindergelderhöhung erhalten, Durchschnittsverdiener zehn Euro und und Hartz IV-Empfänger keinen Cent davon sehen.

"Diese Ungerechtigkeit schreit zum Himmel, zumal für Kinder von Hartz IV Beziehern lediglich 60 Prozent des Erwachsenensatzes erhalten. Die monatlichen Kosten für Kinder sind dadurch kaum noch zu finanzieren. Deshalb fordern die Vorsitzenden der Ortsverbände von der Stadt Saarbrücken und dem Saarland die flächendeckende Einrichtung von kostenfreien Vorschuleinrichtungen sowie Offene Ganztagsschulen. Auch wird gefordert, dass die Kosten für ein warmes Mittagessen übernommen werden und Schulbücher kostenfrei den Kindern überlassen werden. Denn gerade Alleinerziehende, Arbeitslose sowie Familien mit mehreren Kindern sind zunehmend nicht mehr in der Lage, die Kosten, die für Bildung und Betreuung ihrer Kinder entstehen, zu tragen."







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