Saarlouiser Erklärung anlässlich des Ersten Internationalen Saarländischen Friedensforums am 31.08.2008

01.09.08
SaarlandSaarland, News 

 

Die Menschen in der Region Saar-Lor-Lux haben aus ihrer eigenen Vergangenheit gelernt, dass Kriege um Land, Ressourcen oder Machtpositionen immer zulasten der Bevölkerung aller beteiligten Länder geführt werden. Immer deutlicher wird, dass im Afghanistan-Krieg mehr und mehr Soldaten und Zivilisten ihr Leben lassen für die Macht- und Kapitalinteressen der NATO-Staaten und ihrer Verbündeten.

Daher lehnt eine Mehrheit die Beteiligung ihrer Regierungen und Militärs an weltweiten Kriegen wie z. B. im Mittleren Osten ab und verlangt ein Ende des Blutvergießens. Krieg darf kein Mittel der Politik sein.

Die Kräfte der Friedensbewegung in unserer Region wollen in ihrer Vielfalt einen Beitrag zum Frieden leisten und fordern:

den sofortigen Rückzug aller Truppenteile aus Afghanistan und dem Irak,
den massiven Ausbau der zivilen Aufbauhilfe, keine weitere Militarisierung der Europäischen Union – Stopp der Ratifizierung des EU-Vertrags von Lissabon, Auflösung aller militärischen Interventionseinheiten und keine Beteiligung an den schnellen Eingreiftruppen der NATO, die Einstellung sämtlicher militärischer Übungsflüge, Transporte und Manöver, das Verbot von Rüstungsproduktion jeder Art und gesetzlicher Zwang zur Konversion in zivile Produktion, die Einstellung jeder Propaganda für militärische Organisationen

Die teilnehmenden Organisationen wollen zukünftig ihre Zusammenarbeit verstärken und weitere gemeinsame Initiativen und Aktionen initiieren. Gemeinsam werden sie beispielsweise die Aktionen gegen den NATO-Gipfel 2009 in Kehl/Strasbourg in unserer Region vorbereiten.

Erstunterzeichner/innen:

FriedensNetz Saar, AG Frieden Trier, pax christi Saar, DIE LINKE LAG Frieden und internationale Politik Saarland, DKP Saarland, KP Luxembourg, Frauengruppe Courage

 







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