„Das Saarland braucht keine Brigade“

01.09.08
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Erstes regionales Friedensforum in Saarlouis fordert Rückzug aus Afghanistan

Saarlouis (sk) - Symbolträchtig in unmittelbarer Nähe der Graf-Werder-Kaserne der Saarlandbrigade in Saarlouis trafen sich am Sonntag Aktivisten der regionalen Friedensbewegung, um ihre Forderung nach Beendigung der Kriegseinsätze der Bundeswehr zu bekräftigen.

In seinem detailreichen Eröffnungsreferat beleuchtete Dr. Peter Strutynski, Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag, die Interessenlage der NATO in Afghanistan. Offenkundig werden dort regionale Warlords und Drogenbarone in einem eskalierenden Krieg unterstützt, um weitreichenden Einfluss auf diese geostrategisch wichtige Region zu erhalten. Neben der weiteren Einkreisung Russlands spielt die unmittelbare Nähe zu den wichtigen Rohstofftransportwegen und zu China eine entscheidende Rolle für das blutige Schauspiel am Hindukusch. „In diesem sieben Jahre dauernden Krieg führte bislang die Entsendung weiterer Truppen nur zu mehr Blutvergießen“, so Strutynski.

In der anschließenden Diskussion standen die Interessenskonflikte zwischen der NATO und dem wieder erstarkten kapitalistischen Russland im Kampf um Rohstoffe und Märkte im Mittelpunkt. Aloyse Bisdorff von der Kommunistischen Partei Luxembourgs skizzierte die Entwicklung Russlands in den vergangenen Jahren und warnte vor einer möglichen Eskalation des Konflikts mit der NATO.
 
In einer Saarlouiser Erklärung sprach sich das Forum, das sich neben Einzelpersonen vor allem aus Vertreter/innen von attac, der AG Frieden Trier, dem FriedensNetz Saar, der Frauengruppe Courage, DER LINKEN und der DKP, sowie von pax christi zusammensetzte, für den sofortigen Rückzug aller Truppen aus Afghanistan und dem Irak aus.







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