Euro Krise ohne Ende!

10.01.12
SaarlandSaarland, News 

 

Dr. Heiner Flassbeck besucht DIE LINKE in Eppelborn

Es wäre zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Die herrschenden Politiker produzieren eine "Lösung" für die Krise nach der anderen und das Vertrauen in die wirtschaftliche Zukunft schwindet von Tag zu Tag. Kaum hatten Merkel und Sarkozy erneut einen "Durchbruch" für Europa gemeldet, da fallen  die Aktienmärkte ins Bodenlose.

Dr. Heiner FlassbeckIn  der Tat, wissen Merkel und Sarkozy nicht mehr, was sie tun, weil ihre eigenen Vorurteile sie daran hindern, sich umzuschauen und zu erkennen, wo sie in Wirklichkeit sind. So wurde  zugelassen oder sogar aktiv befördert, dass die Finanzkrise und die EuroKrise in eine "Staatsschuldenkrise" umbenannt worden sind. Ist doch schön, wenn Sie einen Anlass finden, endlich das zu tun, worauf Sie Jahre lang gewartet haben, nämlich den Staat in seine Schranken zu weisen. Demokratische Regierungen werden einfach ausgehebelt. Erschreckend diese neoliberale Vorgehensweise!

Dass die Finanzkrise eine Spekulationskrise der Banken war und die Eurokrise eine Krise der mangelnden Inflationskonvergenz zwischen Deutschland und Südeuropa stört die schöne Ideologie vom immer schuldigen Staat und wird deswegen konsequent ignoriert. Dass die Eurozone keine "Schuldenkrise" hat,  kann man leicht daran erkennen, dass es ein großes Land in dieser Welt gibt, das mehr Staatsschulden – im Vergleich zu seinem laufenden Einkommen hat und dennoch über keinerlei Finanzierungsprobleme klagt, nämlich Japan. Sogar im Gegenteil, nirgendwo ist der Zins auf lang laufende Staatsanleihen niedriger als dort. Ratingagenturen meiden Japan. Warum nur? Man kann es ganz einfach sagen: Wer Japan und fallende Zinsen auf Staatsanleihen in der "Schuldenkrise" nicht erklären kann, kann nichts erklären.

Und man muss jeden Dummkopf nennen, der weiter von der "Schuldenkrise" klagt und es nicht einmal zu erklären versucht. Die von unserer Partei geforderte Transaktionssteuer wird von Frau Merkel konsequent abgelehnt. Seltsam dass jetzt, gerade vor den französischen Wahlen, Herr Sarkozy, diese Steuer selbst fordert. Oder hat er jetzt auch Angst vor einem Absturz der Konjunktur. Und diese Angst ist nach unserer Ansicht vollkommen berechtigt.

Wir freuen uns, dass Dr. Heiner  Flassbeck, einstiger  Staatssekretär im Finanzministerium unserer Einladung folgt. Er ist einer der gefragtesten Volksökonomen Europas. Seit 2003 ist er in Genf Abteilungsleiter der UNCTAD,  ein Hauptorgan  der UNO.  Hauptziel ist die Globalisierung und Entwicklung der Märkte.

Wir freuen uns, wenn Sie als interessierte Mitbürgerin und Mitbürger  kommen  und mit ihm diskutieren und Antworten auf Ihre Fragen erhalten.

Termin: 8. Februar 2012,  18.30 Uhr in der Wiesbachhalle, Eppelborn-Wiesbach.


 

 

 

 

 

 

 







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