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100 Jahre Röchling – Ausbeutung, Raub, Kriegsverbrechen

10.04.17
SaarlandSaarland, Antifaschismus, TopNews 

 

Von Bernd Rausch

Frühjahr 2017 - Es war ein guter und wichtiger Tag, der 6.4.2017 im Gasthaus Bingert in Saarbrücken.


Ich denke, es ist den Anwesenden der Veranstaltung zum Buch „100 Jahre Röchling – Ausbeutung, Raub, Kriegsverbrechen“ etwas gelungen, das wegweisend sein wird im Umgang mit dem unsäglichen Nazierbe der Röchlings an der Saar. Demokratische und zivilisatorische Mindeststandards für den Umgang mit den Nazikriegsverbrechen der Röchlings wurden festgeschrieben.

Die Forderungen, die sich aus dem Inhalt des Buches ergeben, wurden um den Punkt: „Öffnung des Familien- und Firmenarchivs der Röchlings für die Öffentlichkeit“ erweitert. Mehr als 60 Personen waren anwesend aus unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Zusammenhängen. Verständigt wurde sich auf die folgenden 6 Punkte.

Die 6 Punkte im Einzelnen:

1. - in einer Dauerausstellung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte muss die saarländische Industriegeschichte der letzten 150 Jahre mit Elend, Ausbeutung und den sozialen Kämpfen des Proletariats dokumentiert werden. Im Mittelpunkt der Ausstellung müssen Ausbeutung, Zwangsarbeit, Waffenproduktion und Kriegsverbrechen stehen und die Verantwortlichen, die Röchlings, müssen deutlich benannt sein.

2. - Die Eigner des Röchling-Konzerns sollen nachhaltig dazu aufgefordert werden, die Zwangsarbeiter, Zwangsarbeiterinnen und deren Familien zu entschädigen.

3. - ein Denkmal zur Erinnerung an Leiden und Tod und den vielfachen Mord an den Verschleppten und zur Sklavenarbeit gezwungenen Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen muss am Eingang zum Weltkulturerbe gut sichtbar errichtet werden.

4. - Hermann Röchling als Ehrenbürger der Stadt Völklingen muss ersatzlos aus der Liste gestrichen werden

5. - Die „Röchling-Höhe“ muss in „Bouser Höhe umbenannt werden.

6. - Öffnung des Familien- und Firmenarchivs der Röchling für die Öffentlichkeit.

Helfen Sie mit, diese Forderungen gesellschaftsfähig zu machen, damit sich endlich etwas ändert. Helfen Sie mit, die Forderungen und ihre inhaltliche Herleitung in dem Buch „100 Jahre Röchling – Ausbeutung, Raub, Kriegsverbrechen“ zu verbreiten, dort, wo immer Sie die Möglichkeit haben.

Das größte Problem auf dem Weg zur Realisierung dieser Aufgaben sehe ich neben den Röchlings, im Generaldirektor des Weltkulturerbes Meinrad Maria Grewenig, den zuständigen saarländischen Ministern im Aufsichtsrat der Trägergesellschaft und dem Völklinger Bürgermeister, und vor allem aber auch in einer nicht vorhandenen Öffentlichkeit, einer Nichtberichterstattung über das Buch durch die saarländischen Mainstreammedien Saarbrücker Zeitung und Saarländischer Rundfunk.

Damit die Inhalte eine große Verbreitung finden, können 3 Bücher (Einzelpreis 9,90 Euro) für 20 Euro erworben werden. Bei Abnahme größerer Kontingente reduziert sich der Preis weiter.
Rausch.b@web.de, weitere Infos: http://www.ausstellung-rausch.de/0/Roechling-Buch/Buch.htm







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