Linksjugend ['solid] Saarland fordert parlamentarischen Untersuchungsausschuss im Fall Yeboah

05.08.22
SaarlandSaarland, News 

 

Von Linksjugend ['solid] Saarland

 

Anlässlich der Mordanklage gegen den bekannten Neonazi Peter S. im Fall Samuel Yeboah fordert die Linksjugend ['solid] Saarland die unverzügliche Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses im saarländischen Landtag. "Im Fall Yeboah weist vieles darauf hin, dass wir es mit einem eklatanten Versagen vonseiten der Polizei, dem Verfassungsschutz und der saarländischen Politik zu tun haben. Wir wissen heute, dass die Polizei Peter S. damals verdächtig hat, aber den Spuren skandalöserweise nicht nachgegangen ist. SPD und CDU sind deshalb dringend dazu aufgefordert, jetzt aktiv zu werden und lückenlose Aufklärung zu leisten, auch wenn politische Verantwortungsträger:innen aus ihren eigenen Reihen in Fehlentscheidungen involviert waren", fordert Katrin Christoffel, Landessprecherin der Linksjugend.

 

Damit verbunden fordert die Linksjugend weitere Ermittlungen im damaligen Saarlouier Neonazimilleu zum Fall Yeboah. "Man darf auf keinen Fall wieder auf die Geschichte vom angeblichen Einzeltäter hineinfallen. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass Peter S. die Tat allein geplant und umgesetzt hat. Die mutmaßlichen Mittäter laufen immer noch womöglich in den Straßen Saarlouis herum. Ein Untersuchungsausschuss wäre eine gute Ausgangsbasis um dringend erforderliche Ermittlungen einzuleiten", führt Christoffel aus.

 

Auch an die Stadt Saarlouis appeliert die Linksjugend ihrer Verantwortung im Fall Yeboah endlich gerecht zu werden: "Lippenbekenntnisse gegen Rassismus und Bestürzungsbekundungen reichen definitiv nicht aus. Die Stadt Saarlouis muss endlich ihre Vergangenheit als Neonazihochburg im Saarland vollständig aufarbeiten. Wir fordern die Benennung einer Straße nach Samuel Yeboah und eine Gedenktafel am Rathaus, was die Stadt bisher immer abgelehnt hat. Außerdem verlangen wir von der Stadt Saarlouis eine Entschuldigung bei den antifaschistischen Initativen, deren jahrzehnte langes Engagement durch die Stadt ausgebremst und nicht ernst genommen worden ist", so Christoffel abschließend.







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz