Ganztagsschule nach den besonderen Belangen der Stadtteile ausrichten

03.02.08
SaarlandSaarland, News 

 

Saarbrücken (sk) – Am vergangenen Mittwoch hatte die saarländische Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) der, in direkter Grenznähe zu Frankreich gelegenen Saarbrücker Grundschule Folsterhöhe einen symbolischen Scheck in Höhe von insgesamt 489.740,35 EURO aus dem Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung (IZBB) übergeben. Ziel sei es, nach Darstellung des Saar Kultusministeriums, ein ganztägiges Bildungs- und Betreuungskonzept an der Grundschule Folsterhöhe nicht nur pädagogisch, sonder auch räumlich umzusetzen.

Der Vorsitzende des Ortsverbands DIE LINKE Alt-Saarbrücken / St. Arnual, Lothar Schnitzler kritisiert die CDU Kultusministerin und fordert „ein Schulkonzept, das den Namen Ganztagsschule verdient und den besonderen Belangen der Folsterhöhe Rechnung trägt".

Nach Meinung Schnitzlers führe die Kultusministerin jedoch das verfehlte Programm "Freiwillige Ganztagsschule" ihres Vorgängers Jürgen Schreier ohne eigenen Anspruch und ohne pädagogische Begründung fort. „Das Modell weist kein eigenständiges Bildungsprofil auf und bietet lediglich eine zeitlich zu kurze Betreuung in den Nachmittag.

„Statt auf den besonderen Standort der Grundschule Folsterhöhe einzugehen, negiert Ministerin Kramp-Karrenbauer Erkenntnisse der Pisa-Studie, die sehr eindeutig den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg aufzeigen. Gerade für die Folsterhöhe wäre eine Ganztagsgrundschule, vergleichbar der Offenen Ganztagsschule im Saarbrücker Stadtteil Burbach, erforderlich, da sich in der Sozialstruktur beider Schulbezirke große Ähnlichkeiten zeigen. Auch sollte die Nähe zur französischen Grenze genutzt werden, um die geplante Grundschule deutsch-französisch auszurichten".

„Hier könnte die CDU-Landesregierung beispielhaft zeigen, dass Saar-Lor-Lux mehr ist als nur eine Phrase in den üblichen Sonntagsreden. "Bildung kostet Geld. Wer glaubt, hier sparen zu können irrt. Vor allem dann, wenn anschließend durch eine verfehlte Bildungspolitik hohe Folgekosten in der Jugend- und Sozialhilfe entstehen" so Schnitzlers Resümee.







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