Gemeinschaftsschule statt vermurkstes G8- Projekt mit Statistikbeschönigungen

17.02.08
SaarlandSaarland, News 

 

Reparaturmaßnahmen und Beschönigungen müssen ein Ende haben. Die saarländische Linksjugend fordert die Einführung der Gemeinschaftsschule.

Saarbrücken (sk) - Immer noch überspielt das saarländische Kultusministerium Probleme, die durch das Einführen von G8 entstanden sind. Immer noch werden Zeugnisnoten angehoben, statt sich Fehler einzugestehen und die Problematik bei der Wurzel zu packen.

Die bürokratischen Taschenspielertricks, die am 25. Juli 2007 vom Kultusministerium im „Amtsblatt des Saarlandes" verkündet wurden, haben nun Einzug in die Zeugnis- und Versetzungsordnung des Gymnasiums gehalten. Sie gelten damit auch weiterhin für alle Zeugnisse der G8- Schülerinnen und Schüler. Alle SchülerInnen, die nicht in Klassenstufe elf versetzt werden und damit keinen mittleren Bildungsabschluss erreicht haben, erhalten auf Antrag ein Abgangszeugnis, indem alle Fächer außer dem Fach Sport um eine Notenstufe nach oben gehoben werden. „Dieses Zeugnis ist dem mittleren Bildungsabschluss gleichgestellt" wird vermerkt und die betroffenen Schülerinnen und Schüler können in den nächsten Statistik als Abgänger mit mittlerem Bildungsabschluss geführt werden.

Statt diesen ständigen bruchstückhaften Umstrukturierungen sowie Reparatur- und Beschönigungsmaßnahmen fordert Yvonne Ploetz, bildungspolitische Sprecherin der saarländischen Linksjugend, eine generelle Strukturreform: Oberstes Ziel muss die flächendeckende Einführung der Gemeinschaftsschule sein.

„Um ein effizientes saarländisches Schulsystem zu etablieren brauchen wir kein vermurkstes G8, dass ständig überarbeitet wird und saarländische Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer an die Grenzen ihrer Belastbarkeit treibt. Wir benötigen einen strukturellen Wandel. Das Saarland bedarf eines integrativen Schulsystems, das alle Kinder gleichermaßen aufnimmt, das individuelle Stärken und Schwächen berücksichtigt, sie ungeachtet der Herkunft fördert und fordert und so besser als bisher auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.

Lange genug wurde das saarländische Schulsystem als Experimentierfeld missbraucht- Damit muss endlich Schluss sein!" so Ploetz abschließend.

Die LINKE. Saar führt eine landesweite Unterschriftenaktionen gegen das achtjährige Gymnasium durch. Aktionsauftakt ist am 16. Februar in Homburg, Saarbrücken und Saarlouis







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